Themen des geistlichen Lebens: »Gebetsleiden« (I)   

Aufgrund der außerordentlichen Bedeutung eines geregelten Gebetslebens folgen nun zunächst zwei Teile aus einer Serie über das Gebet aus dem Jahr 2024.

Wer sich ernsthaft auf den Weg des Gebets begibt, wer also nicht nur gelegentlich und bei besonderen Anlässen – beispielsweise in großer Not – betet, der wird merken, daß das Gebet ihn nicht immer einfach nur trägt, sondern daß es Leiden gibt, die das Gebet sogar anstrengend machen. Dies hat mit der Trägheit unserer menschlichen Natur zu tun, mit Reinigungsprozessen, aber natürlich auch mit verschiedenen Anfechtungen und Versuchungen, die uns leicht mutlos machen könnten. Es kann sogar so weit gehen, daß man geneigt ist, am Sinn des Gebets zu zweifeln, weil Gott einen scheinbar nicht erhört und das Gebet so gut wie keine Freude macht. Die Seele ist in Gefahr, den »mühseligen Umgang« mit Gott wieder aufzugeben.

Zunächst sei gesagt, daß sich der Mensch an das Gebet gewöhnen muß. Zwar gibt es Phasen, in denen es uns leichtfällt, weil wir Freude daran haben, »nach Hause« zu kommen, und weil wir mit religiösen Gefühlen beschenkt werden, welche uns beglücken. Doch langfristig gesehen braucht es Disziplin und Durchhaltevermögen, um ein regelmäßiges Gebetsleben zu führen. Wie immer gibt es Ausnahmen. Manchen Menschen fällt das Gebet leicht. Doch die Regel dürfte eher das zuvor Erwähnte sein.

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EINE ANDERE QUALITÄT DES LEBENS

“Ich bin mitten unter euch. Selig sind, die diese Wahrheit glauben und diese Zeit nutzen.” (Aus der Botschaft von Gottvater an M. Eugenia Ravasio)

Was würde sich nicht alles ändern, wenn wir dieses Wort unseres Vaters im Leben verwirklichen würden! Es reicht nicht aus, nur an die allgemeine Anwesenheit Gottes in dieser Welt zu glauben, und zu erkennen, daß Gott all die Dinge in seiner Hand behält, so wichtig das auch ist!

Diese Aussage gilt jedoch auch für das konkrete liebende Walten Gottes im Leben eines jeden Menschen. Im Glauben öffnet sich bereits ein Blick, der dann in der Ewigkeit ins Schauen übergeht. Und das hat eine große Auswirkung.

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