Nachbetrachtung zum heiligen Konrad von Parzham: “Die Vertrautheit mit Gott”   

Wir haben gestern sicherlich über den heiligen Konrad gestaunt, dessen Leben so fruchtbar wurde und der seinen gewiß anstrengenden Pförtnerdienst ganze einundvierzig Jahre lang, bis drei Tage vor seinem Lebensende, durchführte. Die Pilger nach Altötting konnten durch ihn eine große Gottesnähe erfahren. Bruder Konrad hat uns selbst manches von seinem »Geheimnis der Liebe« mitgeteilt, das ihn mit Gott so innig verbunden hat.

Eines ist es, dankbar ein solches Leben zu bewundern und den Herrn dafür zu preisen. Ein anderes ist es, dem Heiligen selbst zu danken, daß er so gut auf unseren himmlischen Vater gehört und ihm und den Menschen gedient hat. Auch ist es hilfreich, ihn zu bitten, für unseren Weg der Nachfolge Christi zu beten. Doch wir können noch einen Schritt weitergehen. Wie vermögen wir das Leben der Heiligen für uns fruchtbar zu machen?

Es geht wohl darum, auch die Quelle zu finden, von der Bruder Konrad reich beschenkt wurde, sodaß Ströme lebendigen Wassers von ihm in diese Welt flossen. Der Heilige drückt es in seiner liebenswürdigen Art ganz einfach aus, wie wir leben sollten:

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DIE SCHULE DER KRANKHEIT

In der Krankheit lernt man viel, wenn man will. (Bruder Konrad von Parzham)

Die geistlichen Väter – zu denen mit Sicherheit Bruder Konrad von Parzham gehört – zeigen uns immer, wie wir auf unserem geistlichen Weg wachsen können. Wenn unser Vater ein Kreuz zuläßt – und eine Krankheit ist ein solches Kreuz –, dann ist das für gläubige Menschen in der Regel eine Gelegenheit, zu wachsen und zu reifen. Abgesehen davon, daß es auch die Dimension der Sühne beinhalten kann, insbesondere für die vielen Vergehen gegen Gott und die Menschen, will unser Vater, daß wir etwas Wichtiges lernen.

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