DER NOTWENDIGE WEG IN DIE WÜSTE

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Dieses Schreiben ergänzt an manchen Punkten die bereits von mir veröffentlichten Texte dieses Themenbereichs. Sie sind auf meiner Website nachzulesen[1]. Aufgrund der aus meiner Sicht vorhandenen schwerwiegenden Notsituation der Kirche ist es unvermeidlich, diese Thematik immer wieder zur Sprache zu bringen. All dies ist verbunden mit der Bitte an den Herrn der Kirche, die Gläubigen den rechten Weg zu führen.

An wen richtet sich dieses Schreiben?

Es richtet sich vor allem an Katholiken, die ihrem überlieferten Glauben treu bleiben wollen. Es mag all jene erreichen, die bereits wahrnehmen, daß in der gegenwärtigen Hierarchie der Kirche viele Dinge durcheinandergeraten sind, und davon Abstand nehmen wollen oder bereits genommen haben. Sie befinden sich in einer sehr schwierigen Situation. Besonders betrifft das die Priester und Ordensleute, die ein Gehorsamsversprechen abgelegt haben und nun damit konfrontiert sind, daß ihre Vorgesetzten in der Kirche einen Kurs unterstützen, den sie mit ihrem katholischen Glauben nicht mehr in Einklang bringen können.

Aber auch die einfachen Gläubigen stehen vor einem ähnlichen Dilemma. Einerseits gehört der Gehorsam gegenüber dem Papst und den mit ihm verbundenen Bischöfen zu einem vitalen katholischen Leben, andererseits kann man nur jemandem folgen, der nicht vom Weg des Herrn und seiner Kirche abweicht. Wenn jedoch schwerwiegende konkrete Verirrungen erkennbar sind und keine Korrektur erfolgt, dann entsteht eine leidvolle objektive Notsituation!

Neben anderen Gläubigen habe auch ich viel über den derzeit so beklagenswerten Zustand der Kirche geschrieben und gesprochen. Dies gilt insbesondere, seit Franziskus und in der Folge Leo XIV. das Amt des Papstes übernommen haben.

Auf dem Blog meiner Website spreche ich dieses Thema an[2] und verweise besonders auf die fünf Wunden der Kirche [3], die ich eigens dargelegt habe. Allerdings ist zu sagen, daß mit Fiducia supplicans [4] noch eine sehr schwerwiegende Wunde der Abirrung vom Weg der Kirche hinzugekommen ist. Da ich die Themen auf meiner Website recht ausführlich behandelt habe, spreche ich sie in diesem Text nur kurz an.

Falsche Hoffnungen in das neue Pontifikat nach Franziskus

Manche Gläubige aus den mehr traditionalistischen Kreisen der Kirche hatten gehofft, daß mit Leo XIV. eine Wende zum authentischen katholischen Glauben geschehen könnte. Das waren allerdings Illusionen und falsche Hoffnungen, denn Leo hat von Anfang an klargemacht, daß er den Weg seines Vorgängers weitergehen würde[5]. So ist es auch geschehen.

Wenn man dies nicht wahrnimmt, entsprechende Schlüsse zieht und an falschen Hoffnungen festhält, wird man die weiteren Abweichungen vom Weg der Kirche immer wieder relativieren. Man tröstet sich und vielleicht auch andere Gläubige, daß es unter Leo XIV. besser werden wird, und zieht einzelne Beispiele und Aussagen heran, die eine Besserung versprechen.

Dann ist man bereits in eine gewisse Täuschung eingetreten und zieht keine Konsequenzen. Ohne es zu wollen und zu realisieren, wird man so zum Unterstützer des neuen Pontifikats, das sich jedoch in Wahrheit anschickt, das Leben der Kirche noch mehr zu vergiften. Die Irrtümer des vorherigen Pontifikats werden quasi institutionalisiert und damit wird ein Prozeß in Gang gesetzt, uns an sie zu gewöhnen.

Doch wie konnte es zu diesem Zustand in der katholischen Kirche kommen, daß von jenen, die gerufen sind, das Schiff der Kirche in sichere Gewässer zu lenken und die Herde vor den Wölfen zu schützen, inzwischen eine große Gefahr für den überlieferten katholischen Glauben ausgeht? Warum wird diese fundamentale Krise innerhalb der Kirche kaum angesprochen und wenig, vielleicht sogar gar nicht, wahrgenommen? Warum können jene, die Lehren und Praktiken vertreten, die vom bisherigen Weg der Kirche abweichen, fast ungehindert wirken und werden eher gefördert als auf den rechten Weg zurückgerufen?

Ein anderer Geist – der Einfluß des Modernismus

Wer aufmerksam hinschaut, wird merken, daß ein »anderer Geist« inzwischen in weiten Bereichen der Kirche die Führung übernommen hat. Es ist jener Geist, der bereits durch den Modernismus und andere philosophische Strömungen in der Welt versucht hat, die Herrschaft Gottes immer mehr zurückzudrängen.

Dieser Geist hat auch in der Kirche großen Einfluß genommen! Diese Gefahr wurde von früheren Päpsten, besonders vom heiligen Pius X., deutlich erkannt, und entsprechend hat er vor ihr gewarnt. Dieser Papst wußte sehr genau, wie ein dem überlieferten Glauben fremder Geist, die Herrschaft Gottes zu untergraben sucht und so den wahren Glauben gefährdet. Deshalb ließ er ab dem Jahr 1910 Priester, Bischöfe und Theologieprofessoren den sogenannten Antimodernisteneid ablegen, um die von diesem Geist ausgehende Verderbnis zu verhindern[6]. Diese notwendige Schutzmaßnahme hat sich gewiß für eine Zeit bewährt. Doch der kirchenfremde Geist wurde nicht für immer verbannt, sondern wirkte im Verborgenen weiter.

Im Jahr 1967 schaffte Papst Paul VI. den Antimodernisteneid ab. Dies hat sicherlich dazu beigetragen, daß sich dieser Geist in der Folge immer intensiver ausgebreitet hat und von der Kirchenleitung nicht oder nicht genügend zurückgewiesen wurde. Heute hat er gar die Dominanz in der Kirchenleitung übernommen.

In der modernen Welt neigt man dazu, sich an den eigenen Fähigkeiten zu erfreuen, ohne Gott dankbar zu sein, von dem alle guten Gaben kommen. Wenn aber im Denken und Handeln die Souveränität Gottes in den Hintergrund gerät und das Dasein nicht mehr als Geschenk und Aufgabe angesehen wird, die er uns gegeben hat, dann rückt der Mensch in den Vordergrund. So gewinnt das Humanitäre immer mehr an Bedeutung und der Blick auf das Göttliche verblaßt.  Eine Verschiebung hat stattgefunden und somit wurde bereits einem schwerwiegenden Irrtum Tür und Tor geöffnet. Mag dieser Irrtum zunächst harmlos erscheinen und gar nicht als solcher wahrgenommen werden, so ist er in Wirklichkeit jedoch ein zersetzendes Gift, welches langsam in die Adern der Kirche eindringt. Je länger dies nicht erkannt wird, desto mehr wird dieses Gift wirken.

Die Schwächung der Moral

Ein weiteres Einfallstor für den »anderen Geist« entsteht, wenn die Moral der Kirche nicht mehr uneingeschränkt aufrechterhalten wird. In einer Zeit, in der im Umgang mit der menschlichen Sexualität immer mehr Verwirrung herrscht, wurde im Sog der sogenannten sexuellen Revolution auch die Kirche in Mitleidenschaft gezogen.  Wenn Sünden jedoch relativiert werden und keine ernsthaften Bemühungen unternommen werden, sie zu meiden und zu überwinden, werden sie zur Gewohnheit. Dann aber sind auch in diesem Bereich die Türen für einen dauerhaften Einfluß dämonischer Geister geöffnet.

Es ist zu befürchten, daß die Kirche in diesem Bereich sehr viel Schaden erlitten hat und weiterhin erleidet.

Wenn sich Irrtum und Sünde in der Kirche ausbreiten, hat das verheerende Folgen.  Ihr Zusammenwirken führt zu einer geistlichen Katastrophe!

Wohin führt dies?

Wer dies wahrnimmt und darüber betet, wird feststellen, daß es sich – besonders beim letzten und gegenwärtigen Pontifikat – nicht nur um einzelne Fehler oder um eine unglückliche Aneinanderreihung von Fehlern und Irrtümern handelt, sondern um die Selbstoffenbarung eines kirchenfremden Geistes. Dieser Geist ist bis in die Spitze der Ämter eingezogen, ja bis ins Petrusamt selbst, und hält es weitgehend besetzt!

Die Anpassung an das Denken der Welt und der Einfluß fremder Geistesströmungen führen zu Verirrungen in der Lehre und Praxis. Leider muß man davon ausgehen, daß weiterhin sündige Lebensweisen im Verborgenen im Schoß der Kirche existieren, die Schatten verbreiten. All das verdunkelt das übernatürliche Licht der Kirche. Die Unterscheidung der Geister geht verloren.

Eine der verheerenden Folgen ist, daß Jesus Christus – im Gegensatz zu Aussagen der Heiligen Schrift, beispielsweise: “Niemand kommt zum Vater außer durch mich” (Joh 14,6), und entsprechend der bisherigen Lehre der Kirche – immer weniger als der einzige und verbindliche Weg zum Vater verkündet wird.  Mögen sich solche falschen Auffassungen im Gefolge des Zweiten Vatikanischen Konzils stärker gebildet haben, so sind sie unter Franziskus in der Praxis quasi zu einer Art offizieller Lehre und Praxis geworden, die sein Nachfolger Leo unverändert weiterführt. Eines der eklatantesten, eigentlich unfaßbaren Beispiele ist in der Fußnote nachzulesen und macht den Grad der Verwirrung deutlich [7].

Gab es innerhalb der Hierarchie einen Aufschrei bei solchen fatalen Verirrungen? Nur wenige melden sich zu Wort.[8] Offensichtlich ist der Nebel der Täuschung bereits so tief eingezogen, daß die Bischöfe selbst bei derartig offensichtlichen Entgleisungen schweigen. Manche mögen die Abirrungen sogar als Erleuchtungen durch den Heiligen Geist betrachten.

Eine kurze Erinnerung an die Pachamama-Idolatrie im Vatikan, an Fiducia supplicans, an Amoris laetitia, an Traditionis custodes und an das Agieren in der Coronakrise …

Am 4. Oktober 2019 kam es in unserer katholischen Kirche zu einem bisher unvorstellbaren öffentlichen Akt der Idolatrie im Vatikan[9]. Selbst wenn man behauptet –wie geschehen –, daß die vollzogene Verehrung der Pachamama nicht aus idolatrischen, sondern aus kulturellen Gründen geschah, nimmt dies den Skandal nicht hinweg. Für die Geister, die in diesem heidnischen Kult gegenwärtig sind – der Pachamama wurden früher sogar Menschenopfer dargebracht und manche bezeugen, daß es heute im Verborgenen noch vereinzelt praktiziert wird – hat eine solche Begründung keine Bedeutung. Sie werden die Einladung annehmen und weitere Finsternis in der Kirche verbreiten. Eigentlich hätten erfahrene Exorzisten Papst und Hierarchie öffentlich darauf aufmerksam machen müssen, daß es sich hierbei um einen Verstoß gegen das erste Gebot handelt und daß bei Götzenverehrung die Dämonen das Recht bekommen, »das Haus zu besetzen«. Offiziell sind keine Sühneakte von denen, die für diese Akte verantwortlich sind, bekannt. Daher bleiben die verstörenden Elemente eines öffentlichen Aktes gegen das erste Gebot auf verschiedenen Ebenen weiter wirksam.

Nicht anders wird es durch das Dokument Fiducia Supplicans geschehen, welches die Segnung homosexueller Paare gestattet[10]. Auch wenn man durch vielerlei Formulierungen die Sachlage entschärfen und es auf eine einfache Segnung von Menschen reduzieren wollte, ist es eine Täuschung der Betroffenen und der Gläubigen. Der ehemalige Glaubenspräfekt Kardinal Müller bezeichnete diesen Akt als eine Gotteslästerung [11]. Ein verheerendes Dokument!

Ich verweise in diesem Zusammenhang nochmals auf meine Veröffentlichungen über Amoris laetitia[12], ebenfalls ein irreführendes vatikanisches Schreiben, das viele Sakrilegien nach sich ziehen wird.

Auch kann ich nicht über die unheilvolle Verbindung von Kirche und Staat in Bezug auf die Beurteilung und Behandlung der Coronakrise schweigen, die einen Mangel an dem Geist der Unterscheidung aufweist. Eine sowohl moralisch äußerst fragwürdige als auch medizinisch nachweislich schädliche Impfung mit bis heute andauernden Auswirkungen wurde von der Kirche völlig unkritisch promoviert[13].

Es darf auch nicht unerwähnt bleiben, daß die ehrwürdige tridentinische Heilige Messe, welche viele Jahrhunderte zelebriert wurde und die Gläubigen nährte, ins Abseits gedrängt wurde – und mit ihr auch viele Gläubige, welche diesen Ritus lieben[14].

Während ich dies alles niederlege, ist mir bewußt, daß auch andere Gläubige diese Dinge genau und mit großer Kenntnis niedergelegt haben. Solche Schriften sind zu finden, um sich ein noch präziseres Bild machen zu können[15].

Schlußfolgerungen

Offensichtlich hat ein anderer Geist erheblichen Einfluß auf die Kirche genommen, genauer gesagt: Dieser Geist dominiert gar die Leitung der Kirche. Es kann niemand anders als Luzifer sein, der Einfluß auf den menschlichen Geist nimmt und diesen täuscht. Gewiß ist es nicht der Heilige Geist, der irrige Lehren oder eine irrige Praxis hervorbringt, die im Widerspruch zur Lehre der Heiligen Schrift und der authentischen Lehre der Kirche stehen.

Wer das festgestellt hat und vielleicht auch den geistigen Geschmack einer Täuschung durch Luzifer wahrnehmen kann, müßte zu Entscheidungen kommen, denn wer möchte einem solchen Geist dienen!

Wenn man der heutigen Welt nicht mehr das Evangelium in seiner ganzen Tragweite verkünden will, in der Illusion, alle Menschen in die Kirche integrieren zu können, auch wenn sie ihr Leben nicht den Geboten Gottes entsprechend führen wollen, täuscht man sich selbst und andere. Dadurch wird das Bild der Kirche verzerrt, und ihr Auftrag geht an entscheidenden Punkten verloren. Manche sprechen gar von einer »anderen Kirche«, die sich vor unseren Augen bildet, wenn sie beispielsweise an den »synodalen Weg« denken, den die Kirche nach dem Willen der letzten beiden Päpste einschlagen soll.

Wer aber irrige Wege einschlägt, diese nicht korrigiert und gar entscheidende Führungspositionen, wie das Papstamt, einnimmt, wird zu einem falschen Propheten. Er vertritt nicht mehr die Wege des Herrn, und damit erlischt jeder Anspruch auf Gehorsam der Gläubigen.

Es ist nötig, sich klar und eindeutig zu distanzieren und sich nicht in irgendeiner Weise mit diesen Wegen zu verbinden und gar wissentlich oder unwissentlich zum Komplizen zu werden.

Man kann sich die derzeitige geistige Notsituation kaum größer vorstellen! Deshalb bedeutet dies aus meiner Sicht, die Konsequenz zu ziehen.

Aus meiner Sicht besteht die Konsequenz darin, in die »geistige Wüste« zu ziehen!

Was ist die »Kirche in der Wüste«?

Bei der Kirche in der Wüste – man könnte auch von der: »Kirche im Untergrund« oder »Kirche in den Katakomben« sprechen –, handelt es sich nicht etwa um eine neue und andere Kirche, auch nicht um eine besondere Gemeinschaft oder eine Gründung. Nein, es sind Gläubige der katholischen Kirche, der Braut Christi, die sich für eine gewisse Zeit in die Wüste zurückziehen, um die Reichtümer der katholischen Kirche und ihren authentischen Glauben bewahren zu können.

Zu dieser »Kirche in der Wüste« gehören jene, die wahrgenommen haben, daß die derzeitige kirchliche Hierarchie einen apostatischen Weg beschritten hat. Sie erkennen darin eine schwerwiegende Notlage.

Diese kurze Definition mag für dieses Schreiben genügen. Ich möchte noch auf meine beiden Veröffentlichungen vom Juli 2025 verweisen[16], in denen ich genauer erläutere, was dies alles bedeuten kann. Da diesem Thema derzeit nichts Weiteres hinzuzufügen ist, empfehle ich sehr, die vorhandenen Texte zu lesen.

8. November 2026, am Vorabend des Festes der Weihe der Lateranbasilika,

Br. Elija

 

[1]„Die Kirche in der Wüste“:  https://elijamission.net/blog-post/kirche-in-der-wueste/

[2] https://elijamission.net/blog/

[3] Reihe über die „fünf Wunden der Kirche“: https://elijamission.net/wp-content/uploads/2025/03/Die-fuenf-Wunden-der-Kirche-1.pdf

[4] „Fiducia Supplicans: Die Geißelung des Herrn“: https://elijamission.net/blog-post/fiducia-supplicans-die-geisselung-des-herrn/

[5] In seiner Ansprache vor dem Kardinalskollegium am 10. Mai 2025, nur zwei Tage nach seiner Wahl, erklärte Leo XIV: „Ich möchte, dass wir heute gemeinsam unsere volle Zustimmung zu diesem Weg erneuern, den die Weltkirche seit Jahrzehnten in der Folge des Zweiten Vatikanischen Konzils eingeschlagen hat. Papst Franziskus hat dessen Inhalte in dem Apostolischen Schreiben Evangelii gaudium  ausgezeichnet in Erinnerung gerufen und aktualisiert“. https://www.vatican.va/content/leo-xiv/de/speeches/2025/may/documents/20250510-collegio-cardinalizio.html

[6] Mit seinem Motu Proprio „Sacrorum Antistitum“ (1. September 1910) legte Papst Pius X. einige Vorschriften fest, um der Gefahr des Modernismus entgegenzuwirken, darunter insbesondere den „Eid gegen die Irrtümer des Modernismus“: https://www.vatican.va/content/pius-x/la/motu_proprio/documents/hf_p-x_motu-proprio_19100901_sacrorum-antistitum.html

[7] Im September 2024 erklärte Papst Franziskus während eines interreligiösen Treffens mit Jugendlichen an einem katholischen Institut in Singapur:

„Alle Religionen sind ein Weg, um zu Gott zu gelangen. Sie sind ̶ ich mache einen Vergleich ̶ wie verschiedene Sprachen, verschiedene Idiome, um dorthin zu gelangen. Aber Gott ist Gott für alle. Und weil Gott der Gott für alle ist, sind wir alle Kinder Gottes. „Aber mein Gott ist wichtiger als deiner!“ Ist das wahr? Es gibt nur einen Gott, und wir, unsere Religionen sind Sprachen, Wege zu Gott. Einige sind Sikhs, einige Muslime, einige Hindus, einige Christen, aber es sind verschiedene Wege.“

https://www.vatican.va/content/francesco/de/speeches/2024/september/documents/20240913-singapore-giovani.html

[8] Bischof Athanasius Schneider erklärte, dass diese Äußerungen des Papstes der göttlichen Offenbarung und den Grundlagen des katholischen Glaubens widersprechen. Weitere Bischöfe, die ihre Stimme erhoben, waren Charles Chaput, emeritierter Erzbischof von Philadelphia in den Vereinigten Staaten, und Marian Eleganti, ehemaliger Weihbischof von Chur.

[9] Am Vorabend der Amazonas-Synode (2019) fand in den Vatikanischen Gärten in Anwesenheit von Papst Franziskus sowie mehrerer Bischöfe und Kardinäle eine religiöse Zeremonie statt, die teilweise von Schamanen geleitet wurde und bei der eine hölzerne Figur verehrt wurde, die die Pachamama darstellt. In den folgenden Tagen wurden diese Figuren auch im Petersdom vor dem Grab des Heiligen Petrus sowie in der Kirche Santa Maria in Traspontina verehrt.

[10] Am 18. Dezember 2023 veröffentlichte das Dikasterium für die Glaubenslehre die Erklärung „Fiducia Supplicans“, die einen „neuen pastoralen Weg“ aufzeigt: Zwar darf einem Paar, das in einer „irregulären Situation“ lebt (wobei insbesondere homosexuelle Paare gemeint sind), kein liturgischer Segen erteilt werden, doch kann ein pastoraler und spontaner Segen gespendet werden.

[11] „Die Segnung einer Realität, die sich der Schöpfung widersetzt, ist nicht nur unmöglich, sondern stellt Gotteslästerung dar“, erklärte Kardinal Müller in seinen „Hinweisen zur Erklärung „Fiducia Supplicans““.

https://kath.net/news/83375

[12] In Artikel 365 des Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia (2016) heißt es: es ist  „möglich, dass man mitten in einer objektiven Situation der Sünde (…) in der Gnade Gottes leben kann, (…) wenn man dazu die Hilfe der Kirche bekommt.“

In Fußnote 351 wird ausdrücklich erwähnt, dass diese Hilfe „auch die Hilfe der Sakramente sein könnte“, wodurch die Möglichkeit eröffnet wird, dass Personen, die in einer zweiten Verbindung leben, während sie noch durch eine gültige sakramentale Ehe gebunden sind, die Heilige Kommunion empfangen können.

Ich habe dieses Thema in drei aufeinanderfolgenden Veröffentlichungen behandelt:

Teil I: https://elijamission.net/blog-post/amoris-laetitia-eine-gretchenfrage-teil-1/

Teil II: https://elijamission.net/blog-post/amoris-laetitia-eine-gretchenfrage-teil-2/

Teil III: https://elijamission.net/blog-post/amoris-laetitia-eine-gretchenfrage-teil-3/

[13] Die Reaktion der kirchlichen Hierarchie auf die Coronavirus-Krise seit Anfang 2020 bestand darin, die Maßnahmen der Regierungen und internationalen Institutionen ohne jede Hinterfragung zu befolgen und diese mitunter sogar voranzutreiben: von der Schließung der Kirchen bis hin zur aktiven Förderung des Impfstoffs, dessen Gefahren ich in einer „Reflexion über den Covid-19-Impfstoff“ ausführlich beschrieben habe:

https://elijamission.net/wp-content/uploads/2021/03/Impfbroschuere-deutsche.pdf

[14] Mit dem Motu Proprio „Traditionis Custodes“ (16. Juli 2021) hat Papst Franziskus strenge und konkrete Einschränkungen für die Feier der traditionellen Messe verhängt und damit das Versöhnungswerk zunichte gemacht, das Benedikt XVI. durch „Summorum Pontificum“ (2010) erzielt hatte, welches allen Priestern die Feier der Heiligen Messe in der überlieferten Form ermöglichte.

[15] Insbesondere empfehle ich das Nachrichtenportal „Life Site News“ (https://www.lifesitenews.com), welches Artikel verschiedener vertrauenswürdiger Autoren zu Themen veröffentlicht, die sowohl die Lage in der Welt als auch in der Kirche betreffen.

[16] „Ein Leben im Löwenkäfig oder der Weg in die Wüste?“ (Juli 2025): https://elijamission.net/blog-post/ein-leben-im-loewenkaefig-oder-der-gang-in-die-wueste/

„Aktualisierung: Kirche in der Wüste“ (Mai 2026): https://elijamission.net/blog-post/die-kirche-in-der-wueste-ii-aktualisierung-unter-dem-pontifikat-leo-xiv/