KINDLICHE OFFENHEIT

“Laßt die Kinder und hindert sie nicht, zu mir zu kommen, denn Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich.” (Mt 19,14)

Wer kennt sie nicht, die Offenheit eines unverdorbenen Kindes? Wer kann sich ihrem Liebreiz entziehen? Nicht nur die Eltern erfreuen sich daran, sondern alle, deren Herz nicht vollkommen verhärtet ist. Und wie viel mehr erst unser himmlischer Vater! Welch ein Entzücken wird es bei ihm hervorrufen, wenn er ein solches Kind sieht! Es ist ja sein Kind, das er den Menschen anvertraut hat.

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Der Philipperbrief: Einleitung (I)

Nach der Serie über die heilige Jeanne d’Arc, gefolgt von zwei Texten aus unserem Archiv der Schriftauslegungen, möchte ich mich gerne der Betrachtung eines weiteren Briefes aus dem Neuen Testament zuwenden. Es handelt sich um den Brief an die Gemeinde in Philippi. Er stammt vom heiligen Paulus, dem geliebten Apostel, dem wir, was die Ausbreitung des Evangeliums betrifft, so viel zu verdanken haben. Er war ein unermüdlicher Arbeiter im Weinberg seines Herrn und hat sogar mehr gearbeitet als die anderen Apostel, wie er selbst bezeugt (1 Kor 15,10).

Seit meiner Bekehrung hege ich eine große Zuneigung zu diesem heiligen Apostel. Es kommen viele Elemente zusammen, die mich an ihm tief beeindrucken und große Dankbarkeit erwecken. Zunächst ist es seine ungewöhnliche Bekehrung von einem Verfolger Christi zu einem Verkünder der Heilsbotschaft (Apg 9,1–9). Mich bewegt die Art und Weise, wie er sein Leben ganz unter den Gehorsam Christi stellte. Weiterhin ist er durch die Ausdauer, die er bei der Verkündigung des Evangeliums und im Aufbau der Gemeinden zeigt, ein großes Vorbild. Wir wissen aus seinem eigenen Mund, welche schweren Lasten er zu tragen hatte (2 Kor 11,23–27), und sind berührt, wie groß seine Liebe zum Herrn war, all dies zu ertragen und nicht aufzugeben.

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