DIE GNADE DER RÜCKKEHR

“Weggehen von Dir heißt STERBEN.

Zurückkehren zu Dir heißt AUFERSTEHEN.

Wohnen bei Dir heißt LEBEN.” (Heiliger Augustinus)

Unser geistliches Leben stirbt, wenn wir den Weg mit Gott verlassen und uns wieder den Versprechungen dieser Welt zuwenden. Das Leben der Gnade, das uns zuvor immer getragen hat, beginnt in unserer Seele zu erlöschen. Die unmittelbare, zärtliche und selbstverständliche Nähe Gottes, die allem Leben erst den rechten Sinn verleiht, schwindet.

Das gilt bis zu einem gewissen Grad auch dann, wenn wir eine von unserem Vater geschenkte Berufung vernachlässigen und dann verlieren. Der gnadenhafte Aufschwung, den wir mit dem Ruf unseres himmlischen Vaters erhalten haben, wird schwächer und selbst wenn wir in unserem weiteren Leben den Geboten treu bleiben, läßt das etwas Unerfülltes in der Seele zurück.

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WENN DU MICH ANBLICKST

“Verborgen bleibt mir mein Dasein, bis Du mich anblickst, Gott, und meine Finsternis so hell wird wie der Mittag.” (Heiliger Augustinus)

Erst im Blick des Vaters auf uns erfassen wir unsere wahre Bestimmung als Menschen. Es ist so, wie es der Heilige Augustinus beschreibt.

Solange wir diesen Blick noch nicht kennen, suchen wir häufig auf verschiedensten Wegen nach unserer Identität und setzen mehr ein Bild von uns zusammen, als daß es sich organisch nach dem Willen Gottes entfalten würde.

Wer sind wir? Was sind wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir?

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DER FINSTERNIS DIE BEUTE ENTREISSEN

“Nun, da ich euch dieses Licht schenke, sollt ihr im Licht bleiben und das Licht zu allen tragen. Dies wird ein sehr wirksames Mittel sein, viele Bekehrungen zu erlangen und auch, wenn möglich, die Pforte zur Hölle zu verschließen.” (Aus der Botschaft von Gottvater an M. Eugenia Ravasio).

Das Licht, von dem unser Vater spricht, ist die Offenbarung an Madre Eugenia. Deshalb sei es allen ans Herz gelegt, immer wieder in diesem Büchlein zu lesen, das einen tiefen Einfluß auf unser Herz zu nehmen weiß, wenn wir die Worte unseres Vaters einlassen.

In den vorhergehenden Betrachtungen haben wir gehört, daß sich der Herr auf diesem Weg mitteilen möchte, um uns seine Liebe zu uns noch tiefer verstehen zu lassen. Sie ist das Licht, in dem wir wandeln sollen. Wenn wir der Einladung Gottes folgen und in einem innigen, vertrauten Verhältnis mit ihm leben – also Tag für Tag im Licht unseres Vaters bleiben –, dann verspricht unser Vater, daß es möglich ist, viele Bekehrungen zu erlangen.

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UNSER VATER WILL UNSERE LIEBE ZU IHM REINIGEN

“Ich komme, um die Liebe, die ihr mir entgegenbringt, die aber durch eure Angst verfälscht ist, zu bereinigen.” (Aus der Botschaft von Gottvater an M. Eugenia Ravasio).

Die Liebe zu unserem himmlischen Vater sollte aus einem freien und vertrauenden Herzen kommen. In der Verkündigung in unserer Kirche wurden früher vielleicht manchmal über das Maß hinaus die Konsequenzen betont, die ein sündiges Leben nach sich zieht. Dadurch kann sich Angst in die Beziehung zu Gott einnisten, die den Zugang zum wahren Bild Gottes erschwert oder dieses Bild gar verfälscht. Die immer wiederkehrenden Hinweise im Vaterbüchlein legen das nahe, gerade auch der obige Satz. Ihm geht im Büchlein unmittelbar voraus, daß der Vater betont, die Missionare würden von Gott sprechen, wie sie ihn selbst zu kennen meinen. Er sagt sehr deutlich: “Ich versichere euch, ihr kennt mich nicht so, wie ich bin.”

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In der Liebe des Ewigen

“Ich bin der Ewige und habe die Zeit in meinen Händen.” (Inneres Wort)

Es ist ein Wort, das uns Ruhe und Gelassenheit schenken möchte. Dies ist besonders wichtig inmitten der unruhigen Zeiten, in denen Welt und Kirche gemeinsam wie ein richtungsloses großes Schiff auf dem großen Ozean treiben. Das Steuer wirkt blockiert. Zudem sind Lecks im Schiff nicht zu übersehen, die das Wasser eindringen lassen. Ein menschlicher Kapitän, der mit dieser Situation umzugehen wüßte, ist weit und breit nicht zu sehen! Weiterlesen

BEKEHRUNG DER HARTNÄCKIGSTEN

“Die Kenntnis, daß Gott der Schöpfer und wahrer Vater ist, würde auch die Bekehrung der Hartnäckigsten erreichen, und diese Bekehrungen wären zahlreich und auch beständig.” (Aus der Botschaft von Gottvater an M. Eugenia Ravasio)

Im Anschluß an den Text der gestrigen Betrachtung spricht unser Vater heute von jenen Seelen, die sich noch im Aberglauben befinden. Sie rufen zwar nach ihm und wissen, daß es ihn gibt, haben aber keine rechte Erkenntnis von Gott. Ihnen zu sagen, daß es einen liebenden Vater gibt, der sich um sie sorgt, ihnen in ihren Leiden und ihrer Verzagtheit beisteht und sie mit großer Liebe umgibt, würde sicher ihre Herzen treffen, ihrer Suche eine Antwort schenken und sie aus mancher Verirrung herausführen.

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DEN VATER TIEFER ERKENNEN

“Ist es ferner nicht wahr, daß ihr mich wie herzlich zugeneigte Kinder lieben würdet, wenn ihr wirklich wüßtet, welchen Vater ihr habt?” (Aus der Botschaft von Gottvater an M. Eugenia Ravasio).

Es hängt sehr viel von der wahren Erkenntnis Gottes ab. Aus diesem Grund hat sich unser göttlicher Vater Madre Eugenia gezeigt und sie veranlaßt, das kleine Büchlein zu schreiben, aus dem dieser Text entnommen ist. Erkennen hängt mit Lieben zusammen. Je tiefer ich Gott erkenne, desto mehr liebe ich ihn, weil ich seinem Wesen begegne – und somit begegne ich der Liebe selbst.

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