Die ganze Fülle Gottes

Heute betrachten wir die Lesung des XVI. Sonntags nach Pfingsten gemäß der Leseordnung des Alten Ritus.

Eph 3,13-21

Brüder! Ich bitte euch, werdet nicht mutlos wegen der Drangsale, die ich für euch erleide; das bedeutet ja für euch Ruhm. Darum beuge ich meine Knie vor dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, von dem jedes Geschlecht im Himmel und auf Erden seinen Namen hat; Er möge euch nach dem Reichtum Seiner Herrlichkeit verleihen, daß ihr durch Seinen Geist dem inneren Menschen nach kraftvoll erstarket; daß Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne und ihr selbst in der Liebe festgewurzelt und gegründet seiet. So möget ihr mit allen Heiligen begreifen die Breite und Länge, die Höhe und Tiefe und auch die Liebe Christi verstehen, die alles Erkennen übersteigt, und so mit der ganzen Fülle Gottes erfüllt werden. Ihm aber, der vermöge der in uns wirkenden Kraft über all das hinaus noch weit mehr zu tun vermag, als wir erflehen und erdenken können, Ihm sei die Ehre in der Kirche und in Christus Jesus durch alle Geschlechter von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Weiterlesen

Der Ursprung des Festes Mariä Namen

Jes 61,9-11 (Lesung am Fest Mariä Namen)

So spricht der Herr: Die Nachkommen meines Volkes werden bei allen Nationen bekannt sein und ihre Kinder in allen Völkern. Jeder, der sie sieht, wird erkennen: Das sind die Nachkommen, die der Herr gesegnet hat. Von Herzen will ich mich freuen über den Herrn. Meine Seele soll jubeln über meinen Gott. Denn er kleidet mich in Gewänder des Heils, er hüllt mich in den Mantel der Gerechtigkeit, wie ein Bräutigam sich festlich schmückt und wie eine Braut ihr Geschmeide anlegt. Denn wie die Erde die Saat wachsen läßt und der Garten die Pflanzen hervorbringt, so bringt Gott, der Herr, Gerechtigkeit hervor und Ruhm vor allen Völkern. Weiterlesen

Die heilige Kaiserin Pulcheria: “Eine zweite Helena” (399 – 453)

Der Herr vermag es, die Seinen zu erwecken und zu großer Heiligkeit zu führen. Das bedeutet jedoch nicht immer, ins Kloster zu gehen oder ihm in einer Einsiedelei zu dienen. Es kann sogar an einem Kaiserhof geschehen, wo Pomp und Wohlleben oft üblich sind. Immer wieder gibt es jedoch herausragende Beispiele von Menschen, die in all dem Luxus, der sie umgeben mag, und trotz der Verführung, die von Macht ausgehen kann, zu leuchtenden Vorbildern für viele werden. Sie haben sich dem Sog eines oft eitlen und leeren höfischen Lebens entzogen und sind stattdessen demütig in den Dienst des Herrn getreten.

Eine solche herausragende Persönlichkeit war die heilige Kaiserin Pulcheria von Ostrom. Der heilige Bischof Cyrill, so wird berichtet, nannte sie “die keuscheste Braut Christi, die Zierde des Erdkreises, den Schmuck der Kirche” und die Väter des Konzils von Chalcedon bezeichneten sie als “die Wächterin des Glaubens, die Stifterin des Friedens, die Bekämpferin der Ketzer, die neue Helena”.

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Der Heilige Petrus Claver: “Der Apostel der afrikanischen Sklaven”  

Wenn man erfahren will, zu welch heroischen Werken ein Mensch durch die Gnade Gottes geführt werden kann, dann gilt es, sich in die Leben der Heiligen zu vertiefen. Immer wird man darauf stoßen, daß die Liebe Gottes sie fähig gemacht hat, in einer Weise zu lieben, die unser menschliches Denken und Empfinden weit übersteigt. Man begegnet einem Feuer der Gottes- und Nächstenliebe, welches noch bis heute aufleuchtet und im Gedächtnis der Kirche gegenwärtig bleibt. Menschen, die in ihrem Streben nach Heiligkeit so geleuchtet haben wie der Heilige, an den wir heute denken, sind immer bereit, uns zu helfen, unseren Weg der Nachfolge Jesu so gut wie möglich zurückzulegen. Ihr Feuer und ihre Opferbereitschaft mögen uns auch manchmal beschämen, an unser Herz anklopfen und uns anfragen, ob wir dem Geist des Herrn genügend folgen, um selbst Zeugen seiner überragenden Liebe zu werden, in der Weise, wie Gott es uns anvertraut.

Der Heilige Petrus Claver, im Jahre 1581 in Verdú in Katalonien als Sohn hochadeliger und frommer Eltern geboren, war sehr begabt, studierte mit glänzender Auszeichnung bei den Jesuiten in Barcelona und wurde 1602 in ihren Orden aufgenommen. Mit Bewilligung seiner Oberen reiste er 1610 als Missionar nach Amerika und landete in Cartagena, einer Stadt in Kolumbien mit damals über 200.000 Einwohnern. Hierher hatte ihn die göttliche Vorsehung geführt, um ein Schutzengel für die afrikanischen Sklaven zu werden, die mit Schiffen an diesen Ort gebracht wurden, um sie zu verkaufen.

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Fest Mariä Geburt: “Erwählt von Gott”

Mt 1,18-23

Mit der Geburt Jesu Christi war es so: Maria, seine Mutter, war mit Josef verlobt; noch bevor sie zusammengekommen waren, zeigte sich, daß sie ein Kind erwartete – durch das Wirken des Heiligen Geistes. Josef, ihr Mann, der gerecht war und sie nicht bloßstellen wollte, beschloß, sich in aller Stille von ihr zu trennen. Während er noch darüber nachdachte, erschien ihm ein Engel des Herrn im Traum und sagte: Josef, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen; denn das Kind, das sie erwartet, ist vom Heiligen Geist. Sie wird einen Sohn gebären; ihm sollst du den Namen Jesus geben; denn er wird sein Volk von seinen Sünden erlösen. Dies alles ist geschehen, damit sich erfüllte, was der Herr durch den Propheten gesagt hat: Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, einen Sohn wird sie gebären, und man wird ihm den Namen Immanuel geben, das heißt übersetzt: Gott ist mit uns. Weiterlesen

Die Heilung eines Mannes am Sabbat

Lk 6, 6-11

An einem Sabbat ging Jesus in die Synagoge und lehrte. Dort saß ein Mann, dessen rechte Hand verdorrt war. Die Schriftgelehrten und die Pharisäer gaben acht, ob er am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn. Er aber wußte, was sie im Sinn hatten, und sagte zu dem Mann mit der verdorrten Hand: Steh auf und stell dich in die Mitte! Der Mann stand auf und trat vor. Dann sagte Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Was ist am Sabbat erlaubt: Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder es zugrunde gehen zu lassen? Und er sah sie alle der Reihe nach an und sagte dann zu dem Mann: Streck deine Hand aus! Er tat es, und seine Hand war wieder gesund. Da wurden sie von sinnloser Wut erfüllt und berieten, was sie gegen Jesus unternehmen könnten.

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