WORTE AUS DEN SELIGPREISUNGEN

“Selig, die ein reines Herz haben, denn sie werden Gott schauen.

Selig die Friedfertigen, denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.

Selig, die Verfolgung leiden um der Gerechtigkeit willen, denn ihrer ist das Himmelreich.” (Mt. 5, 8–10)

Wie gewinnen wir ein reines Herz? Ein Herz, das durch den Heiligen Geist seine eigenen Tiefen im Licht Gottes erforschen und alle Dunkelheit zu Gott hin zu öffnen vermag?

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Tag 12 – Die Bescheidenheit

Welche Zier, o Heiliger Geist, ist eine bescheidene Seele! Eine Seele, in der diese, Deine Frucht wohnt! In ihr ist das ungeordnete Verlangen gezügelt und zur Ruhe gekommen. Sie denkt nicht ständig für sich und ist leicht mit allem zufrieden. Sie will nicht im Mittelpunkt stehen, sondern den Platz einnehmen, den Du für sie vorgesehen hast. Deshalb ist die kostbare Gabe der Dankbarkeit und auch die Frucht der Demut in ihr wirksam. Eine solche Seele strahlt Zufriedenheit aus, macht kein Aufheben um sich und ist frei von jeglicher Anmaßung. Doch in Bezug auf die Liebe will sie groß sein, in der Liebe zu Dir und zu den Menschen, und auch mit einem kleinen Glauben ist sie nicht zufrieden.

Welch milden Glanz können wir in einer solchen Seele wahrnehmen, und wie leicht macht sie es Dir und auch uns, sie zu beschenken! Sie verwirklicht das Wort des heiligen Paulus:

“Seid untereinander eines Sinnes; strebt nicht hoch hinaus, sondern bleibt demütig! Haltet euch nicht selbst für weise!” (Röm 12,16)

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