Elemente, die einen wahren Hirten ausmachen

In Bezug auf das Petrusamt haben wir gestern hervorgehoben, daß Jesus, als er Petrus zu seinem Hirtendienst an den Schafen berufen hat, nach seiner Liebe gefragt hat, um ihm dann den Auftrag zu geben, diese zu weiden. (Joh, 21,15–19).

Wir haben weiter betrachtet, daß der Dienst des Papstes insbesondere darin besteht, die Lehre Christi authentisch durch die Jahrhunderte hindurch bis zum Tag seiner Wiederkunft am Ende der Zeiten weiterzugeben, denn die Kirche hat die Berufung des Petrus als eine Einsetzung zu einem universalen Hirtenamt verstanden. In diesem Zusammenhang ist zu unterstreichen, wie wichtig es ist, daß die Kirche vor Irrlehren geschützt bleibt und diese zurückweist, damit ihr Gift nicht den Leib Christi durchdringt.

Im Folgenden möchte ich einige Punkte hervorheben, welche für einen wahren Hirten der Kirche unabdingbar sind.

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DIE HIERARCHIE DES LEBENS

“Antonius (der Wüstenvater) pflegte zu sagen, es sei die Pflicht eines Menschen, seine ganze Zeit der Seele zu widmen statt dem Körper, dem Körper jedoch einen kurzen Raum für seine Bedürfnisse einzuräumen. Umso eifriger aber solle er den ganzen Rest der Seele überlassen und deren Wohl suchen, damit sie nicht von den Freuden des Körpers hinabgezogen werde, sondern im Gegenteil der Körper der Seele unterworfen sei.”  (Heiliger Athanasius)

Der heilige Bischof Athanasius wurde wegen seiner Glaubenstreue verfolgt.  Er verteidigte die Gottheit Christi gegen die arianische Irrlehre und suchte bei den Einsiedlern in der Wüste Zuflucht.

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