DIE LIEBE DURCH DIE LIEBE BEGREIFEN

Lieber Vater, wie können wir Deine Liebe noch besser begreifen?

Als die Israeliten Dich mit ihrem Tanz um das Goldene Kalb beleidigt haben (Ex 32,8), hast Du das Flehen Deines Dieners Mose angenommen und es ihnen nicht angerechnet. Immer wieder stoßen wir auf Deine Vergebungsbereitschaft, die auch die gräßlichsten Sünden vergeben will – und es gibt so viele davon!

Staunend stehen wir dieser Liebe gegenüber. Gewiß, wir kennen sie! Sie wird uns Tag für Tag durch den Heiligen Geist bezeugt und wir vermögen sie immer besser kennenzulernen. Es gibt so viele Beispiele in der Heiligen Schrift, und auch im Leben der Heiligen begegnen wir nicht selten der unfaßbaren Güte, die sich in ihrem Leben zeigt und durch die Du Dich kundtust.

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DER DIENST DER FÜRBITTE

Wie weh hat es dem Heiligen Abraham aus Edessa getan, als er hören mußte, daß seine Nichte Maria, die er tief in ein gottbezogenes Büßerleben eingeführt hatte, verführt wurde und vom Weg des Heils abkam! Wie viele Tränen hat er vergossen und welche Werke der Buße getan, bis er sie wieder auf den Weg der Heiligkeit zurückführen konnte!

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DIE BEGEGNUNG MIT DEM WAHREN KÖNIG

Geliebter Vater, es gibt so viele Anliegen, die wir zu Dir tragen. Doch dieses heute ist mir ein besonderes, und es ist sehr konkret.

In der heutigen Ansprache ist davon die Rede, daß Dein Sohn König ist und daß sich seine Königsherrschaft auf alle Menschen ausbreiten soll. Gewiß, es ist keine Herrschaft, die mit weltlichen Mitteln erzwungen werden kann. Es ist eine Königsherrschaft der Liebe, es ist die Herrschaft des Messias, des Erlösers aller Menschen. Und doch, wenn alle sich dieser Herrschaft liebend unterordnen und Jesus folgen, entsteht Gemeinschaft mit Dir und untereinander.

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DAS WASSER DES HEILS

Lieber Vater, wie zart hat Dein Sohn die Frau am Jakobsbrunnen zur Erkenntnis der Wahrheit geführt, sodaß sie ihn als den Messias erkannte und zur Zeugin für viele andere Samariter wurde (Joh 4,6–42).

So machst Du es oft: Einer öffnet das Herz, erkennt Dich in dem Licht, das Du schenkst, und gibt es an andere Menschen weiter. Auch sie sollen wissen: Da ist der, auf den jene Menschen warten, die in der Wahrheit leben wollen.

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DIE GOTTESFURCHT ALS EIN GROSSES GLÜCK

Wenn die Gottesfurcht, lieber himmlischer Vater, in und unter den Menschen leben würde, dann sähe es auf dieser Erde anders aus! Jeder würde zuerst darüber nachdenken, ob das, was er tut, mit dem übereinstimmt, was Du von ihm möchtest. Allein das wäre schon wunderbar! Er würde sich auch hüten, seinem Nächsten Schaden zuzufügen, der wie er dazu berufen ist, als Kind Gottes sein Leben zu führen. Alle Deine Gebote wären ihm gegenwärtig ebenso wie die Worte, die uns der Herr und seine Apostel und im weiteren Verlauf die Kirche als Lehrerin der Völker überliefert haben. Es wäre wirklich anders auf der Erde und das Reich Gottes könnte sich ausbreiten. Die Mächtigen und Verantwortlichen wären besonders wachsam. Sie würden immer Deinen Rat suchen und den Rat jener, die Dich fürchten und lieben.

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