Sünde, Gerechtigkeit und Gericht

Joh 16,5-11

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Jetzt aber gehe ich zu dem, der mich gesandt hat, und keiner von euch fragt mich: Wohin gehst du? Vielmehr ist euer Herz von Trauer erfüllt, weil ich euch das gesagt habe. Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, daß ich fortgehe. Denn wenn ich nicht fortgehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; gehe ich aber, so werde ich ihn zu euch senden. Und wenn er kommt, wird er die Welt überführen und aufdecken, was Sünde, Gerechtigkeit und Gericht ist; Sünde: daß sie nicht an mich glauben; Gerechtigkeit: daß ich zum Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht; Gericht: daß der Herrscher dieser Welt gerichtet ist.

Wieder ist es ein Wort des Herrn, das die Jünger erst verstehen lernen müssen. Ihr Herz ist von Trauer erfüllt, und keiner wagt es, den Herrn zu fragen, wohin er denn gehen will. Vielleicht fürchten sie, eine Antwort zu bekommen, die ihren Schmerz und ihre Trauer noch vergrößern könnte.

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ZUHAUSE IN DER GÖTTLICHEN FAMILIE  

Ich will, daß du bei mir zu Hause bist wie in einer Familie, die dich sehr liebt und in der du immer bejaht bist. (Inneres Wort)

Wenn die Menschen das wüßten, könnte sich in ihrem Leben viel verwandeln. Selbst wenn man die Gnade hatte, in einer guten Familie aufzuwachsen, sprengt dies noch einmal den Blick auf und man wird sagen können: „Wenn ich schon das Glück hatte, in einer guten Familie aufzuwachsen, wie gut muß dann erst die himmlische Familie sein, von der ja alles Gute kommt, das mir begegnet ist.“ Mit einer solchen Einsicht kann man sogar einem Ruf folgen und die geliebte natürliche Familie verlassen, wenn der König nach der Schönheit des Menschen ruft (vgl. Ps 45,12).

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