“Was dich ausmacht, ist meine Nähe.” (Inneres Wort)
Wir Menschen tragen nicht selten den Wunsch in uns, zu etwas Großem fähig zu sein, vielleicht sogar, irgendetwas zu hinterlassen, was eine Wichtigkeit hat.
“Was dich ausmacht, ist meine Nähe.” (Inneres Wort)
Wir Menschen tragen nicht selten den Wunsch in uns, zu etwas Großem fähig zu sein, vielleicht sogar, irgendetwas zu hinterlassen, was eine Wichtigkeit hat.
Es gibt wohl wenige Heilige, die so bekannt sind und um die sich so viele Geschichten und Legenden ranken, wie um den heiligen Georg, den wir heute feiern. Er wird in der Christenheit hoch verehrt und auf Gemälden oft als Drachentöter dargestellt. In Bezug auf die Tötung des Drachens rankt sich folgende Geschichte um ihn, die ich in gekürzter Form der »Legenda Aurea« von Jacobus de Voragine entnehme:
“Georgius, der Ritter (war geboren von kappadozischem Geschlecht), kam einst in das Land Lybia, in die Stadt Silena. Nahe bei der Stadt war ein See, so groß als ein Meer, darin wohnte ein giftiger Drache, der hatte schon oft das ganze Volk in die Flucht getrieben, wann es gewappnet wider ihn zog. Dann kam er bis unter die Mauern der Stadt und verpestete alles mit seinem Gifthauch. Die Bürger der Stadt – noch Heiden – opferten ihm täglich zwei Schafe. Als die Zahl der Schafe immer weniger wurde, ging man dazu über auch Menschen zu opfern, und loste aus, wer dafür bestimmt würde. Das Los fiel auch auf die Tochter des Königs. Diesem bis ins Innerste erschüttert, gelang es nicht, seine Tochter zu schützen, denn das Volk drohte ihm an, ihn und sein Haus zu verbrennen, wenn er sich nicht an das Gesetz hielt, das er selbst gegeben hatte.”