In der so reichen Zeit zwischen der Auferstehung des Herrn, seiner Himmelfahrt und der Herabkunft des Heiligen Geistes wollen wir uns vermehrt dem Thema »Kirche« zuwenden. Sicherlich hat der Herr seine Jünger noch intensiver darauf vorbereitet, was auf sie zukommen würde, und sie in seine Pläne eingeweiht, soweit sie es begreifen konnten, und entsprechende Weichen gestellt. Eine dieser wesentlichen Weichen wird durch den folgenden Text verdeutlicht.
“Als sie gegessen hatten, sagte Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, daß ich Dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Lämmer! Zum zweiten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, daß ich Dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe! Zum dritten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Da wurde Petrus traurig, weil Jesus ihn zum dritten Mal gefragt hatte: Hast du mich lieb? Er gab ihm zu Antwort: Herr, Du weißt alles; Du weißt, daß ich Dich liebhabe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe! Amen, amen, das sage ich dir: Als du noch jung warst, hast du dich selbst gegürtet und konntest gehen, wohin du wolltest. Wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken und ein anderer wird dich gürten und dich führen, wohin du nicht willst. Das sagte Jesus, um anzudeuten, durch welchen Tod er Gott verherrlichen würde. Nach diesen Worten sagte er zu ihm: Folge mir nach!” (Joh 21,15–19)
