Die Hirten

Fünfte Weihnachtsmeditation

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Die Hirten auf den Feldern von Bethlehem nehmen die Botschaft der Engel voll Freude auf und eilen zu dem neugeborenen Kind! Es sind einfache Menschen, die in ihrer Schlichtheit von Herzen die Wichtigkeit dieser Botschaft verstehen und sicher überwältigt sind von der Heiligkeit des Geschehens in der Grotte zu Bethlehem! Bethlehem, Du bist nicht die geringste unter den Städten Judäas!

Einfache Menschen waren die Hirten, die mit ihrem Herzen verstehen, die keine komplizierten Gedankengänge brauchen, um die Wahrheit zu erkennen; Menschen, die uns an das Wort erinnern: „Man sieht nur mit dem Herzen gut!“

Oft sucht Gott gerade solche Menschen, um ihnen wichtige Botschaften anzuvertrauen, ja, manchmal sind es sogar Kinder! Die Schlichtheit des Herzens verhindert eine nicht selten vom eigenen Ich hervorgebrachte Kompliziertheit, welche die Botschaft beeinträchtigen würde.

Hirten sind es, die ganz am Anfang, nach der Geburt des Herrn, stehen und Zeugnis geben! Hirten, welche die Aufgabe haben, die ihnen anvertraute Herde zu weiden!

Welch sprechende Botschaft, denn es kommt der Hirte der Menschheit, der gute Hirte, und ruft die Hirten vom Feld, um ihnen das Geschenk seiner Gegenwart unter den Menschen zu geben!

Die Hirten von Bethlehem gehören also zu den ersten Empfängern der Freudenbotschaft! So heißt es in der Antiphon der Laudes am Hochfest der Geburt Christi:

Der Engel sprach zu den Hirten: Ich verkünde euch eine große Freude; heute ist euch der Heiland geboren, der Retter der Welt!

Sie sind also Träger der Freude des Himmels!

Sie sind die Empfänger, und werden dann zu Boten der Freude!

Es sind nicht die Mächtigen dieser Erde, nicht die religiösen Führer, die zuerst von der Geburt des Gottessohnes erfahren! Nein, es sind die einfachen Menschen!

Von da aus beginnt es die ganze Geschichte zu durchziehen, die Geschichte der Verkündigung der Freudenbotschaft. Jetzt sind die Empfänger der Botschaft  gerufen, Hirten für andere zu werden!

Das Vorbild ist der gute Hirte selbst! Er gibt das Leben für seine Schafe! In dem Bild des Hirten und seiner Herde wird uns etwas von der Weise Gottes gezeigt, denn Gott kommt selbst auf diese Erde, um die Seinen auf die gute Weide zu führen, sie aus den Ketten der Sünde und des Teufels zu befreien!

Der Hirtendienst, der denen anvertraut ist, welche die Freudenbotschaft aufgenommen haben und ihr gefolgt sind, ist es nun zu eilen, um Gott anzubeten und zu eiligen Trägern dieser Botschaft zu werden!

Es ist der Hirte der Menschheit gekommen und dies müssen die Menschen wissen!

„Freut Euch, der Heiland ist geboren! Wißt Ihr es schon? Wißt Ihr schon, daß Gott selbst in diese Welt gekommen ist und alle Menschen zu sich nach Hause führen will?

Dort, bei ihm, werdet Ihr gute Weide finden, bei ihm werdet Ihr Schutz haben vor den Mächten des Bösen, bei ihm habt Ihr immer die Sicherheit der Liebe. Wißt Ihr das schon?“

Die Botschaft ist alt und doch immer wieder neu! Manche haben sie noch nicht gehört, andere haben sie vergessen, andere verstehen sie nicht richtig, andere kümmern sich nicht darum, andere haben sich verlaufen…!

Was tut der Hirte?

Er sucht sie alle!