Der Heilige Petrus Claver: “Der Apostel der afrikanischen Sklaven”  

Wenn man erfahren will, zu welch heroischen Werken ein Mensch durch die Gnade Gottes geführt werden kann, dann gilt es, sich in die Leben der Heiligen zu vertiefen. Immer wird man darauf stoßen, daß die Liebe Gottes sie fähig gemacht hat, in einer Weise zu lieben, die unser menschliches Denken und Empfinden weit übersteigt. Man begegnet einem Feuer der Gottes- und Nächstenliebe, welches noch bis heute aufleuchtet und im Gedächtnis der Kirche gegenwärtig bleibt. Menschen, die in ihrem Streben nach Heiligkeit so geleuchtet haben wie der Heilige, an den wir heute denken, sind immer bereit, uns zu helfen, unseren Weg der Nachfolge Jesu so gut wie möglich zurückzulegen. Ihr Feuer und ihre Opferbereitschaft mögen uns auch manchmal beschämen, an unser Herz anklopfen und uns anfragen, ob wir dem Geist des Herrn genügend folgen, um selbst Zeugen seiner überragenden Liebe zu werden, in der Weise, wie Gott es uns anvertraut.

Der Heilige Petrus Claver, im Jahre 1581 in Verdú in Katalonien als Sohn hochadeliger und frommer Eltern geboren, war sehr begabt, studierte mit glänzender Auszeichnung bei den Jesuiten in Barcelona und wurde 1602 in ihren Orden aufgenommen. Mit Bewilligung seiner Oberen reiste er 1610 als Missionar nach Amerika und landete in Cartagena, einer Stadt in Kolumbien mit damals über 200.000 Einwohnern. Hierher hatte ihn die göttliche Vorsehung geführt, um ein Schutzengel für die afrikanischen Sklaven zu werden, die mit Schiffen an diesen Ort gebracht wurden, um sie zu verkaufen.

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Fest Mariä Geburt: “Erwählt von Gott”

Mt 1,18-23

Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, daß sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloß, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns. Weiterlesen

Die Heilung eines Mannes am Sabbat

Lk 6, 6-11

An einem Sabbat ging Jesus in die Synagoge und lehrte. Dort saß ein Mann, dessen rechte Hand verdorrt war. Die Schriftgelehrten und die Pharisäer gaben acht, ob er am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn. Er aber wußte, was sie im Sinn hatten, und sagte zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Der Mann stand auf und trat vor. Dann sagte Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zugrunde gehen zu lassen? Und er sah sie alle der Reihe nach an und sagte dann zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er tat es, und seine Hand war wieder gesund. Da wurden sie von sinnloser Wut erfüllt und berieten, was sie gegen Jesus unternehmen könnten.

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Leben im Geiste

Heute betrachten wir die Lesung des 15. Sonntags nach Pfingsten gemäß der Leseordnung des Alten Ritus.

Gal 5,25–26.6,1–10

Wenn wir im Geiste leben, lasset uns auch im Geiste wandeln. Lasset uns nicht lüstern sein nach eitler Ehre, sodaß wir einander herausfordern, einander beneiden! Brüder! wenn einmal ein Mensch von irgend einer Sünde übereilt worden ist, so sollt ihr, die ihr geistig gesinnt seid, einen solchen im Geiste der Sanftmut zurechtweisen; auch habe acht auf dich selbst, damit nicht auch du versucht werdest. Traget einer des andern Last, und so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. Denn wenn Jemand etwas zu sein glaubt, da er doch nichts ist, so betrügt er sich selbst. Ein jeder aber prüfe sein eigenes Tun, und so wird er nur in sich selbst Ruhm haben, und nicht in dem andern; denn ein jeder wird seine eigene Last tragen. Wer aber unterwiesen wird im Worte, teile dem, der ihn unterweist, von allem Guten mit. Täuschet euch nicht! Gott läßt seiner nicht spotten. Denn was der Mensch säet, das wird er auch ernten. Wer auf sein Fleisch säet, wird von dem Fleische auch Verderben ernten; wer aber auf den Geist säet, wird von dem Geiste ewiges Leben ernten. Lasset uns also Gutes tun und nicht ermüden; denn zu seiner Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht nachlassen.  Darum, so lange wir Zeit haben, lasset uns Gutes tun an allen, besonders aber an den Glaubensgenossen.

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Nicht über das hinaus, was in der Schrift steht

1 Kor 4, 6b-15

Brüder, ich habe das auf mich und Apollos bezogen, und zwar euretwegen, damit ihr an uns lernt, daß der Grundsatz gilt: «Nicht über das hinaus, was in der Schrift steht», daß also keiner zugunsten des einen und zum Nachteil des andern sich wichtigmachen darf. Denn wer räumt dir einen Vorrang ein? Und was hast du, das du nicht empfangen hättest? Wenn du es aber empfangen hast, warum rühmst du dich, als hättest du es nicht empfangen? Ihr seid schon satt, ihr seid schon reich geworden, ohne uns seid ihr zur Herrschaft gelangt. Wäret ihr doch nur zur Herrschaft gelangt! Dann könnten auch wir mit euch zusammen herrschen. Ich glaube nämlich, Gott hat uns Apostel auf den letzten Platz gestellt, wie Todgeweihte; denn wir sind zum Schauspiel geworden für die Welt, für Engel und Menschen.

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Neue Wege auf bewährten Pfaden

Lk 5,33-39

In jener Zeit sagten die Pharisäer und Schriftgelehrten zu Jesus: Die Jünger des Johannes fasten und beten viel, ebenso die der Pharisäer; deine Jünger aber essen und trinken. Jesus erwiderte ihnen: Könnt ihr denn die Hochzeitsgäste fasten lassen, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam weggenommen sein; dann, in jenen Tagen, werden sie fasten. Er erzählte ihnen aber auch ein Gleichnis: Niemand schneidet ein Stück von einem neuen Gewand ab und setzt es auf ein altes Gewand. Sonst würde ja das neue Gewand zerschnitten und zu dem alten würde das Stück von dem neuen nicht passen. Auch füllt niemand jungen Wein in alte Schläuche. Sonst würde ja der junge Wein die Schläuche zerreißen; er läuft aus und die Schläuche sind unbrauchbar. Sondern: Jungen Wein muß man in neue Schläuche füllen. Und niemand, der alten Wein trinkt, will jungen; denn er sagt: Der alte ist bekömmlich.

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Keiner täusche sich selbst

1 Kor 3,18-21

Brüder! Keiner täusche sich selbst. Wenn einer unter euch meint, er sei weise in dieser Welt, dann werde er töricht, um weise zu werden. Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit vor Gott. In der Schrift steht nämlich: Er fängt die Weisen in ihrer eigenen List. Und an einer anderen Stelle: Der Herr kennt die Gedanken der Weisen; er weiß, sie sind nichtig. Daher soll sich niemand eines Menschen rühmen. Denn alles gehört euch; Paulus, Apollos, Kephas, Welt, Leben, Tod, Gegenwart und Zukunft: alles gehört euch; ihr aber gehört Christus und Christus gehört Gott.

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