AUF GOTT SCHAUEN

“Schau nicht so sehr auf deine Schwächen und Begrenzungen, sondern auf mich, der dich gerufen hat und an dir festhält, komme, was da wolle.” (Inneres Wort)

Auf unserem Weg der Nachfolge ist dieses Wort eine wichtige Orientierung. Manchmal kann es geschehen, daß uns der Mut sinkt, wenn wir unsere Schwächen und Begrenzungen wahrnehmen. Die eigene Unfähigkeit zu ertragen, ist in der Tat nicht so einfach. Wir können dann nur schwer aus der eigenen Kraft schöpfen und wirken vielleicht sogar wie gelähmt.

Doch hier gilt es, den Blick auf unseren Vater zu richten und uns immer wieder klar zu werden, daß Gott uns gerufen hat und von seiner Seite aus alles getan wird, um uns sicher auf den Weg in die Ewigkeit zu führen. Das ist es, was uns durchträgt, wenn wir an uns selbst arges Ungenügen finden. Dies hilft uns zugleich, den Schwerpunkt unseres Lebens zu verlagern. Denn ob wir nun zu selbstsicher oder zu unsicher sind: Beides bindet uns an die eigene Person.

Der Blick auf unseren Vater schenkt uns hingegen jene ruhige Sicherheit, die aus seiner Liebe erwächst.  Wir leben, weil er da ist. Wir leben, weil er uns das Leben geschenkt hat. Wir leben, weil seine Liebe zu uns niemals aufhört. Gott hält an uns fest. Seine Liebe ist nicht schwankend und verläßt uns auch nicht, wenn es uns schwerfällt, uns selbst zu ertragen.

So verändert sich unser Leben, und unser Vater nimmt unseren Blick auf ihn an. Wir stehen immer weniger selbst im Mittelpunkt, denn Gott hat diesen Platz eingenommen und lenkt unsere Schritte. Vielleicht sind nicht alle Schwächen und Begrenzungen überwunden, aber sie werfen uns nicht mehr ständig auf uns zurück und werden sogar von der Weisheit des Vaters in den Dienst genommen, um mehr auf ihn, als auf uns zu schauen.