Komm, wir gehen für unser Volk!

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Lesung am Gedenktag der Heiligen Teresia Benedicta vom Kreuz (Edith Stein)

Auszüge aus dem 4. Kapitel, Vers 17 des Buches Ester

Die Königin Ester wurde von Todesangst ergriffen und suchte Zuflucht beim Herrn. Sie legte ihre prächtigen Gewänder ab und zog die Kleider der Notzeit und Trauer an. Statt der kostbaren Salben tat sie Asche und Staub auf ihr Haupt, vernachlässigte ihren Körper, und wo sie sonst ihren prunkvollen Schmuck trug, hingen jetzt ihre Haare in Strähnen herab. Weiterlesen

Wahre Freiheit

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Mt 17,22-27

In jener Zeit, als Jesus und seine Jünger in Galiläa zusammen waren, sagte Jesus zu ihnen: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert werden, und sie werden ihn töten; aber am dritten Tag wird er auferstehen. Da wurden sie sehr traurig. Als Jesus und die Jünger nach Kafarnaum kamen, gingen die Männer, die die Tempelsteuer einzogen, zu Petrus und fragten: Zahlt euer Meister die Doppeldrachme nicht? Er antwortete: Doch! Weiterlesen

An der Schwelle im Haus Gottes stehen

    

Auszüge aus Psalm 84 (dieser Psalm ist der heutige Antwortpsalm, allerdings vom Lesejahr I)

 

Meine Seele verzehrt sich in Sehnsucht

nach dem Tempel des Herrn.

Mein Herz und mein Leib jauchzen ihm zu,

ihm, dem lebendigen Gott.

 

Auch der Sperling findet ein Haus

und die Schwalbe ein Nest für ihre Jungen –

deine Altäre, Herr der Heerscharen

mein Gott und mein König.

 

Wohl denen, die wohnen in deinem Haus,

die dich allezeit loben.

Wohl den Menschen, die Kraft finden in dir;

sie schreiten dahin mit wachsender Kraft.

 

Denn ein einziger Tag in den Vorhöfen deines Heiligtums

ist besser als tausend andere.

Lieber an der Schwelle stehen im Haus meines Gottes

als wohnen in den Zelten der Frevler.

 

Die große Liebe ist im Psalmisten erwacht! Seine Seele “ist krank vor Liebe” (Hld 2,5), weil sie nicht in der ganzen Vereinigung mit Gott leben kann. Sie verzehrt sich vor Sehnsucht, denn alles in ihr streckt sich nach Gott aus. Gleichzeitig jauchzt die Seele Gott zu: Ihm, der ihr begegnet ist und sie mit seiner Liebe betört hat.

Es ist etwas sehr Süßes und ein unendliches Glück, diese Liebe zu erleben. Niemand sonst vermag die Seele zu erfüllen und alles in ihr zur Vollendung bringen, als Gott allein. Um dieser Liebe willen kann man alles zurücklassen (vgl. Mk 10,21). Die Geschöpfe, so schön und heilbringend sie auch sein mögen, sie alle sind nur Zeugen, Zeugen dessen, der die Liebe selbst ist (1 Joh 4,16). Der Heilige Augustinus beschreibt seine Suche nach Gott folgendermaßen:  “Ich fragte Himmel, Sonne, Mond und Sterne und sie antworteten: Auch wir sind nicht Gott, den du suchest. Da sprach ich zu allen, welche umgeben die Pforten meines Fleisches: Ihr sagt mir nur von meinem Gott, daß ihr es nicht seid, sagt mir doch etwas über ihn. Und sie riefen mit erhobener Stimme: Er hat uns gemacht.” (Bekenntnisse, 10,6)

Die zur Gottesliebe erwachte Seele möchte allezeit bei ihrem Geliebten sein. Sie kann sich nicht vorstellen, auch nur einen einzigen Tag getrennt von ihm zu leben. Lieber möchte sie den letzten Platz im Tempel Gottes einnehmen, als bei den Frevlern zu wohnen. Jeder Moment bei Gott ist ihr unendlich viel wert: “ein einziger Tag in den Vorhöfen deines Heiligtums ist besser als tausend andere.”

Dies ist die Sprache der Liebe, die alle Hindernisse überwinden will, um bei dem Geliebten zu sein.

Und wie wahr sind diese Worte auch für uns Christen!

Ist es nicht unvergleichlich besser, auch nur in weitester Entfernung von Jesus zu stehen und ihn zu grüßen, als die Seele vom unsinnigen Taumel dieser Welt verwirren zu lassen? Ist es nicht besser, an der Pforte zum Himmelstor den einfachsten Dienst zu tun, als in einer frevelhaften Welt etwas zu gelten und am Ende an den Ort verwiesen zu werden, an dem “Heulen und Zähneknirschen” (z.B. Mt 25,30) sein wird?

Vielleicht spüren wir im Herzen nicht einen so hohen Aufschwung wie der Psalmist und könnten die Worte nicht mit derselben Glut aussprechen. Doch sollten wir uns davon nicht eintrüben lassen. Wir können ja den Herrn bitten, daß er uns zu einer solchen Liebe erweckt, Ihm nichts mehr vorzuziehen und wirklich für Ihn zu brennen, damit diese Glut unser ganzes Leben erfaßt.

Auch wenn wir uns nicht besonders von der Liebe entzündet sehen, können wir dem Herrn auf verschiedene Weise unsere Liebe erweisen. Der erste und größte Erweis unserer Liebe ist das treue Einhalten seiner Gebote: “Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt” (Joh 14,21), sagt uns Jesus.

Wir zeigen ihm unsere Liebe auf vielen verschiedenen Wegen: in der treuen und aufopferungsvollen Bereitschaft, unsere Standespflichten zu erfüllen, im Dienst am Nächsten, in der Treue und im Ausharren: “Du hast mein Gebot bewahrt, standhaft zu bleiben; daher werde auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die über die ganze Erde kommen soll, um die Bewohner der Erde auf die Probe zu stellen.” (Apk 3,10).

Auch wenn wir uns innerlich kalt und distanziert fühlen, sollten wir nicht verzweifeln und denken, wir seien nicht fähig zu lieben. Halten wir dem Herrn unser kaltes Herz hin und sagen unserem Vater, daß wir ihn lieben und als seine Kinder leben möchten. Gott wird dann auf unsere Absicht schauen und unsere Bemühung schon als Akt der Liebe betrachten.

 Liebe Zuhörer meiner täglichen Ansprachen. Ab morgen werden wir neun Meditationen zu Gott Vater senden. Diese Novene ist im letzten Jahr entstanden, und wir haben sie auch in Form von Videos auf YouTube gestellt. Vielleicht vermögen diese Betrachtungen dazu dienen, noch mehr in der Liebe Gottes zu erwachen. Das betrifft nicht nur unsere Liebe zu ihm, sondern noch mehr Seine Liebe zu uns (vgl. Joh 15,16), von der wir uns immer tiefer erfassen und entzünden lassen können, wie uns das heute der Psalmist bezeugt.

Gott ist der Schatz im Acker

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Mt 13,44-46

In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war. Ein Mann entdeckte ihn, grub ihn aber wieder ein. Und in seiner Freude verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte den Acker. Auch ist es mit dem Himmelreich wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte. Als er eine besonders wertvolle Perle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte sie! Weiterlesen

Dienen ist der Schlüssel zur wahren Größe – Fest des Heiligen Apostels Jakobus

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Mt 20,20-28

In jener Zeit kam die Frau des Zebedäus mit ihren Söhnen zu Jesus und fiel vor ihm nieder, weil sie ihn um etwas bitten wollte. Er fragte sie: Was willst du? Sie antwortete: Versprich, daß meine beiden Söhne in deinem Reich rechts und links neben dir sitzen dürfen. Jesus erwiderte: Ihr wißt nicht, um was ihr bittet! Weiterlesen