ICH SCHÜTTE VOR IHM MEINE KLAGEN AUS

307. Kleine Vaterbetrachtung

“Ich schütte vor ihm meine Klagen aus und eröffne ihm meine Not.” (Ps 142,3)

Wir können und sollten mit unserem himmlischen Vater frei über das sprechen, was uns bedrückt und die Fragen, die wir im Herzen tragen, formulieren – gerade auch solche, die für uns nicht beantwortet sind oder bei denen wir uns vielleicht sogar vor einer Antwort fürchten. Der Psalmist faßt oft das Innerste seiner Klage in Worte. Er vermag diese Klagen nicht selbst zu überwinden und so wendet er sich an unseren himmlischen Vater. Weiterlesen

WER BEMERKT SEINE EIGENEN FEHLER?

306. Kleine Vaterbetrachtung

 “Wer bemerkt seine eigenen Fehler? Sprich mich frei von Schuld, die mir nicht bewußt ist! (Ps 19,13)

Die Sorge unseres himmlischen Vaters um unser Seelenheil betrifft nicht nur den uns bewußten Bereich von Schuld und Fehlverhalten; Dinge, an denen wir arbeiten können, um sie zu überwinden. Seine Sorge betrifft auch jene Bereiche, die uns nicht vor Augen stehen, aber doch in uns wirksam sind. Der Psalmvers lädt uns ein, jene uns unbekannten inneren Bereiche zu unserem Vater hin zu öffnen, damit sie von seiner Gnade berührt werden können. Weiterlesen

IN DER LEHRE BLEIBEN

304. Kleine Vaterbetrachtung

“Wer in der Lehre (Christi) bleibt, hat den Vater und den Sohn” (2 Joh 9b)

Es ist uns Menschen von unserem Vater ein großer Schatz anvertraut worden, den die Kirche treu gehütet hat: die Lehre Christi. Sie schenkt unserem Verstand das übernatürliche Licht, damit wir nicht in die Irre gehen und so in die Fallstricke des Bösen geraten. Der Irrtum in Fragen des Glaubens verdunkelt unsere Beziehung zu Gott, weil ein »falsches Licht« in unsere Seele eindringt und sich an die Stelle wahrer Erkenntnis setzt. Dies wirkt sich auch auf unsere Liebesfähigkeit aus, denn die tiefere Erkenntnis Gottes, die unsere Liebe immer stärker erwecken kann, bleibt uns verschlossen. Weiterlesen