GEBETE DER SEHNSUCHT

“Herr, mein Gott, Dir soll mein Herz gehören, Dir allein. Du bist mein Friede und mein Leben, Du mein Heil. Nur Dich will ich noch suchen, von Dir allein ergriffen und Dir unwiderruflich zu eigen sein.” (Heiliger Petrus Claver)

Dies ist das Hingabegebet des großen Heiligen, der in unerschütterlicher Treue sowohl den Seelen als auch den unvorstellbaren leiblichen Leiden afrikanischer Sklaven gedient hat.[1] Erfüllt von tiefer Frömmigkeit, konnte er seinen heroischen Dienst bis zum Ende seines fruchtbaren Lebens ausführen.

Durch dieses Gebet können wir ein wenig verstehen, wie sehr sein Herz auf unseren Vater ausgerichtet war. Wenn unser Herz Gott gehört, dann verlangen wir nichts anderes mehr, als den Willen Gottes zu tun – und ihn ganz zu tun. Unser Vater hat das Herz des Heiligen Petrus Claver an sich gezogen und ihn ganz mit sich erfüllt, so wie er es erbeten hat. Er gab Gott sozusagen freie und liebende Verfügung über sein Leben, denn Er war sein Friede und sein Heil. Ihn hat er gesucht und sich von Ihm ergreifen lassen.

In solchen Gebeten heiliger Sehnsucht geschieht sehr viel zwischen dem Betenden und unserem Vater, der ihn zu dieser Hingabe gerufen hat. Ströme der Gnade fließen in die Seele ein und gestalten sie um. Sie löst sich in der Folge immer mehr von allem, was der Hingabe im Weg steht, sodaß sie zu einer »glühenden Seele« wird. Der Heilige hat unter dem Antrieb des Geistes herrliche Werke vollbracht und wurde zu einem Trost für die armen versklavten Afrikaner.

Doch auch wir, die wir den Herrn lieben, aber nicht oder noch nicht so glühend beten können wie der Heilige Petrus Claver, können doch unseren Vater bitten, daß wir zu einer glühenden Liebe erwachen und fähig werden, Ihm mit ganzem Herzen zu dienen.

[1] Mehr über diesen Heiligen kann man am 9. September in meinem Kanal der Schriftauslegungen erfahren.

https://elijamission.net/