WACHSEN IN DER LIEBE

Einst fragte die Heilige Gertrud den Herrn, warum er es zugelassen habe, daß gewisse Leute sie beängstigten. Der Herr antwortete ihr: “Wenn die väterliche Hand das Kind züchtigen will, so vermag die Rute keinen Widerstand zu leisten. Deshalb wünschte ich, daß meine Auserwählten es niemals den Menschen anrechneten, durch welche sie geläutert werden, sondern auf meine väterliche Liebe schauten, da ich ja niemals auch nur dem leisesten Winde gestatten würde, wider sie zu wehen, wenn ich nicht ihr ewiges Heil im Auge hätte. Sie aber sollten mit jenen Mitleid haben, die sich zuweilen beflecken, während sie selber gereinigt werden.”

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IM GEBET AUSHARREN

“Wegen Zerstreuungen oder Beunruhigungen des Geistes dürfen wir das Gebet nicht verlassen, selbst wenn es ohne irgendeinen Nutzen erscheint. Wer seine ganze gewohnte Gebetszeit ausharrt und seinen Geist immer wieder liebenswürdig zum Gegenstand seines Gebetes zurückruft, wird viel gewinnen.” (Heiliger Philipp Neri)

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AUF DER WAAGE GOTTES

“Ohne innere Liebe ist alles äußere Tun nichts nütze. Was aber aus Liebe geschieht, das ist groß, das bringt reiche Frucht, so gering und ungeachtet es im Auge des Menschen immer sein mag. Denn auf der Waage Gottes wiegt das, was dich zum Tun treibt, ungleich mehr als die Tat selber.” (vgl. Thomas von Kempen, Nachfolge Christi)

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