Liebenswerter Besuch aus Rußland!

 

Das ist Father Davids Stimme,  der auf meine Bitte hin einen priesterlischem Segen für unserer Gemeinschaft sang!

Vom Freitagabend, 30.5. bis zum Sonntag, d. 1. Juni hatten wir Besuch aus Rußland.

Es waren Father David vom orthodoxen Kloster der Insel Valaam. Er ist verantwortlich für den großen Chor des Klosters und Stellvertreter des Abtes.
Father David wurde von seinem Bruder Georg begleitet und von seiner geistlichen Tochter Soya, die für uns übersetzte. Der Kontakt kam über Sr. Elisaveta (Yulia) zustande, jene russische Schwester der hiesigen orthodoxen Dreifaltigkeitskirche, die jetzt in Sibirien ist und besonders mit Johanna Kontakt hatte. Im letzten Jahr waren Yulia, Zoya und die Mutter von Father David bei einem Konzert der „Harpas“ und am darauffolgenden Tag bei uns zu Besuch und fragten am Ende, ob uns denn Father David im kommenden Jahr besuchen könnte.
Wir willigten ein und so kam es dann in diesem Jahr zustande.

Father David ( Alter 35-40?) entpuppte sich als ein echter „Harpaverehrer.“Gleich zu Beginn erzählte er mir, daß er sich bei seinem letzten Urlaub ganz in die Einsamkeit zurückgezogen hat, um mit einem Mönch zusammenzusein, der sehr asketisch und zurückgezogen lebt. Diesem hat er die erste Harpa-CD hören lassen. Der Mönch war sehr von den Gesängen angetan und sagte, daß es eine Musik sei, die aus dem Herzen kommt und gab das wieder, was auch Father David selbst immer wieder betonte. Sie spüren die Liebe in den Harpagesängen! Davids Lieblingslied ist übrigens Vanil meum!

Das Zusammenleben mit Father David und George war sehr brüderlich. Ich teilte mit ihnen mein Zimmer und Zoya war oben bei den Schwestern. Sie besuchten intensiv die geistlichen Stätten in Jerusalem, aber wir hatten auch immer wieder Zeit zu Gesprächen und zum gemeinsamen Gebet. Ein Höhepunkt war die Apokalypse, die wir in der katholisch-armenischen Kirche sangen. Father David übernahm vier Kapitel und sang sie sehr schön. So wurde die Apokalypse mit der Intention der Einheit von Katholiken und Orthodoxen in vier Sprachen dem Herrn dargebracht (Deutsch, Espagnol, Altrussisch (Kirchenslawisch) und Hebräisch (Mascha). Es ist unschwer zu erkennen, daß sich hier konkret etwas ereignete, was im Gefolge des Papstbesuches und des Treffens mit dem orthodoxen Patriarchen geschah. Praktizierte Ökumene wie wir sie ganz bejahen können! Eine starke Brücke dafür ist die heilige Musik!

George, der ältere Bruder von Father David ist Familienvater und diente in der russischen Armee. Jetzt versieht er für die Kirche einen Sicherheitsdienst. Zoya lebt wie eine Schwester in der Nähe des Klosters Valaam (nicht weit weg von Finnland) und verrichtet Dienste für das Kloster und besonders auch für Father David!

Wir erfuhren einiges über das Leben des Klosters und ich las über die bewegte Geschichte dieser Klosterinsel, die man auch als „Nordathos“ bezeichnet. Ich bedankte mich, daß die Orthodoxen den Schatz der Liturgie so gut für die Kirche aufbewahren. David nahm dies dankbar an, fügte jedoch hinzu, daß bei ihnen (der Orthodoxie) die Gefahr bestehen kann, daß man zwar den Schatz der Liturgie bewahrt, aber die Nachfolge Christi nicht richtig im Geist lebt.
Er wird wissen von was er spricht!
Jedenfalls fiel mir auf, daß er wiederholt von der Notwendigkeit des inneren Weges sprach. Nun, das konnte ich mehr als gut verstehen! Kritisch äußerte er sich, daß viele Menschen, die jetzt neu in die Kirche kommen demokratische Ideen mitbringen und die Hierarchie nicht richtig verstehen. Auch dieses Leid ist mir verständlich. Überhaupt kann man sagen, daß es viele Übereinstimmungen gab, die sicher auch von der konkreten Form der Nachfolge Christi herkommen und ein Selbstverständnis entstehen lassen, welches nicht in allzu viele Worte gekleidet werden muß: „eine Ökumene des geistlichen Lebens“!

Es sieht ganz so aus, als möchte der Herr den Kontakt weiterführen. So bekamen wir eine Einladung nach Valaam, der wir im kommenden Jahr entsprechen möchte. Wir konkretisierten den Termin auf Juli 2015, weil wir wahrscheinlich schon zuvor auf einer Konzertreise durch Litauen und Latvia sind und im August gerne in Ecuador sein möchten, wenn unser Bruder Benedikt geweiht wird!
Father David machte uns darauf aufmerksam, daß es um diese Zeit eine besondere Veranstaltung für orthodoxe Chöre gibt (auch Mönche aus Athos!) und er möchte uns damit in Verbindung bringen.

Seine besondere Zuneigung zu den „Harpas“ konnte man am Schluß wieder heraushören. Er sagte, daß wir in Rußland wunderbare und außergewöhnliche Stimmen hören werden, die „Harpas“ aber würden die Liebe bringen. Ihr könnt Euch vorstellen, daß ich über solche Aussagen sehr froh bin. Sie unterstreichen meine innere Wahrnehmung von dem Wert des „Harpagesanges“, der offensichtlich eine apostolische Dimension besitzt, die bei einem so musikliebenden Volk wie den Russen Brücken bauen wird und auch schon errichtet!

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Zoya and Marie-Elisée

Zum Schluss noch eine sms, die ich gerade beim Schreiben dieser Zeilen von Zoya erhielt. Ich belasse sie in englischer Sprache.

Dear father and sisters, I am in the plane back to Russia and my heart is filled with quiet joy which usually comes with love. So much greatful to our God for you and this.Happy we are that we all can stay togethet in the spirit. Looking forward seeing you in our place ….. Zoya

Ach ja, beinahe hätte ich es vergessen: In gemeinsamer Überlegung mit unseren orthodoxen Geschwistern habe ich beschlossen, daß Nicolai ab sofort die russische Sprache erlernen soll. Er wird von mir weitere Instruktionen erhalten. Father David gab dazu schon einen guten Ratschlag und Zoya bot über Internet ihre Hilfe an.

Dank dem Herrn für diese Begegnung und möge sie weiter reiche Frucht bringen! Danke auch für Euer Gebet und Mittragen!

Elija aus Jerusalem

Der Papst im Heiligen Land

Der Patriarch von Jerusalem und von Konstantinopel – Photo Corinna

Der Heilige Vater ist nach Rom zurückgeflogen!

Marie-Elisée und ich hatten die Gelegenheit, Papst Franziskus in Bethlehem bei einer Heiligen Messe mitzuerleben. Obwohl wir durch die Pilgerreise eigentlich zu spät kamen um noch Karten zu bekommen, öffnete sich doch ein Weg, ihn persönlich zu sehen.

Es war eine sehr würdige Feier auf dem Platz vor der Geburtskirche. Der Papst wurde herzlich von den Gläubigen begrüßt und wies in seiner Ansprache auf die Not der Kinder in der heutigen Welt hin – auch mit einem Verweis auf die Abtreibung. Wie es bei unserem Papst üblich ist, lud er zu einer Selbstreflektion ein mit der Fragestellung, wie wir uns den Kindern gegenüber verhalten.
Die anderen Ereignisse mit und um den Papst bekamen wir mehr durch Internetübertragungen mit. Da wir aber die Heiligen Stätten gut kennen, war es doch so, als wären wir dabei gewesen.

Überall hinterließ er wohl einen tiefen Eindruck auf die Menschen mit seiner Liebenswürdigkeit und Schlichtheit aus der Mitte des Glaubens heraus. Besonders beeindruckend war die Feier vor dem Heiligen Grab im Beisein des griechischen Patriarchen Bartholomäus I, der zu dieser Begegnung in Jerusalem eingeladen hatte. Rührend zu sehen, wie brüderlich sie miteinander umgingen und besonders, wie sich der griechische Patriarch um den drei Jahre älteren, manchmal etwas gebrechlich wirkenden Papst kümmerte. Von beiden Seiten kam eine klare Botschaft, daß die Ökumene ein unumkehrbarer Prozeß sei, der zu einer vollen Einheit führen soll!

Papst Franziskus führt zudem die Initiative von Papst Johannes Paul II. weiter über das Papstamt zu reflektieren. Wörtlich sagte er:

Jedes Mal, wenn wir die Zukunft der Kirche von ihrer Berufung zur Einheit her bedenken, erstrahlt das Licht des Ostermorgens! Diesbezüglich möchte ich den bereits von meinen Vorgängern ausgedrückten Wunsch erneuern, einen Dialog mit allen Brüdern in Christus zu führen, um für den besonderen Dienst des Bischofs von Rom eine Form der Ausübung zu finden, die sich seiner Sendung entsprechend einer neuen Situation öffnet und im heutigen Kontext ein von allen anerkannter Dienst der Liebe und der Gemeinschaft sein kann (vgl. Johannes Paul II., Enzyklika Ut unum sint, 95-96).“

Das ist natürlich ein sehr wichtiges Thema mit dem sehr behutsam und im Licht des Heiligen Geistes umgegangen werden muß!

Was mich erfreute war zu hören, daß auch der griechische Patriarch sehr klare Worte sprach, daß man sich aufeinander zu bewegen sollte und als Ziel die gemeinsame Kommunion benannte! Wir hoffen, daß sich das positiv auf die Situation in Jerusalem auswirken wird und den Zugang zu den Griechen erleichtert. Wir selbst haben ja ein recht ungezwungenes Verhältnis mit ihnen, für das wir sehr dankbar sind.

Sehr tief war die Meditation es Heiligen Vaters in Yad Vashem! 

Mir ist besonders eines seiner Worte aufgefallen, die er nach dem Besuch an der Klagemauer zu jüdischen Rabbis sprach:

„Es geht nicht nur darum, auf einer menschlichen Ebene Beziehungen gegenseitiger Achtung zu pflegen: Als Christen und als Juden sind wir berufen, uns eingehend nach der geistlichen Bedeutung des Bandes zu fragen, das uns miteinander verknüpft. Es handelt sich um eine Verbindung, die von oben kommt, die über unseren Willen hinausgeht und die unversehrt bleibt, trotz aller Beziehungsschwierigkeiten, die es in der Geschichte leider gegeben hat. Auf katholischer Seite besteht natürlich die Absicht, den Sinn der jüdischen Wurzeln des eigenen Glaubens voll in Betracht zu ziehen. Ich vertraue darauf, dass mit Ihrer Hilfe auch auf jüdischer Seite das Interesse für die Kenntnis des Christentums erhalten bleibt und wenn möglich zunimmt – speziell bei den jungen Generationen – gerade in diesem gesegneten Land, in dem dieser Glaube seinen Ursprung erkennt. Die gegenseitige Kenntnis unseres geistlichen Erbes, die Wertschätzung dessen, was wir gemeinsam haben, und die Achtung dessen, was uns trennt, können den Weg weisen für die zukünftige Weiterentwicklung unserer Beziehungen, die wir in Gottes Hand legen. Gemeinsam können wir einen wichtigen Beitrag für die Sache des Friedens leisten; gemeinsam können wir in einer in raschem Wandel begriffenen Welt die ewige Bedeutung des göttlichen Schöpfungsplans bezeugen.“

Besonders wichtig ist für mich der Satz die Juden einzuladen, auch das christliche Erbe kennenzulernen. Das ist sehr feinsinnig und weiterführend formuliert.

Nicht zu vergessen ist, daß Papst Franziskus Präsident Abbas (Palästina) und Präsident Shimon Peres (Israel) zu einem Gebetstreffen in den Vatikan eingeladen hat, was beide angenommen haben. Das scheint mir ein weit tieferer Ansatz der göttlichen Vorsehung zu sein, um in der Frage des Friedens voranzukommen, als die letzten etwas verkrampft wirkenden Bemühungen des amerikanischen Außenministers um die Situation im Mittleren Osten.

Alles in allem ist unser erster Eindruck: es war eine fruchtbare Reise des Heiligen Vaters, die hoffentlich noch nachwirken wird. Sein Zeugnis ist beeindruckend und die Ansprachen sind bereichernd und manchmal klar wegweisend!
Elija aus Jerusalem

Siebenundzwanzig Pilger aus Ecuador und zwei, die später hinzukamen

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Kaum waren Marie-Elisée und ich in Jerusalem angekommen, stand schon das Kommen der Ecuadorpilger an. Gerade hatten wir wenig Zeit verbracht, um am Grab des Herrn die Mühen der apostolischen Reise nach Litauen abzugeben hieß es, daß die Pilger aus Ecuador schon unterwegs seien.

Leider gab es einen sehr schmerzhaften Beginn für alle Beteiligten. Mehrere unserer Pilgerfrauen wurden in Quito überfallen und ihres Geldes und der Papiere beraubt.
Ein denkbar problematischer Beginn für diese Reise!
Doch zum Erstauen von Corinna, Marie-Elisée und mir steckten die betreffenden Frauen diesen Überfall sehr tapfer weg und kamen drei Tage später nach Nazareth, wo wir die diesjährigen Pilgerexerzitien begannen.

Am 5. Mai endlich waren dann alle da: eine Gruppe von siebenundzwanzig Pilgern mit teils recht alten Menschen (die älteste war 89)! Unter ihnen waren drei Priester, ein von allen Teilnehmern wahrgenommenes Privileg!

Wir besuchten dieselben Heiligen Stätten, wie wir es auch in den vergangenen Jahren getan hatten. Von Nazareth aus ging es nach Kana, an die Plätze am See von Tiberias mit Kafernaum, Tabgha und dem Berg der Seligpreisungen, auf den Berg Tabor und schließlich über den „Mount of Temptation“ und der Taufstelle im Jordan, nach Jerusalem.

Meine Aufgabe war es geistliche Vorträge zu halten und durch kurze geistliche Impulse die Heiligen Orte noch stärker sprechen zu lassen. Marie-Elisée – diesmal alleine – erklärte die Orte in kultureller und geschichtlicher Hinsicht, war die Übersetzerin für mich und erste Ansprechpartnerin für die Pilger! Corinna hatte wie üblich die Organisation und begleitete die Pilger auf alle Station bis auf das Ende in Bethlehem.

Die Pilger waren religiös und auch spirituell interessiert und gaben vor allem in den Zeiten der Heiligen Messe und des Gebets ein sehr gutes Zeugnis. Nach einigen – wie üblich – Anfangsschwierigkeiten, konnten wir eine Ordnung einhalten, die uns erlaubte die durchaus anspruchsvolle Reise mit der recht großen Gruppe ohne größere Schwierigkeiten durchzuführen. Dabei hoffen wir, daß sich die mehr spirituelle Dimension und ihre Erfordernisse, auch inmitten von allen möglichen Eindrücken und Ablenkungen (besonders in Jerusalem), durchsetzten. Die Balance zwischen der mehr geistlichen Dimension und den vielfachen Erfordernissen einer Reise und ihren menschlichen Aspekten ist nicht so ganz leicht herzustellen. Nicht umsonst sucht man ja für das Gebet mehr stille Plätze und Zurückgezogenheit ….

Ecuadorgruppe 2014 060

In Jerusalem stieß zu unserer Überraschung eine Frau aus Quito, Rozio, hinzu. Sie nutzte ihren Aufenthalt in Rom dazu eine Kurzpilgerschaft ins Heilige Land zu unternehmen und hörte dann zu ihrer Überraschung von uns. So war sie zwei Tage mit uns unterwegs. Später kam noch Maurizio, ein Deutscher der in Sto. Domingo lebt und pilgerte einige Tage mit.

Die letzten zwei Tage waren wir in Bethlehem in einem Haus der Franziskaner gut untergebracht und verbrachten dort noch einige wichtige Stunden an den Heiligen Stätten. Den Abschluß bildete der Besuch im Karmelkloster der hl. Mirjam von Abellin. Dort betete ich noch einmal für alle Pilger wie ich es bereits in Kana gaten hatte.

Die Präsenz der Priester war für uns alle ein Geschenk. Neben der Zelebration der heiligen Messe, in der sie das geistliche Anliegen der Reise durch Predigten unterstützen, waren sie auch jederzeit bereit die Beichte zu hören!

So bleibt mir zum Schluß dieses kurzen Berichtes die Freude zu danken: Gott, daß er uns alle eingeladen hatte diese Reise durchzuführen und so reich beschenkte, Judith und auch Samuel für die Mühen der „Vororganisation“ und Vorbereitung der Pilger in Ecuador, der Gemeinschaft für ihr Gebet.

Besonders danke ich Marie-Elisée und Corinna, sowie den Pilgern, die sich Mühe gaben die ihnen manchmal recht ungewohnte Disziplin einzuhalten.

Wenn wir zum Schluß der Reise die Zeugnisse der Pilger hören, wie sehr sie erfüllt und beschenkt wurden und mit den Vorsätzen ihr christliches Leben noch intensiver zu leben zurückkehren, dann wissen wir, daß sich die Mühe gelohnt hat!

Elija aus Jerusalem am 16. Mai 2014

Pilgergruppde in Ain Karem

Nochmals Litauen nach Ostern

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Fruchtbare sechs Tage der Mission in Litauen liegen hinter uns.
Diesmal waren die Aufgaben aufgeteilt.
Während die „Harpas“ sehr viele Heilige Messen mit der „Musica Sacra“ bereicherten, hielt ich zwei Vorträge über Wege der inneren Heilung. Diesmal habe ich erstmals zu einem größeren Publikum außerhalb der Gemeinschaft über die „Tiefenevangelisierung“ gesprochen und die Aufmerksamkeit war sehr groß. Es kamen entscheidende Fragen, die z.B. das Verhältnis der Litauer zu Rußland betreffen und welche Position sie dabei einnehmen. Das war besonders aktuell, weil die angespannte Situation in der Ukraine in mancherlei Hinsicht wohl nicht wenige Litauer an vergangene sowjetische Zeiten erinnert.
Dieses Problem griff auch auf die Gesänge der „Harpas“ über. Sie singen ja sehr viele byzantinische Gesänge in kirchenslawischer Sprache. Das Russische ist dieser Sprache sehr verwandt! Es hieß auf einmal, daß die „Harpas“ keine Gesänge mehr in russischer Sprache singen sollten wegen der Ukraine.
Wir kamen uns vor wie Vögel, deren Flügel gestutzt wurden.

Gerade in der Osterzeit strahlen die byzantinischen Gesänge besonders voller Jubel und Freude. Da wir mit dem Priester des Heiligtums keine gemeinsame Sprache haben, konnten wir zunächst nicht herausfinden, warum denn diese Anordnung kam. Uns war es klar, daß sie einen irrationalen Charakter haben mußte, denn die kirchenslawische Sprache ist nicht die russische Sprache. Sie entstand zeitlich früher und außerdem wird die byzantinische Liturgie in derselben Sprache auch von den ukrainisch-orthodoxen Christen gesungen. Später fanden wir auf indirektem Weg heraus, daß wohl bei der Hauptmesse des Erzbischofs mit den Priestern der Diözese, welche die „Harpas“ sangen, einige ukrainisch-unierte Priester dabei gewesen seien, die sich an unseren „russischen“ Gesängen angeblich gestört haben ….
Es ging offensichtlich nicht vom Priester Vaidas aus, der uns eingeladen und wie immer großzügig finanziell beschenkt hat.

Man könnte nun über dieses Thema viel sagen ….

Als ich dieses Beispiel später in meinem Vortrag nannte, um zu zeigen, wie ungelöste innere Spannungen in Entscheidungen und Haltungen hineinwirken, hatten die Zuhörer in Vilnius ein konkretes Beispiel vor Augen. Es war rührend, daß eine ältere Professorin zu uns kam und sich für die Kirche entschuldigte, weil sie dieses Ansinnen aus mehreren Gründen gar nicht verstehen konnte!

Trotz dieser Einschränkung und obwohl wir damit in gewisser Weise in die gegenwärtige Situation der ukrainisch-russischen Spannungen hineingezogen wurden, konnten wir unseren Dienst fruchtbar durchführen und opferten diese Einschränkung im Sinne des Friedens in Osteuropa auf.

In Kaunas sangen wir ebenfalls die Heilige Messe mit einem anschließenden Konzert und es sieht so aus, daß weitere Türen für uns in Litauen aufgehen. Manche Menschen überlegen, wie man die Musik noch mehr bekannt machen kann! Vielleicht wird es im kommenden Jahr eine entsprechende Reise geben!

Inzwischen sind Marie-Elisée und ich in Jerusalem angekommen und der Rest der „Harpas“ auf dem Frauenberg. Schon sehr bald kommen die Pilger aus Ecuador!

Elija aus Jerusalem

Mission in Litauen

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Kurz vor unserer Rückreise nach Deutschland können wir feststellen, daß es eine sehr fruchtbare Mission in diesem Zeitabschnitt war. Sowohl die zweimaligen Exerzitien, die ich gegeben habe, als auch die vier Konzerte in Vilnius und Kaunas, sowie die von den Harpas gesungenen Messen haben nicht wenige Menschen erreicht und ihren Glauben gestärkt. So lauteten jedenfalls die Zeugnisse.
Untergebracht waren wir im Kloster der Johannesbrüder. Auch mit ihnen gab es Begegnungen. Inzwischen sind die „Harpas“ schon recht bekannt und die Menschen freuen sich sehr, sie singen zu hören. Auffällig ist jedoch immer wieder die Frage nach der Sarahmusik und das erinnert nicht ohne Schmerz an die eigentümliche Abwesenheit von Jennifer in ihrer Berufungskrise.
Beim letzten Konzert bat Marie-Elisée in ihrer liebenswürdigen Art die Menschen um das Gebet für die schwierige Situation in Lokoko. Eine Möglichkeit, die wir wohl etwas spät erst entdeckten – aber immerhin nun im Bewußtsein ist!
Es ist eine schöne Perspektive, wenn wir über das Apostolat der Gemeinschaft Menschen aus verschiedenen Nationen einladen, füreinander zu beten.
Heute ist in Litauen der Unabhängigkeitstag. Am frühen Morgen war ich in Ausros Vartae (ein besonderer Platz Mariens) und habe – diesmal allein – die geistige Gründung von „Balta Lelija“ erneuert!
Bald wird es auf der entsprechenden Website von Balta Lelija nachzulesen sein! Ich erhoffe mir von diesem Akt einen neuen Impuls, auf die antichristlichen Entwicklungen deutlich aufmerksam zu machen. Es gibt ihrer leider genügend!

Wiederum wurden die „Harpas“ und die Gemeinschaft eingeladen,
die Woche vor dem Fest der Barmherzigkeit gesanglich zu gestalten und die Apokalypse im Heiligtum von Vilnius zu singen. Wir haben zugesagt und es ist jetzt schon vorauszusehen, daß es eine sehr intensive Woche werden wird (22.-28.4)!

Elija noch in Vilnius

Vor der Mission in Litauen!

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Seit der Rückkehr vom Haus Diepbach in Belgien stand die Aufnahme der neuen CD der „Harpas“ im Vordergrund. Sie wird „Lumen de Lumine“ heißen und umfasst 23 Gesänge, teilweise mit Rhythmusinstrumenten (afrikanische Gesänge). Ich glaube, sie wird sehr ansprechend werden!

Vom 26. Februar bis 12. März sind wir in Litauen. Zweimal stehen Exerzitien an, Begleitung von Heiligen Messen, Konzerte, Begegnungen …

Danke für alle Gebete! Mehr dann aus Vilnius!

Elija noch in Irndorf

In Europa!

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Inzwischen sind wir gut in Deutschland angekommen. Während die „Harpas“ sich im Haus Samaria auf die Erstellung einer neuen CD vorbereiten, verbrachte ich einige Tage im Haus Diepbach in Belgien.
Nun bin auch ich in Deutschland!

Elija aus Irndorf

Leider sind die Nachrichten aus Afrika und Ecuador nicht so gut. In beiden Ländern kam es zu Übergriffen im Sinne des Diebstahls und in Lokoko zeigt sich wieder ein älterer Konflikt, der auch Gewalt gegen einen Mitarbeiter der Gemeinschaft mit sich brachte. Die Situation in beiden Ländern sei dem Gebet anbefohlen!

Elija aus Irndorf

Vor der baldigen Abreise nach Europa!

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Inzwischen sind wir nach einem fruchtbaren Aufenthalt im heissen Guayaquil nach Sto. Domingo zurueckgekehrt und bereiten uns langsam auf die Rueckkehr nach Europa vor.

Guayaquil war gepraegt von vielen Ansprachen meinerseits, aber auch vom Einsatz der „Harpas“ in etlichen Heiligen Messen. Man kann sagen, daß unser Dienst in Ecuador gut aufgenommen wurde und eine „Rezeption“ erkennbar wird, die uns zeigt, daß wir mit der Mission hier und vielleicht auch in anderen suedamerikansichen Laendern Gott und den Menschen dienen koennen.

Derzeit suchen wir noch Sprecher fuer unser Jehannehoerspiel, um es dann in Deutschland auch in spanischer Sprache zu erstellen!

Danke fuer alle Gebetsunterstuetzung!

Morgen fahren wir dann nach Quito, um am Abend an einem Treffen mit der Jemaelfamilie teilzunehmen.

Freitagnacht fliegen wir dann von Quito nach Atlanta, um am naechsten Abend nach Zuerich weiterzufliegen! Wir werden fast 12 Std. Aufenthalt haben. Vielleicht wird dies eine Gelegenheit am Text ueber den Gehorsam zu arbeiten!

Noch aus Sto. Domingo

Aus dem heissen Guayaquil

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Inzwischen sind wir von einem sehr fruchtbaren Aufenthalt in Cuenca zurueckgekehrt. Sehr liebevoll wurden wir von den Ordenschwestern Maria Corredentora aufgenommen und betreut. Die Verantwortliche, Sr. Enid, hatten wir in Jerusalem kennengelernt. Sie nahm an den Pilgerexerzitien teil und war sehr angetan. Jetzt organisierte sie ein großes Retiro (Kurzexerzitien) mit mehr als hundert Teilnehmern.

Mehrere Heilige Messen begleiteten die „Harpas“ und die letzte am Sonntagabend in der wunderbaren Kathedrale von Cuenca. Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefuellt und wir waren froh, daß wir unserere Ausruestung um einen Lautsprecher erweitert hatten, so daß der Gesang ueberall hoerbar war.

Inzwischen sind wir im heissen Guayaquil angekommen und haben bereits eine laengere Anbetung mit Meditationen, Heiliger Messe und „Harpagesang“ hinter uns!

Danke fuer alle weiteren Gebete!

Gruss aus Guayaquil
Elija

Vor der Mission in Cuenca und Guayaquil!

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Nach einigen Tagen in der relativ beschaulichen und – Gott sei Dank – friedlichen Tierra de la Paz in Sto. Domingo, werden die „Harpas“ und ich morgen wieder auf Reisen gehen.

Zunaechst nach C u e n c a, wo ich Kurzexerzitien halten werde, immer in Begleitung des „heiligen Gesangs“ und dann nach G u a y a q u i l. Dort werden es ebenfalls Exerzitien sein, sowie die Begleitung einer mehrstuendigen eucharistischen Anbetung mit Gesang und Meditationen. Wahrscheinlich werden wir die Heilige Messe des neugeweihten Weihbischof Bertram Wick aus Guayaquil singen.

Hier in Sto. Domingo ging es in den letzten Tagen um viele Gespraeche. Am 4. Januar sangen wir abends in Sto. Domingo eine Heilige Messe und gestalteten die eucharistische Anbetung, was viele junge Menschen, die teilnahmen, sehr ansprach!

Am 20 oder 21. Januar kommen wir zurueck. Dann wird es schon bald weitergehen nach Quito fuer ein letztes Treffen mit der Jemaelfamilie und fuer den Rueckflug nach Europa.
Danke fuer alle Gebete!

Heute hatte ich ein sehr herzlichen Treffen mit Bischof Julio in Sto. Domingo. Er ist wirklich ein Juwel! Spaeter mehr ueber Aspekte dieses Gespraeches!

Elija noch in Sto. Domingo