ZU EHREN DER HEILIGEN JEANNE D’ARC (VI): »Der König wird in Reims gekrönt«  

Nachdem Orléans von der Belagerung befreit worden war, drängte es Jeanne, ihre nächste Voraussage zu erfüllen und den König nach Reims zur Krönung zu führen. Sie wußte durch ihre Stimmen, daß sie nicht viel Zeit hatte, um ihre Mission zu erfüllen, und es galt, die Gunst der Stunde zu nutzen. Die Engländer waren geschwächt, die französischen Soldaten hingegen ermutigt. Der Graf von Dunois berichtet:

“Nach der Befreiung von Orléans zogen wir gemeinsam – die Jungfrau, ich und andere – zum König, der sich im Schloß von Loches befand, um von ihm neue Truppen zu verlangen zur Rückeroberung der Festungen und Städte an der Loire, besonders von Meung, Beaugency und Jargeau, damit er künftig sicherer und ungestörter operieren könnte bis nach Reims zu seiner Krönung; Jeanne trieb den König, flehentlich und unermüdlich drängend, zur Eile an. Sie warnte ihn, zu zögern. Von diesem Augenblick an handelte der König mit aller erdenklichen Eile und entsandte den Herzog von Alençon, andere Kriegsherren und mich – zusammen mit Jeanne – zur Einnahme jener Städte und Schlösser. Und tatsächlich wurden sie erneut unter die Herrschaft des Königs gebracht – durch Johannas Hilfe, wie ich meine.”

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NICHT RICHTEN!

“Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet! Denn wie ihr richtet, so werdet ihr gerichtet werden.”

(Mt 7,1–2a)

Dieses Wort schließt sich für uns auf, wenn wir an unseren himmlischen Vater denken. Wir brauchen nur wahrzunehmen, wie Gott mit uns umgeht, um zu lernen, wie wir mit anderen Menschen umgehen sollen. In der morgigen Betrachtung, in der Begegnung Jesu mit der Ehebrecherin, wird dies sehr anschaulich.

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