Dem Bösen widerstehen

Lk 4,31-37

In jener Zeit ging Jesus hinab nach Kafarnaum, einer Stadt in Galiläa, und lehrte die Menschen am Sabbat. Sie waren sehr betroffen von seiner Lehre, denn er redete mit (göttlicher) Vollmacht. In der Synagoge saß ein Mann, der von einem Dämon, einem unreinen Geist, besessen war. Der begann laut zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazareth? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes! Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlaß ihn! Der Dämon warf den Mann mitten in der Synagoge zu Boden und verließ ihn, ohne ihn jedoch zu verletzen. Da waren alle erstaunt und erschrocken und einer fragte den andern: Was ist das für ein Wort? Mit Vollmacht und Kraft befiehlt er den unreinen Geistern, und sie fliehen. Und sein Ruf verbreitete sich in der ganzen Gegend!

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DIE GNADE DER RÜCKKEHR

“Weggehen von Dir heißt STERBEN.

Zurückkehren zu Dir heißt AUFERSTEHEN.

Wohnen bei Dir heißt LEBEN.” (Heiliger Augustinus)

Unser geistliches Leben stirbt, wenn wir den Weg mit Gott verlassen und uns wieder den Versprechungen dieser Welt zuwenden. Das Leben der Gnade, das uns zuvor immer getragen hat, beginnt in unserer Seele zu erlöschen. Die unmittelbare, zärtliche und selbstverständliche Nähe Gottes, die allem Leben erst den rechten Sinn verleiht, schwindet.

Das gilt bis zu einem gewissen Grad auch dann, wenn wir eine von unserem Vater geschenkte Berufung vernachlässigen und dann verlieren. Der gnadenhafte Aufschwung, den wir mit dem Ruf unseres himmlischen Vaters erhalten haben, wird schwächer und selbst wenn wir in unserem weiteren Leben den Geboten treu bleiben, läßt das etwas Unerfülltes in der Seele zurück.

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Der Herr in Nazareth

Lk 4,16-30

In jener Zeit kam Jesus auch nach Nazareth, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. Als er aufstand, um aus der Schrift vorzulesen, reichte man ihm das Buch des Propheten Jesaja. Er schlug das Buch auf und fand die Stelle, wo es heißt: Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt.            Weiterlesen

WENN DU MICH ANBLICKST

“Verborgen bleibt mir mein Dasein, bis Du mich anblickst, Gott, und meine Finsternis so hell wird wie der Mittag.” (Heiliger Augustinus)

Erst im Blick des Vaters auf uns erfassen wir unsere wahre Bestimmung als Menschen. Es ist so, wie es der Heilige Augustinus beschreibt.

Solange wir diesen Blick noch nicht kennen, suchen wir häufig auf verschiedensten Wegen nach unserer Identität und setzen mehr ein Bild von uns zusammen, als daß es sich organisch nach dem Willen Gottes entfalten würde.

Wer sind wir? Was sind wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir?

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Gottesliebe und Sorglosigkeit

Mt 6,24-34

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon. Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben und darum, daß ihr etwas zu essen habt, noch um euren Leib und darum, daß ihr etwas anzuziehen habt. Ist nicht das Leben wichtiger als die Nahrung und der Leib wichtiger als die Kleidung? Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern? Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien, die auf dem Feld wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht. Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen.

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DER FINSTERNIS DIE BEUTE ENTREISSEN

“Nun, da ich euch dieses Licht schenke, sollt ihr im Licht bleiben und das Licht zu allen tragen. Dies wird ein sehr wirksames Mittel sein, viele Bekehrungen zu erlangen und auch, wenn möglich, die Pforte zur Hölle zu verschließen.” (Aus der Botschaft von Gottvater an M. Eugenia Ravasio).

Das Licht, von dem unser Vater spricht, ist die Offenbarung an Madre Eugenia. Deshalb sei es allen ans Herz gelegt, immer wieder in diesem Büchlein zu lesen, das einen tiefen Einfluß auf unser Herz zu nehmen weiß, wenn wir die Worte unseres Vaters einlassen.

In den vorhergehenden Betrachtungen haben wir gehört, daß sich der Herr auf diesem Weg mitteilen möchte, um uns seine Liebe zu uns noch tiefer verstehen zu lassen. Sie ist das Licht, in dem wir wandeln sollen. Wenn wir der Einladung Gottes folgen und in einem innigen, vertrauten Verhältnis mit ihm leben – also Tag für Tag im Licht unseres Vaters bleiben –, dann verspricht unser Vater, daß es möglich ist, viele Bekehrungen zu erlangen.

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Das Martyrium des heiligen Johannes des Täufers

Unter unseren derzeitigen Missionsumständen wiederholen wir manchmal auch Betrachtungen, die noch nicht lange zurückliegen. Die heutige Ansprache vom Jahr 2025 zum Martyrium des Täufers ist es wert, noch einmal gehört zu werden!

Jer 1,17-19

In den Tagen Joschijas, des Königs von Juda, erging das Wort des Herrn an mich: Du aber gürte dich, tritt vor sie hin und verkünde ihnen alles, was ich dir auftrage. Erschrick nicht vor ihnen, sonst setze ich dich vor ihren Augen in Schrecken. Ich selbst mache dich heute zur befestigten Stadt, zur eisernen Säule und zur ehernen Mauer gegen das ganze Land, gegen die Könige, Beamten und Priester von Juda und gegen die Bürger des Landes. Mögen sie dich bekämpfen, sie werden dich nicht bezwingen; denn ich bin mit dir, um dich zu retten – Spruch des Herrn.

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