“Einen guten Freund hast du da, mein Sohn, einen guten Freund!” (Inneres Wort)
“Ein treuer Freund ist wie ein festes Zelt. Wer einen solchen findet, hat einen Schatz gefunden.” (Sir 6,14)
“Einen guten Freund hast du da, mein Sohn, einen guten Freund!” (Inneres Wort)
“Ein treuer Freund ist wie ein festes Zelt. Wer einen solchen findet, hat einen Schatz gefunden.” (Sir 6,14)
Mit den Meditationen über die Auferstehung Jesu Christi wurden wir während der Osteroktav in die liturgisch so wunderbare Osterzeit eingeführt, die der auferstandene Herr noch mit den Jüngern auf der Erde verbrachte, um sie weiter auf ihre zukünftige Aufgabe vorzubereiten. Man spürt noch das Erstaunen der Jünger über das Geschehen, das sich erst nach und nach als Wirklichkeit in sie einsenkte.
In der Wahl, wie ich meine täglichen Ansprachen fortsetzen werde, habe ich mich für die Leseordnung des Alten Ritus als Grundorientierung entschieden. Da ich die Lesungen des Neuen Ritus vielfach ausgelegt habe, werden am Ende meiner Ausführungen weiterhin Links zu diesen früheren Betrachtungen zu finden sein.
Zunächst gilt es jedoch, ein wichtiges Thema zu vertiefen.
Was ist wahrer Friede? Es ist der Friede, der von Gott kommt, der seinem Herzen entspringt. Jesus hatte es so gesagt:
“Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht einen Frieden, wie die Welt ihn gibt, gebe ich euch. Euer Herz beunruhige sich nicht und verzage nicht!” (Joh 14,27)
Das waren auch die ersten Worte des Auferstandenen an seine Jünger: “Friede sei mit euch!” (Joh 20,19), und er spricht damit aus, was für alle Menschen gilt.
Wie anders ist es doch, wenn der Gottessohn zu den Menschen kommt und ihnen den Frieden von Gott zuspricht! Wenn dieser Friede aufgenommen wird, dann durchdringt er das Dunkel der Unwissenheit, berührt und öffnet verschlossene Herzen und läßt Ängste weichen. Gott möchte den Menschen seinen Frieden schenken. Es ist der Friede, den die Welt nicht geben kann (vgl. Joh 14,27), der in Übereinstimmung mit der Wahrheit und der Liebe als unendliches Geschenk seiner Güte den Menschen das wahre Leben anbietet. Jesus kommt als Auferstandener zu den Seinen. Er kommt als Sieger, denn er hat den Satan entmachtet, den Tod besiegt und den Menschen am Kreuz freigekauft. “Friede sei mit euch!” – Es ist sein Friede!
“Wenn du die Wahrheit sagst, öffnet sich der Himmel und beschenkt dich.” (Inneres Wort)
Die Güte und Schönheit der Wahrheit, die aus Deinem Herzen kommt, lieber Vater, verwandelt alles. Die Nebel müssen weichen, die Lügen lösen sich auf und die Täuschungen werden enttarnt. Das Licht scheint in der Finsternis.
Wir haben es in den Berichten schon vielfach vernommen. Es ist geschehen: Der Herr ist auferstanden von den Toten! Er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja! Dieser Ruf erschallt in der gläubigen Christenheit und gibt ihr Hoffnung. Auch in düsteren Zeiten, in denen sie zu schwinden scheint, gibt er Hoffnung, denn die Auferstehung Christi ist das sichtbare Zeichen des Sieges über Hölle und Tod!
“Tod, wo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg?” (1 Kor 15,55). Nie soll dieser Ruf verstummen! Alle verzagten Herzen soll er aufrichten und die Dunkelheit durchdringen. Der Herr ist auferstanden!
Das heutige Tagesevangelium im Alten Ritus (Joh 20,1–9) führt uns nochmals zu den Jüngern am frühen Ostermorgen zurück. Sie müssen erst noch einen Weg gehen, um zu begreifen, was am Ostermorgen geschehen ist. Noch liegt es für sie im Dunkeln, und sie sind erschüttert und in Trauer über den Tod ihres Herrn. Wie wird es nach seinem Tod weitergehen? Der Herr lag nun im Grab …
Durch das Zeugnis von Maria Magdalena wußten sie schon, daß das Grab des Herrn leer war (Joh 20,2). Sie hatte ihnen diese Kunde gebracht. Aber sie konnten noch nicht verstehen, was das zu bedeuten hat.
“Heilige sind immer gerufen, zu wachsen und nie stehen zu bleiben.” (Inneres Wort)
Ausruhen können wir auf unserem Weg der Nachfolge und in den Armen unseres Vaters den gespannten Bogen auch etwas entspannen, ohne ihn allerdings zur Seite zu räumen und aus dem Blick zu verlieren. Das schadet nicht, sondern nimmt eine unnötige Härte von uns hinweg. Als Kinder unseres Vaters wissen wir doch gut, daß Gott auch alle Kreuze an unsere Fähigkeiten anpaßt und die Gnade schenkt, sie zu tragen.
“Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden. Gehet also hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie alles halten, was ich euch geboten habe. Und seht, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.”
Das sind die Worte welche Du als auferstandener Herr den elf Jüngern auf dem Berg in Galiläa gegeben hast. Sie bleiben für immer wahr.
Es sind jene heiligen Worte, welche die Missionare bewegt haben, bis ans Ende der Welt zu gehen und unter größten Mühen und Leiden freudig Deinem heiligen Auftrag zu dienen.
Es sind jene Worte, an die der Heilige Geist uns immer erinnert, damit sie nie verlorengehen und die Deinen ihren Auftrag nicht vergessen!
Wer kann nur an diesen Worten zweifeln, geliebter Herr?