EIN KIND IST UNS GEBOREN

“Ein Kind ist uns geboren. (Jes 9,6)

Hätte unser Vater es besser machen können? Gewiß nicht, denn sonst hätte er es getan!

Also ist das Kind von Bethlehem das schönste Geschenk, das unser Vater in seiner Liebe der Menschheit machen konnte. Schauen wir es an, dieses Kind!

Kann es unser Herz gewinnen? Das möchte es.

Für sich selbst braucht es keine Reichtümer, sonst hätte der himmlische Vater sie ihm gegeben!

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DIE NÄHE GOTTES

“Sucht die Nähe Gottes, dann wird er sich euch nähern!” (Jak 4,8)

Bei jeder wahren Liebe sucht man die Nähe der geliebten Person. Gott selbst beschenkt uns stets mit seiner Gegenwart und Nähe. Er sucht den Menschen und will bei ihm sein. Doch es gehört auch dazu, daß der Mensch die Nähe Gottes sucht, daß er ihm sein Herz öffnet, sich nach ihm ausstreckt. Dann wird er die Nähe des geliebten Vaters immer mehr wahrnehmen, die sich seinem geöffneten Herzen mitteilt.

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DER BESTE WEG

“Ich führe dich immer den besten Weg, den Weg, der am meisten dient.” (Inneres Wort)

Wenn wir unserem Vater bewußt unser Leben übergeben haben und uns täglich in der Nachfolge seines Sohnes um Heiligkeit bemühen, brauchen wir uns keine Sorgen über unseren weiteren Weg zu machen. Es gilt, ihn lediglich Tag für Tag aufmerksam zu gehen, in dem Wissen, daß Gott auf allen Ebenen immer den für uns angemessenen Weg wählt – eben jenen, der uns am meisten dient.

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DIE BRUNNENSCHALE  

“Sei wie eine Brunnenschale, die zuerst das Wasser in sich sammelt und es dann überfließend weitergibt.” (Bernhard von Clairvaux)

Der heilige Bernhard verweist darauf, daß der Schwerpunkt zunächst auf den eigenen Weg der Heiligkeit gelegt werden sollte, der dann große Frucht bringen wird, wenn die Gnade Gottes reichhaltig in uns wirksam wird. Das werden alle geistlichen Lehrer bestätigen, und es ist völlig folgerichtig: “Wovon das Herz voll ist, davon spricht der Mund” (Lk 6,45).

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MARIA, DIE MITTLERIN

“Es kommt keine Gnade vom Himmel, die nicht durch Marias Hände ginge. Je größere Sünder wir sind, desto größer ist ihr Mitleid mit uns.” (Heiliger Bernhard von Clairvaux)

Hier begegnen wir einem Heiligen, der offensichtlich keine Bedenken hatte, Maria offiziell als Mittlerin aller Gnaden anzusehen. Er folgt in seinem Denken einfach dem inkarnatorischen Weg und überträgt diesen auf den mystischen Leib Christi. Die Gottesmutter ist die Mutter des Sohnes und zugleich seines mystischen Leibes!

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DIE UNBEDINGTE NOTWENDIGKEIT DES GEBETS      

“Wer betet, wird sicher gerettet. Wer nicht betet, geht sicher verloren.” (Heiliger Alfons von Liguori)

Die geistlichen Lehrer werden nicht müde, uns immer wieder auf das Gebet zu verweisen. Es ist »das große Gespräch mit Gott«, wie die heilige Teresa von Ávila es nennt. Heute legt es uns der heilige Alfons sehr ans Herz und geht sogar so weit zu sagen, daß wir, wenn wir nicht beten, verlorengehen. Das ist noch eine ganz andere Dimension! Er weiß sehr wohl, daß, wenn wir das Gebet vernachlässigen – was an sich schon eine Versuchung ist – weitere Versuchungen folgen, und es wird uns immer schwerer fallen, ihnen zu widerstehen.

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