ALS SÖHNE UND TÖCHTER DES VATERS LEBEN

“[…] Ihr sollt meine Söhne und Töchter sein, spricht der Herr, der Herrscher über die ganze Schöpfung.” (2 Kor 6,18)

Im Vaterbüchlein von Madre Eugenia werden diese heiligen Worte des Neuen Testaments vergegenwärtigt: “Ich habe euch mit dem wahren Geist des neuen Gesetzes ausgestattet.” Damit ist der neue Bund gemeint, den der Herr durch das Kommen seines Sohnes mit den Seinen geschlossen hat. “Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben, die Gnade und die Wahrheit kamen durch Jesus Christus.” (Joh 1,17)

So sind nach den Worten des Vaters alle Menschen zu jener Würde erhoben, die Kindern Gottes gebührt.

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Die Demut, eine schöne Blume im Garten des Herrn

Wir nehmen heute die Lesung des XVII. Sonntags nach Pfingsten gemäß der Leseordnung des Alten Ritus.

Eph 4,1-6

Brüder! Ich, der ich um des Herrn willen im Gefängnis bin, ermahne euch, ein Leben zu führen, das des Rufes würdig ist, der an euch erging. Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe, und bemüht euch, die Einheit des Geistes zu wahren durch den Frieden, der euch zusammenhält. Ein Leib und ein Geist, wie euch durch eure Berufung auch eine gemeinsame Hoffnung gegeben ist; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe, ein Gott und Vater aller, der über allem und durch alles und in allem ist.

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UMGANG MIT GEDANKEN

“Kümmere dich nicht um ihre Einblasungen! Sie sind nicht wichtig und schädlich und wollen dir nur den Frieden und die Zuversicht rauben.” (Inneres Wort)

Hier sind falsche und irrige Gedanken in den Blick genommen, die aus unserem Herzen aufsteigen können oder von den Mächten des Bösen »eingeflüstert« werden. Auch Gerüchte oder schlechte Gedanken, die andere Menschen möglicherweise über uns haben, vermögen in irgendeiner Weise indirekt auf uns einzuwirken und uns zu beunruhigen.

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Mit Blick auf die Ewigkeit

Hebr 10,32-36 (Lesung am Gedenktag des Heiligen Januarius)

Erinnert euch an die früheren Tage, als ihr nach eurer Erleuchtung manchen harten Leidenskampf bestanden habt: Ihr seid vor aller Welt beschimpft und gequält worden, oder ihr seid mitbetroffen gewesen vom Geschick derer, denen es so erging; denn ihr habt mit den Gefangenen gelitten und auch den Raub eures Vermögens freudig hingenommen, da ihr wußtet, daß ihr einen besseren Besitz habt, der euch bleibt. Werft also eure Zuversicht nicht weg, die großen Lohn mit sich bringt. Was ihr braucht, ist Ausdauer, damit ihr den Willen Gottes erfüllen könnt und so das verheißene Gut erlangt.

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Die Freude der Auferstehung

1 Kor 15,12-20

Brüder! Wenn verkündigt wird, daß Christus von den Toten auferweckt worden ist, wie können dann einige von euch sagen: Eine Auferstehung der Toten gibt es nicht? Wenn es keine Auferstehung der Toten gibt, ist auch Christus nicht auferweckt worden. Ist aber Christus nicht auferweckt worden, dann ist unsere Verkündigung leer und euer Glaube sinnlos. Wir werden dann auch als falsche Zeugen Gottes entlarvt, weil wir im Widerspruch zu Gott das Zeugnis abgelegt haben: Er hat Christus auferweckt. Er hat ihn eben nicht auferweckt, wenn Tote nicht auferweckt werden. Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, ist auch Christus nicht auferweckt worden. Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos, und ihr seid immer noch in euren Sünden; und auch die in Christus Entschlafenen sind dann verloren. Wenn wir unsere Hoffnung nur in diesem Leben auf Christus gesetzt haben, sind wir erbärmlicher daran als alle anderen Menschen. Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen.

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DEN HERZENSFRIEDEN BEWAHREN

“Wer sich weder durch Lob verführen noch durch Tadel in Verwirrung bringen läßt, der besitzt großen Herzensfrieden.” (Thomas a Kempis)

In seinem obigen Wort spricht Thomas von Kempen an, was uns zu verwirren vermag und wodurch wir leicht den Frieden des Herzens verlieren können.

Man muß lernen, mit Lob umzugehen. Gewiß ist echtes Lob etwas Aufbauendes. Doch geistliche Lehrer machen uns auf die Gefahr aufmerksam, daß sich unser Blick nach erfolgtem Lob zunehmend auf uns selbst richten kann. Auf diesem Weg gerät man leicht in Unfreiheit, die darin besteht, daß man sich mit diesem Lob sozusagen “selbst aufbaut” und gar beginnt, seinen inneren Wert daraus zu beziehen. Das würde uns aber von den Menschen abhängig machen. In der Folge kann es geschehen, daß wir ihr Lob suchen und gar enttäuscht sind, wenn es nicht erfolgt. Unser Herz ist dann nicht mehr ungeteilt auf Gott ausgerichtet, von dem der wahre Friede kommt. Wir haben vergessen, alles Lob dem Herrn zuzuschreiben, und halten es sozusagen für uns selbst fest.

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Erinnerung an das Paradies

Weish 8,1-6  (Lesung am Gedenktag der heiligen Hildegard von Bingen)

Machtvoll entfaltet die Weisheit ihre Kraft von einem Ende zum andern und durchwaltet voll Güte das All. Sie habe ich geliebt und gesucht von Jugend auf,

ich suchte sie als Braut heimzuführen und fand Gefallen an ihrer Schönheit. Im Umgang mit Gott beweist sie ihren Adel, der Herr über das All gewann sie lieb.

Eingeweiht in das Wissen Gottes, bestimmte sie seine Werke. Ist Reichtum begehrenswerter Besitz im Leben, was ist dann reicher als die Weisheit, die in allem wirkt? Wenn Klugheit wirksam ist, wer in aller Welt ist ein größerer Meister als sie?

Heute haben wir die Freude, über eine Heilige zu sprechen, die uns, “Harpa Dei”, insbesondere durch ihre Musik begegnet ist. Sie war eine sehr bedeutsame Benediktinerin des frühen Mittelalters und wurde zur Kirchenlehrerin ernannt.

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