“Laß also keinen Schrecken und keine Furcht dein Herz bemeistern. Glaube an mich und vertraue auf meine Erbarmungen!” (Thomas von Kempen, Nachfolge Christi, III, 30)
Es gibt viele Umstände, die sich unseres Herzens bemächtigen wollen – Furcht und Schrecken gehören dazu Sie können den Menschen ganz in ihren Bann ziehen oder ihm zumindest die innere Ruhe rauben.
Aus Erzählungen und Berichten wissen wir ja, daß man bei kriegerischen Auseinandersetzungen nicht selten versucht, bewußt Furcht und Schrecken zu verbreiten, um den Gegner vor dem konkreten Kampf einzuschüchtern und dies als Kampfwaffe zu nutzen. Wird dies erreicht, dann wird die Kampfkraft des Gegners geschwächt und sein Mut kann sinken.
Auf unserem geistlichen Weg der Nachfolge des Herrn verhält es sich nicht viel anders. Auch hier stehen wir im Kampf mit verschiedenen Feinden, die uns besiegen wollen. Wir kennen sie: Einerseits ist es das ungeordnete Verlangen unserer menschlichen Natur, andererseits sind es die Verlockungen der Welt. Vor allem aber sind es die Angriffe des Teufels, die in unserer Seele Unordnung hinterlassen wollen.
In all diesen Fällen gilt es, sich an unseren Vater zu wenden. Sei es, daß wir uns durch uns selbst verwirren lassen oder durch einen unklugen Umgang mit der Welt und ihren falschen Verlockungen. Bei unserem Vater finden wir immer wieder den Frieden. Gott kommt uns bereits mit seinem Erbarmen entgegen, wenn wir uns ihm anvertrauen. Die Angriffe des Teufels werden gebändigt, wenn wir den Schild des Glaubens ergreifen, wie der heilige Paulus uns auffordert: “Vor allem greift zum Schild des Glaubens! Mit ihm könnt ihr alle feurigen Geschosse des Bösen auslöschen.” (Eph 6,16)
Wichtig ist, daß wir es sofort tun, sodaß Furcht und Schrecken sich gar nicht erst ausbreiten können und die Seele nicht im Zustand der Verwirrung verbleibt.
