DES VATERS GRÖSSTE FREUDE

293. Kleine Vaterbetrachtung

“Ich sehe, was der Mensch benötigt, ich kenne seine Mühen und all seine Wünsche; und meine größte Freude besteht darin, wenn ich ihm beistehen und ihn retten kann.” (Botschaft von Gottvater an M. Eugenia Ravasio)

Heute betrachten wir einen anderen Aspekt der Freude unseres himmlischen Vaters. Vor zwei Tagen haben wir über die Freude des Vaters gesprochen, unter uns zu sein. Heute schauen wir auf seine zärtliche väterliche Freude daran, uns in allen Situationen beizustehen, uns Gutes zu tun und die zu umsorgen, die er liebt.

Wenn wir selbst Väter oder Mütter sind, können wir das gut verstehen; aber auch wenn wir einen Beruf haben, der uns viel mit Menschen zusammenbringt, die unsere Hilfe nötig haben. Es wird uns zur Freude, wenn wir helfen können.

Dies gilt nicht nur für die praktische Hilfe, sondern dehnt sich auf den seelsorgerlichen Bereich aus. Wie schön ist es für einen Priester, die Lossprechung in der Beichte zu schenken! Wie schön ist es, einem Menschen einen geistlichen Rat geben zu können, für die Seelen am Ort der Reinigung zu beten oder dem Menschen das Wichtigste zu vermitteln – den Glauben an Jesus Christus!

Wenn es schon für uns tiefe Freude bedeutet, die wir »arg« sind (vgl. Mt 7,11), wieviel größer wird die Freude für unseren Vater sein, wenn er sich um seine Kinder kümmern und ihnen beistehen kann! Wie oft wohl hat der Vater uns schon »gerettet«? Unzählige Male! Wie oft erleichtert er unsere Mühen? Unzählige Male! Wie oft erfüllt er unsere Wünsche, noch weit über das hinaus, was wir erbitten? Unzählige Male! Und wenn er sie nicht erfüllt, dann hat er etwas Besseres für uns im Sinn!

Für uns ist es gut zu hören, daß unser Vater sich so gerne um uns kümmert und wir ihm nicht eine ständige Last sind, wie wir manchmal leicht vermuten könnten, wenn uns die eigenen Schwächen so vor Augen stehen.

Immer ist es das Geheimnis des liebenden Gottes, dem wir begegnen. Seine Liebe umgibt uns und nie verliert er uns aus seinem Blick.