Da wir die Reinigung des Tempels bereits am neunten Tag unseres Fastenpfades thematisiert haben (https://elijamission.net/7-tag-im-heiligen-geist-dem-boesen-widerstehen/#more-19907) werde ich heute die Geschichte von zwei Heiligen in unseren Weg integrieren, deren Fest am 16. März ist. Es handelt sich um den heiligen Abraham († 16. März 360) aus Edessa in Mesopotamien und um seine Nichte Maria († 16. März 355).
Schon früh hatte Abraham Sehnsucht nach einem Leben in der Einsamkeit mit Gott und bat seine Eltern um Erlaubnis, ein solches Einsiedlerdasein zu führen. Doch seine Eltern hatten eine Hochzeit mit einer – aus ihrer Sicht – ihm würdigen Jungfrau vorgesehen. Schweren Herzens war Abraham ihnen gehorsam. Die Legende berichtet Folgendes: Nach der Hochzeitsfeier “erklärte er seiner Braut den gefaßten Entschluß, in immerwährender Enthaltsamkeit zu leben. Dann ging er heimlich davon und verschloß sich in einer einsamen Zelle, die ungefähr eine Stunde von der Stadt Edessa entfernt lag.”
Der Ruf Gottes in die Einsamkeit war stärker, sodaß auch alle Versuche, ihn zu seiner Gattin zurückzuführen, vergeblich waren. Er mauerte seine Zelle zu bis auf ein kleines Fenster, durch das er die notwendigsten Dinge für seinen Lebensbedarf erhielt.
