SEHNSUCHT NACH LIEBE

“Wenn auch unser Herz die Liebe nicht hat, so hat es doch die Sehnsucht nach Liebe.” (Franz von Sales)

Der heilige Franz von Sales war ein äußerst feinfühliger Seelenführer, der es immer verstand, die Seelen aufzurichten und an das Gute im Menschen anzuknüpfen, besonders dann, wenn eine Seele sich im Dunkeln befand. So kann uns dieser Satz gerade mitten in einer inneren Finsternis Trost spenden, wenn wir uns unfähig fühlen zu lieben und unser Herz in sich verschlossen scheint.

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Die Briefe des Heiligen Ignatius

Der Heilige Ignatius von Antiochien, dessen Gedenktag wir heute im Vetus Ordo begehen (im Novus Ordo am 17. Oktober), war laut kirchlicher Tradition ein Schüler der Apostel Petrus und Johannes. Später wurde er Bischof der syrischen Hauptstadt Antiochia, starb als Märtyrer und wurde sehr früh als Heiliger verehrt. Er selbst nannte sich immer mit seinem zweiten Namen: Theophóros (θεοφόρος) – Gottesträger.

Ignatius war als Nachfolger des Evodius der dritte Bischof von Antiochien, wenn man den Apostel Petrus als ersten Bischof zählt, wie uns Origenes, Eusebius und Hieronymus überliefern. Sicher erwiesen ist, daß er Bischof war und unter Kaiser Trajan zum Tode verurteilt wurde. Auf der Reise von Antiochien nach Rom verfaßte er die uns erhaltenen sieben Briefe, die wir heute als Kleinod altchristlichen Glaubens und tiefer Frömmigkeit schätzen.

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DER GOLDENE SCHLÜSSEL ZUM HERZEN DES VATERS  

“Vertraue dich Gott ganz an. Er ist ein Vater und ein äußerst liebevoller Vater, der eher Himmel und Erde zusammenbrechen lassen würde, als jemanden aufzugeben, der auf ihn vertraut hat.” (Heiliger Paul vom Kreuz)

Immer wieder lädt der Herr durch die Heiligen oder mit eigenen Worten zum Vertrauen ein. Es ist ein goldener Schlüssel zum Herzen unseres Vaters und er schätzt unser Vertrauen so sehr, selbst wenn es nur eine ganz kleine Flamme, ja nur ein Funke ist.

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DER HEILIGE DON BOSCO »Die Sorglosigkeit«      

Phil 4,4-9 Lesung am Gedenktag des Heiligen Don Bosco

Brüder! Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! Eure Güte werde allen Menschen bekannt. Der Herr ist nahe. Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott! Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren. Schließlich, Brüder: Was immer wahrhaft, edel, recht, was lauter, liebenswert, ansprechend ist, was Tugend heißt und lobenswert ist, darauf seid bedacht! Was ihr gelernt und angenommen, gehört und an mir gesehen habt, das tut! Und der Gott des Friedens wird mit euch sein.

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HERR SEIN ÜBER SICH SELBST

“Steh fest in dir selbst! Kein innerer oder äußerer Feind wird dich überwältigen, wenn du Herr bist über dich.” (Heiliger Bonaventura)

Man könnte das Wort des Heiligen Bonaventure auch so wiedergeben: “Halte dein inneres Haus in Ordnung, damit alles auf Gott ausgerichtet ist und mit seinem Willen im Einklang steht! Dann kann kommen, was will, und du kannst in das innere Haus des Friedens eintreten und dort verweilen.”

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Ein Weizenkorn, das Frucht bringt

Im Vetus Ordo gedenken wir heute der Heiligen Martina von Rom. In ihr begegnet uns wiederum eine der heiligen Jungfrauen, die ganz am Anfang der Ausbreitung des Christentums im römischen Reich das Martyrium erlitten haben und so zum Weizenkorn wurden, das große Frucht brachte für das Reich Gottes (vgl. Joh 12,24). Es ist bewundernswert, mit welch großem Glauben und mit welcher Entschlossenheit sie dem Herrn treu geblieben sind und sich nicht gebeugt haben. Wir sollten uns nicht nur die Erinnerung an diese Heiligen wachhalten und ihr Beispiel vor Augen haben, sondern sie auch konkret bitten, daß auch wir dem Herrn treu bleiben, wenn wir Verleumdungen und Verfolgungen zu erleiden haben.

Wie ich es in meinen Schriftauslegungen und Vorträgen manchmal erwähne, denke ich, daß unser Glaube heute zunehmend von außen, aber auch von innen bedroht ist. Gewiß war das schon immer so, doch ist nicht zu übersehen, daß wir in einer Zeit leben, in der weltweit – in verschiedenen Ländern vielleicht mit unterschiedlicher Intensität – die Wahrheit unseres Glaubens angegriffen wird und es durchaus zu größeren Verfolgungen kommen kann.

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