24. Tag: » Gottes Führung dankbar annehmen und den Herrn bezeugen«

Heute begegnen wir in der Lesung (Num 20,1–3.6–13) einem Aufbegehren der Söhne Israels in der Wüste Zin. Sie waren schon bald vierzig Jahre unterwegs und unzufrieden mit den Umständen. Nun murrten sie gegen Mose und Aaron und gerieten in Streit mit ihnen. Sie beklagten sich über den elenden Ort Kadesch, vermißten Korn und Feigen, Granatäpfel und Wein. Offensichtlich hatten sie das Vertrauen verloren und verlangten von ihren Führern, sie sollten ihnen Wasser zum Trinken geben. Diese warfen sich vor dem Herrn nieder und beteten: “Herr und Gott, erhöre das Geschrei dieses Volkes und öffne ihnen Deine Schatzkammern, einen Quell lebendigen Wassers, daß sie sich satt trinken und ihr Murren aufhöre (Num 20,6)!

“Gott erhörte ihr Gebet und sprach zu Mose: Nimm deinen Stab; dann versammelt die Gemeinde, du und dein Bruder Aaron, und sagt vor ihren Augen zu dem Felsen, er solle sein Wasser fließen lassen. Auf diese Weise wirst du für sie Wasser aus dem Felsen fließen lassen und ihnen und ihrem Vieh zu trinken geben. Mose holte den Stab von seinem Platz vor dem Herrn, wie der Herr ihm befohlen hatte. Mose und Aaron riefen die Versammlung vor dem Felsen zusammen und Mose sagte zu ihnen: Hört, ihr Meuterer, können wir euch wohl aus diesem Felsen Wasser fließen lassen? Dann hob er seine Hand hoch und schlug mit seinem Stab zweimal auf den Felsen. Da kam Wasser heraus, viel Wasser, und die Gemeinde und ihr Vieh konnten trinken (Num 20,7-11)

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DAS WASSER DES HEILS

Lieber Vater, wie zart hat Dein Sohn die Frau am Jakobsbrunnen zur Erkenntnis der Wahrheit geführt, sodaß sie ihn als den Messias erkannte und zur Zeugin für viele andere Samariter wurde (Joh 4,6–42).

So machst Du es oft: Einer öffnet das Herz, erkennt Dich in dem Licht, das Du schenkst, und gibt es an andere Menschen weiter. Auch sie sollen wissen: Da ist der, auf den jene Menschen warten, die in der Wahrheit leben wollen.

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23. Tag: »Die Teufel nicht reden lassen«      

Heute ist der dreiundzwanzigste Tag unseres Fastenwegs. Werfen wir zunächst zur Erinnerung unseren Blick auf die »Blumen« des 12. bis 22. Tages.

  1. Tag: Mit der Gabe der Sexualität so umgehen, wie Gott es vorgegeben hat, und jede Form von Unzucht meiden.
  2. Tag: Eine »Sühneblume« – den Weg der Heiligung besonders als Sühne für die unzähligen Sünden und Beleidigungen Gottes, für den Unglauben und für das Unrecht an Menschen zu gehen.
  3. Tag: Gott immer und in allen Situationen vertrauen, und ihn den ersten Platz in unserem Leben einnehmen lassen. Der wahren Lehre der Kirche treu bleiben und entsprechend leben. Die Versuchungen zum Stolz überwinden, im Dienst für Gott und den Nächsten.
  4. Tag: Eine »Friedensblume«.
  5. Tag: Gott möge uns ein vertrauendes neues Herz schenken, das ihm gehört!
  6. Tag: Die Bitte an Gott um ein neues Herz.
  7. Tag: Erbitten wir die Bereitschaft, ohne Angst und Verdrängung den eigenen Schatten wahrzunehmen, das Böse also, das von innen kommt, zu erkennen und sich zuzugeben.

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22. Tag: »Die Gottesfurcht«      

Heute sind wir am 22. Tag unseres Fastenpfads angekommen. Vielleicht hat der ein oder andere die »geistigen Blumen« gesammelt, die ich nach jeder Betrachtung benannt habe. Es ist inzwischen schon ein recht großer Strauß daraus geworden, der uns dabei helfen soll, den roten Faden durch diese Fastenzeit zu finden. Ich möchte noch einmal daran erinnern, daß ich die uns begleitenden Texte aus den Lesungen des Alten Ritus verwendet habe. Die meisten von Euch werden den Neuen Ritus gewohnt sein. Deshalb geben wir die biblischen Stellen an, damit Ihr die Texte, die ich meist nur auszugsweise zitiere, als Ganzes lesen könnt.

Eine kurze »Blumenschau« wird uns helfen, uns an die Vorsätze zu erinnern, die wir in dieser ersten Hälfte der Fastenzeit gefaßt haben. Heute werden wir die Blumen der ersten elf Tage aufzählen und morgen mit denen der nächsten elf Tage fortfahren.

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DIE GOTTESFURCHT ALS EIN GROSSES GLÜCK

Wenn die Gottesfurcht, lieber himmlischer Vater, in und unter den Menschen leben würde, dann sähe es auf dieser Erde anders aus! Jeder würde zuerst darüber nachdenken, ob das, was er tut, mit dem übereinstimmt, was Du von ihm möchtest. Allein das wäre schon wunderbar! Er würde sich auch hüten, seinem Nächsten Schaden zuzufügen, der wie er dazu berufen ist, als Kind Gottes sein Leben zu führen. Alle Deine Gebote wären ihm gegenwärtig ebenso wie die Worte, die uns der Herr und seine Apostel und im weiteren Verlauf die Kirche als Lehrerin der Völker überliefert haben. Es wäre wirklich anders auf der Erde und das Reich Gottes könnte sich ausbreiten. Die Mächtigen und Verantwortlichen wären besonders wachsam. Sie würden immer Deinen Rat suchen und den Rat jener, die Dich fürchten und lieben.

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DER HERR VERGIBT GERNE

Wie sehr, lieber Vater, nimmst Du durch die Vergebung in Deinem Sohn, Lasten von den Schultern der Völker oder auch von jedem einzelnen Menschen, wenn er nur zu Dir kommt!

Wie schwer beladen sind manche Menschen! Sie können sich kaum frei bewegen. Wie tief dringt unvergebene Schuld in das Sein des Menschen ein und beugt ihn, ja will ihn für immer versklaven! Selbst wenn er es nicht merkt oder es nicht wahrhaben will, ist dennoch sein Blick nicht mehr frei. Er verbirgt sich vor Dir, wie die ersten Menschen sich vor Dir verbargen, nachdem sie gesündigt hatten (vgl. Gen 3,8).

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