DIE BITTE UM DEN HEILIGEN GEIST

“Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gebt, was gut ist, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten.” (Lk 11,13)

Mit diesem Wort will uns Jesus die Selbstverständlichkeit vor Augen führen, mit der unsere Bitten um den Heiligen Geist bei Gott Erhörung finden. Und er wählt einen guten Vergleich: Selbst wir Menschen, die wir zum Bösen neigen, entziehen uns nicht den Bitten unserer Kinder, wenn sie um etwas Gutes bitten.

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Tag 9: Pfingsten – das große Ereignis

Jetzt bist Du gekommen, geliebter Heiliger Geist. Diesmal kamst Du im Sturm, in einem Brausen (vgl. Apg 2,2), nicht wie damals, bei Deinem Freund Elija (vgl. 1 Kön 19,11-13). Da war es mehr im Verborgenen, wie Du zumeist in den Seelen der Menschen wirkst, die Dich einlassen. Doch heute war es anders, wie uns die Heilige Schrift erinnert. Wie wunderbar und überzeugend war Dein Wirken! Die Apostel redeten und verkündeten in ihrer eigenen Sprache, aber alle anderen verstanden sie in ihrer jeweiligen Sprache.

“Als sich das Getöse erhob, strömte die Menge zusammen und war ganz bestürzt; denn jeder hörte sie in seiner Sprache reden. Sie waren fassungslos vor Staunen und sagten: Seht! Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören: Parther, Meder und Elamiter, Bewohner von Mesopotamien, Judäa und Kappadokien, von Pontus und der Provinz Asien, von Phrygien und Pamphylien, von Ägypten und dem Gebiet Libyens nach Kyrene hin, auch die Römer, die sich hier aufhalten, Juden und Proselyten, Kreter und Araber – wir hören sie in unseren Sprachen Gottes große Taten verkünden.” (Apg 2,6-11)

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ALLES KANNST DU TUN  

“Alles kannst du tun, wenn du im Gebet mit deinem Vater vereint bist!”  (Inneres Wort)

Welch wunderbare Einladung! Sie erinnert uns an die Worte des heiligen Paulus, daß wir allezeit beten sollen:

“Hört nicht auf, zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im Geist” (Eph 6,18).

Immer wieder macht uns die Heilige Schrift auf das ausdauernde Gebet aufmerksam, und auch die Heiligen und geistlichen Lehrer werden nicht müde, von der Wichtigkeit des Gebets zu sprechen.

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Tag 8 – Licht in der Finsternis    

Komm, Heiliger Geist, erleuchte uns, denn Du bist das Licht, das unsere Finsternis hell macht. Nimm weg von uns all unsere geistige Blindheit, damit wir Dich besser erkennen und in Deinem Licht die Wirklichkeit wahrnehmen! Es ist ja ein großer Unterschied, ob wir Dich am Werk erkennen oder nur die natürliche Wirklichkeit sehen.

Weißt Du, Heiliger Geist, eigentlich verstehen wir doch recht wenig!

Das Leben setzt sich für uns aus vielen verschiedenen Eindrücken zusammen, und wir versuchen, daraus ein zusammenhängendes Bild zu machen. Manchmal bemerken wir eine innere Linie, und im Glauben wissen wir auch, daß eine solche existiert. Doch verlieren wir diese Linie leicht während des Tages, wenn wir in verschiedene Tätigkeiten eingebunden sind und von ihnen allzusehr eingenommen sind.

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WIRF ALL DEINE KETTEN AB!

“Wirf all deine Ketten ab – sie sind schon lange gelöst – und gehe in mir voran.”  (Inneres Wort)

Was hindert uns daran, auf dem Weg der Nachfolge des Herrn voranzugehen? Oft wirkt es so, als würden uns noch unsichtbare Ketten binden. Vielleicht sind es Dinge, die wir schon längst zu Gott getragen haben, die aber immer noch nachwirken und uns hemmen wollen. Vielleicht sind es auch nur irrige Gedanken und Befürchtungen, die unseren Weg beschweren.

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Tag 7 – Der wahre Friede    

Geliebter Heiliger Geist, eine Deiner wunderbaren Gaben ist der Friede.

Es ist ein Friede, den die Welt nicht geben (vgl. Joh 14,27), aber auch nicht nehmen kann.

Das weist noch auf einen anderen Frieden hin als den, den wir gewöhnlich kennen – nämlich auf einen Frieden, der bleibt.

Wie sehr spricht die Welt vom Frieden – aber er will nicht so recht gelingen.

Immer ist irgendwo Krieg, und der erreichte Friede ist oft brüchig.

Aber: Wo soll denn der Friede auch herkommen?

Bei allem guten Willen erreicht man nicht jene Dimension des Friedens, von der Jesus spricht.

Friede ist nicht nur die Abwesenheit des konkreten Krieges, so wichtig diese auch ist. Friede ist mehr: Es ist die Übereinstimmung des Lebens mit der Wahrheit des Seins und bekommt von dort seine schöpferische Kraft.

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GOTTES BEDÜRFNIS, UNS ZU LIEBEN

“Meine Liebe als Vater und Schöpfer läßt mich dieses Bedürfnis spüren, den Menschen zu lieben.” (Aus der Botschaft von Gottvater an M. Eugenia Ravasio)

Wenn wir uns fragen, was denn genauer der Beweggrund Gottes ist, daß er uns Menschen so sehr liebt, bekommen wir mit diesem Satz aus dem Vaterbüchlein eine erste wunderbare Antwort. Da Gottes in seiner Vollkommenheit nicht auf unsere Liebe angewiesen ist, entspringt diese Liebe allein seinem Vater- und Schöpfersein. Sie ist unserem Vater, wie er es selbst sagt, ein Bedürfnis. Wenn Gott uns also anschaut, dann will er uns immer lieben, sich uns mitteilen, uns verstehen lassen, daß er uns zugeneigt ist.

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