DAS PARADIES ÖFFNET SICH

Wir haben so viel verloren, als das Paradies für uns verschlossen wurde. Es ist ein großes Elend in das der Mensch geraten ist, auch wenn wir uns schon daran gewöhnt haben sollten und es nicht mehr so schmerzlich wahrnehmen. Doch bleibt in der Tiefe der Seele noch die Sehnsucht nach dem Paradies und kann uns zum Antrieb werden, Gott zu suchen. Unser Vater läßt uns diesen Mangel des unvollkommenen Lebens spüren und öffnet uns zugleich den Weg zu jener Fülle, welche uns Gott schenken möchte. Im Vaterbüchlein heißt es:

“Wenn ihr mich liebt und mich vertrauensvoll Vater nennt, wenn ihr mir diesen zärtlichen Namen gebt, dann werdet ihr schon hier auf Erden beginnen, die Liebe und das Vertrauen zu spüren, die eure ewige Glückseligkeit schaffen werden und die ihr im Himmel gemeinsam mit den Auserwählten singen werdet. Ist dies nicht ein Vorwegnehmen der himmlischen Glückseligkeit, die auf ewig Bestand haben wird?”

Zu den schmerzlichsten Folgen, daß wir in den Verlust des Paradieses geraten sind, gehört es, daß wir den selbstverständlichen Umgang mit Gott und das Urvertrauen in seine Liebe weitgehend verloren haben. Doch überläßt uns Gott weder dem äußeren noch dem inneren Elend und zeigt uns einen einfachen Weg, wie eine so wichtige Herrlichkeit, die wir im Paradies genießen durften, wieder in unser Dasein neu einkehren kann.

Wenn wir Gott unser Herz zuwenden und ihn mit dem Namen “Vater” ansprechen, dann öffnet sich die Tiefe unserer Seele. Das Licht fällt in die Dunkelheit, Es erleuchtet und wärmt die Seele, befreit sie aus ihrem Kerker und macht sie empfänglich für all die Gnaden, die unser Vater durch seinen Sohn schenkt. Es ist ganz einfach, so wie der Heilige Geist in uns ruft: “Abba, lieber Vater”! Dann öffnen sich verschlossene Türen…