Jesus vergibt die Sünden 

Mt 9,1-8

In jener Zeit stieg Jesus in das Boot, fuhr über den See und kam in seine Stadt. Da brachte man auf einer Tragbahre einen Gelähmten zu ihm. Als Jesus ihren Glauben sah, sagte er zu dem Gelähmten: Hab Vertrauen, mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben! Da dachten einige Schriftgelehrte: Er lästert Gott. Jesus wußte, was sie dachten, und sagte: Warum habt ihr so böse Gedanken im Herzen? Was ist leichter, zu sagen: Deine Sünden sind dir vergeben!, oder zu sagen: Steh auf und geh umher? Ihr sollt aber erkennen, daß der Menschensohn die Vollmacht hat, hier auf der Erde Sünden zu vergeben. Darauf sagte er zu dem Gelähmten: Steh auf, nimm deine Tragbahre, und geh nach Hause. Und der Mann stand auf und ging heim. Als die Leute das sahen, erschraken sie und priesen Gott, der den Menschen solche Vollmacht gegeben hat.

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MIT GEDULD ERTRAGEN

 

“Was der Mensch an sich oder anderen nicht bessern kann, das muß er mit Geduld ertragen, bis Gott es anders macht.” (Thomas von Kempen)

Die Mühe, sich zu bessern – oder auch anderen in geeigneter Weise dabei zu helfen –, ist keinesfalls umsonst, denn sie ist ein Akt der Liebe. Hinzu kommt, daß jede Besserung für alle hilfreich ist. Leicht stößt man dabei aber an seine Grenzen! Gewiß kann man es immer wieder neu versuchen und sollte nicht etwa resigniert aufgeben. Letzteres wäre eine verkehrte Haltung, die nicht auf Gott, sondern auf die eigenen Empfindungen ausgerichtet ist.

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