DAS LICHT EINER KERZE

“Die ganze Dunkelheit der Welt kann das Licht einer einzelnen Kerze nicht löschen.” (Hl. Franz von Assisi)

“Ihr seid das Licht der Welt” (Mt 5,13), sagt Jesus zu seinen Jüngern. Dem geht sein Zeugnis über sich selbst voraus: “Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis umhergehen, sondern wird das Licht des Lebens haben” (Joh 8,12).

Wenn wir das Wort des Heiligen Franziskus auf uns beziehen können, dann ist jeder von uns wie eine Kerze, die in dieser Dunkelheit leuchtet. Was auch immer die Mächte der Finsternis unternehmen, um dieses Licht zu löschen: Es wird ihnen nicht gelingen, denn es ist das Licht Jesu, das in seinen Jüngern erstrahlt. Solange wir im Stand der Gnade leben, ist es unlöschbar.

Alle Versuche, das Licht, das der Herr ist, schon zu Beginn auszulöschen, konnten nicht gelingen. Der Herr hat uns das Wort des Vaters gebracht. Er ist nach seiner Kreuzigung von den Toten auferstanden und hat seine Jünger ausgesandt, Licht für die Menschen zu sein und dies in der ganzen Welt zu bezeugen.

Das bleibt auch in der heutigen Zeit unsere Aufgabe als Christen: In der Finsternis der Glaubenslosigkeit als Licht zu leuchten und mitzuhelfen, daß noch viele weitere Kerzen entzündet werden. Wenn schon eine einzige Kerze nicht von der Dunkelheit gelöscht werden kann, wie viel heller wird es erst, wenn viele Kerzen brennen!

Selbst wenn es uns nicht gelingt, auf erkennbare Weise viele Menschen zum Glauben zu bewegen, können wir im Verborgenen eine brennende Kerze sein, die durch ihr Gebet und ihre Liebe zu Gott und den Menschen fruchtbar wird. Gott selbst hat das Licht in uns entzündet. Er ist es, der durch uns leuchten möchte.