In der Schule der Wüstenväter: Teil I – DAS HÖREN

Eph 6,10-13.18 (Lesung am Gedenktag des Heiligen Antonius)

Brüder: Werdet stark durch die Kraft und Macht des Herrn! Zieht die Rüstung Gottes an, damit ihr den listigen Anschlägen des Teufels widerstehen könnt. Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs. Darum legt die Rüstung Gottes an, damit ihr am Tag des Unheils standhalten, alles vollbringen und den Kampf bestehen könnt. Hört nicht auf, zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im Geist! Seid wachsam, harrt aus und bittet für alle Heiligen.

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DIE HEILIGEN BERARDUS, PETRUS, ACCURSIUS, ADJUTUS UND OTHO -»Die ersten Franziskanermärtyrer«

Der heilige Franziskus beauftragte sechs seiner Brüder, das Evangelium den Moslems zu verkünden. Zuvor hatte er selbst versucht, den Sultan von Ägypten zu bekehren, was ihm jedoch nicht gelungen war.

Der Anführer der sechs Missionare wurde jedoch so krank, daß sie schließlich zu fünft nach Spanien reisten. Es waren: Berardus, Petrus, Accursius, Adjutus und Otho. Sie sollten den dort lebenden Moslems freimütig die Botschaft Christi verkünden. Ihre erste Wirkungsstätte war Sevilla, das damals wie der gesamte Süden Spaniens unter der Herrschaft der Mauren stand.

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DER HEILIGE AELRED VON RIEVAULX: »Ein glühender Zisterzienserabt«     

Nach den Auslegungen des Jakobusbriefes möchte ich das weiterführen, was ich im letzten Jahr begonnen habe: das Leben mancher Heiliger vorzustellen.

Der Heilige, um den es heute geht, wurde im Jahr 1109 in Hexham in England geboren. Seine adeligen Eltern ließen sich die Erziehung ihres Sohnes ganz besonders angelegen sein. Aelred genoß in seiner Jugend im Benediktinerkloster Durham eine umfangreiche klassische Ausbildung. Unter König David I. (1124–1153) hielt er sich zunächst als Jugendgefährte der schottischen Königsprinzen, und anschließend als Ökonom am schottischen Königshof auf.

Schon am Hof fiel er durch die Tugend der Sanftmut auf. Als er in der Erörterung eines bestimmten Themas von jemandem aus der Gesellschaft unterbrochen und mit Schimpfreden überhäuft wurde, hörte er mit tiefem Stillschweigen zu und nahm dann, ohne den geringsten Unwillen zu äußern, den Faden seiner vorherigen Rede wieder auf.

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