“Wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es finden.” (Mt 16,25)
Noch einmal, wie es bereits in der gestrigen Betrachtung angeklungen ist, geht es heute um das wahre Leben. Von Gott aus gesehen ist das wahre Leben jenes, das mit ihm vereint ist und sich nach seinem Willen entfaltet. Erst hier schließt sich das Leben in seiner übergeordneten Bedeutung auf, in der auch alle natürlichen Verpflichtungen ihren gottgewiesenen Platz einnehmen. Findet aber die Begegnung mit Gott nicht wirklich statt, dann beschränkt sich das Leben auf die natürliche Ebene und erwacht nicht wirklich. Dies ist jedoch nicht genug, um den tieferen Sinn des Daseins zu erfassen.
