“Alles, was zu meiner Verherrlichung getan wird: Gebete, Fasten, Wachen und andere Werke geistiger Zucht, sehe ich mit gütigen Augen an. Aber dennoch – auch wenn es Kleingläubigen nicht so scheint – bin ich mit größerer Zuneigung bei meinen Auserwählten, die in ihrer menschlichen Schwäche und Gebrechlichkeit vertrauensvoll zu meiner Barmherzigkeit Zuflucht suchen.” (Worte des Herrn zur heiligen Gertrud von Helfta)
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Tag 5 – Die Freude
Geliebter Heiliger Geist, eine der wunderbarsten Gaben, die Du als Frucht in uns wachsen lassen kannst, ist die Freude. Jene Freude, die – der Liebe gleich – alles leichter macht und die Erdenschwere, die so oft auf uns lastet, überwindet; eine Freude, die geistlich ansteckend ist und, wenn der andere Mensch nicht verschlossen ist, ihm einen Lichtstrahl und etwas Trost schenken kann!
Dein Freund, der Heilige Paulus, sagt uns sogar:
“Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch!” (Phil 4,4).
Die Freude ist also nicht nur eine Reaktion auf den Empfang angenehmer irdischer Güter oder besonders schöner Lebensumstände, die unser Herz erhellen, sondern Paulus spricht von der Freude als einem immerwährenden Zustand, von einer Grundstimmung des Herzens, die auch dann andauert, wenn die Umstände schwierig werden und unsere Seele eigentlich betrübt sein müßte.
