JESUS KOMMT VOM VATER

“Sie haben wahrhaftig erkannt, daß ich von dir ausgegangen bin, und sie sind zu dem Glauben gekommen, daß du mich gesandt hast.”  (Joh 17,8b)

Jesus zu erkennen bedeutet, tiefer zu erfassen, daß er vom Vater kommt, um uns den Vater bekanntzumachen. Für die Juden – zu denen Jesus zuerst gesandt war – ist es unendlich wichtig zu wissen, daß ihr Messias und der Messias der ganzen Welt der Sohn des einen Gottes ist, der sie auserwählt hat, Sein Volk zu sein (vgl. Jer 30,22).

Im Kommen Jesu, in seiner Menschwerdung, offenbart sich ihnen der himmlische Vater in überragender Weise.

Jesus ist das lebendige Zeugnis der Güte unseres Vaters. Jeder Schritt, jedes Wort, jede Tat gibt Zeugnis von dem, der ihn gesandt hat. “Und wir wissen, daß sein Zeugnis wahr ist” (Joh 21,24). “Gott hat die Welt so sehr geliebt, daß er seinen einzigen Sohn hingab” (Joh 3,16).

Beschenkt sind jene, welche dies zu erkennen vermögen und zum Glauben kommen, daß der himmlische Vater kein größeres Werk der Liebe vollbringen kann, als uns in seinem Sohn zu begegnen.

Beschenkt sind jene, welche im Licht des Heiligen Geistes in die Liebe des Vaters und des Sohnes eintreten.

Beschenkt sind jene, denen sich das Wort Gottes erschließt; die in diesem Wort Tag für Tag Nahrung für ihre Seelen finden.

Beschenkt sind jene, in denen das Wort Gottes Raum findet und bis in ihr Herz vordringt.

Beschenkt sind jene, die in den ewigen Weidegründen Gottes die wahre Nahrung gefunden haben und diese mit ihren Brüdern und Schwestern teilen.

Beschenkt sind jene, die nichts anderes mehr suchen als die Speise Jesu:  “Meine Speise ist es, den Willen des Vaters zu tun.” (Joh 4,34)

“Selig sind die, die nicht sehen und doch glauben.” (Joh 4,34)