“Ich komme von Gott, meinem Vater, und ich kehre zu ihm zurück, denn ihm allein gehöre ich.” (Aus der Botschaft von Gottvater an M. Eugenia Ravasio)
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Über die Selbsttäuschung (II)
In diesen Tagen reflektieren wir über einen wichtigen geistlichen Bereich, der uns dabei helfen soll, ganz zur Wahrheit zu erwachen, damit unsere Nachfolge Christi frei von Illusionen wird, und wir authentisch in diese Welt hineinwirken können. Es geht nicht nur darum, uns vor Illusionen über uns selbst zu schützen, sondern wir sollten auch gewappnet sein, Täuschungen aller Art leichter zu erkennen und zu überwinden.
Der Psalmist ruft aus: “Wer bemerkt seine eigenen Fehler? Sprich mich frei von Schuld, die mir nicht bewußt ist” (Ps 19,3). Und Jesus weist an mehreren Stellen des Neuen Testaments auf die Verblendung der Pharisäer und Schriftgelehrten hin (vgl. Mt 23,13).
Gott kennt das menschliche Herz, vor ihm ist nichts verborgen.
DIE GROSSEN TÄUSCHUNGEN: “Über die Selbsttäuschung” (I)
Wie schon in den vergangenen Jahren, schiebe ich zwischen die gewohnten Schriftauslegungen immer wieder Themen ein, die für unseren geistlichen Weg wichtig sind. Zunächst soll es um eine Reihe zum Thema Selbsttäuschung gehen. Danach möchte ich das Thema erweitern. Da wir derzeit so viele Täuschungen in der Welt und leider auch in der Kirche erleben, sollten diese miteinbezogen werden.
Für das Thema Selbsttäuschung nehme ich Auszüge eines Textes von Dr. Paulus Sladek OSA. Nach der rechten Gotteserkenntnis ist die Selbsterkenntnis ein wesentlicher Pfeiler für eine authentische Nachfolge Christi. Der Text des Ordensmannes macht uns auf einige wichtige Dinge aufmerksam, die wir für uns selbst nutzen können. Vielleicht wird es uns auch geschenkt, Menschen, die in der Selbsttäuschung leben oder zumindest partiell davon betroffen sind, eine Hilfestellung geben zu können. Dabei muß man sich allerdings bewußt sein, daß dies keine leichte Aufgabe ist, denn dem Aufwachen aus einer Selbsttäuschung steht vieles entgegen.
AUF GOTTES LICHT WARTEN
“ Warte immer, bis dir die Dinge klar sind, und übereile nichts!” (Inneres Wort)
Wie treffen wir Entscheidungen, die nicht vorgegeben sind, sondern das rechte Licht brauchen? Gehen wir mit unserem Vater zu Rate und warten, bis sein Licht uns die Spur zeigt, in die wir eintreten sollen? Sehr leicht drängen uns die Umstände und unser natürliches Verlangen, rasche Entscheidungen zu treffen. Wir wollen wissen, was wir zu tun haben. Oft treibt uns auch eine von außen kommende Dynamik und wir unterliegen ihr, statt sie zu zügeln. Manchmal sehen wir uns auch von anderen Menschen gedrängt. Es fällt uns schwer, den richtigen Zeitpunkt abzuwarten.
Fest der Heimsuchung Mariens (II): “Das Magnificat”
Lk 1,46-55
Meine Seele preist die Größe des Herrn,
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan
und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
über alle, die ihn fürchten.
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind.
Er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
und läßt die Reichen leer ausgehen.
Er nimmt sich seines Knechtes Israel an
und denkt an sein Erbarmen,
das er unsern Vätern verheißen hat,
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.
DIE HERRLICHKEIT GOTTES ÜBERSTRAHLT ALLES
“Wollte ich alle Zeichen Deiner Liebe aufzählen, ich müßte versagen. Denn hätte ich die Zungen aller Menschen und Engel, ich vermöchte doch weder die Güter der Natur, noch der Gnade noch der Glorie beschreiben, die aus Dir fließen.” (Heiliger Bonaventura)
ALLES WIRD IM HERRN GELINGEN!
“Alles kannst du in mir tun, und alles wird gelingen, wenn du nur in mir bleibst und diese Liebe lebst.” (Inneres Wort)
Wir kennen das Wort Jesu: “Ohne mich könnt ihr nichts tun”, das uns zu einer demütigen Selbsterkenntnis führt. Das obige Wort ist eine Weiterführung dieses Wortes Jesu. Es zeigt uns den Weg, wie wir im Vertrauen auf Gott alles tun können. Die Bedingung dafür ist, daß wir in unserem Vater bleiben, in seinem Willen bleiben, den feinen Anregungen seines Geistes folgen und den inneren Austausch mit unserem Vater pflegen.
