Halte immer an mir fest

“Halte immer an mir fest und gehe tief in das Innere!” (Inneres Wort)

Was auch kommen mag an innerer und äußerer Bedrängnis, in der wir nicht die Gegenwart Gottes wahrzunehmen vermögen, ist dieses Wort die mahnende Stimme unseres Vaters, daß wir festhalten sollen.

Nicht unsere Empfindungen geben uns Sicherheit auf unserem Weg mit Gott durch diese Zeit, sondern das Wort Gottes und somit sein Wille, uns zu führen. Darauf können wir uns absolut verlassen. Wenn wir uns aufrichtig bemühen, im Stand der Gnade zu leben, also in Übereinstimmung mit dem heiligen Willen Gottes, dann können wir uns ohne Frage und Zweifel darauf verlassen. Wenn wir vom geraden Weg abgekommen sind, dann gilt es, sofort zu Gott zurückzukehren, der uns ruft, um dann wieder seine Gnade aufzunehmen und in ihr zu leben. Die Liebe Gottes umgibt uns immer. Entweder mahnt sie uns, an ihm festzuhalten, oder zu ihm umzukehren.

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DAS INNERSTE DES HERZENS  

“Die Wurzel der Liebe soll das Innerste deines Herzens sein. Aus dieser Wurzel kann nichts als Gutes hervorkommen.” (Heiliger Augustinus)

Dies ist zunächst ein verwunderliches Wort des Heiligen Augustinus. Man denkt an das Wort Jesu, daß alles Unreine aus dem Herzen des Menschen kommt: “Von innen, aus dem Herzen der Menschen, kommen die bösen Gedanken, Unzucht, Diebstahl, Mord, Ehebruch, Habgier, Bosheit, Hinterlist, Ausschweifung, Neid, Verleumdung, Hochmut und Unvernunft. All dieses Böse kommt von innen und macht den Menschen unrein.” (Mk 7,2123)

Der Heilige spricht vom neuen Herzen, welches Gott uns schenken will, und bezieht sich auf ein gereinigtes Herz, in dem Gott selbst Wohnung genommen hat. Ist unser Vater in uns eingekehrt, dann ist es tatsächlich so, wie Augustinus es beschreibt: Der Geist ruft in unserm Inneren: “Abba, Vater!” (Gal 4,6).

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DIE GNADE DER RÜCKKEHR

“Weggehen von Dir heißt STERBEN.

Zurückkehren zu Dir heißt AUFERSTEHEN.

Wohnen bei Dir heißt LEBEN.” (Heiliger Augustinus)

Unser geistliches Leben stirbt, wenn wir den Weg mit Gott verlassen und uns wieder den Versprechungen dieser Welt zuwenden. Das Leben der Gnade, das uns zuvor immer getragen hat, beginnt in unserer Seele zu erlöschen. Die unmittelbare, zärtliche und selbstverständliche Nähe Gottes, die allem Leben erst den rechten Sinn verleiht, schwindet.

Das gilt bis zu einem gewissen Grad auch dann, wenn wir eine von unserem Vater geschenkte Berufung vernachlässigen und dann verlieren. Der gnadenhafte Aufschwung, den wir mit dem Ruf unseres himmlischen Vaters erhalten haben, wird schwächer und selbst wenn wir in unserem weiteren Leben den Geboten treu bleiben, läßt das etwas Unerfülltes in der Seele zurück.

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WENN DU MICH ANBLICKST

“Verborgen bleibt mir mein Dasein, bis Du mich anblickst, Gott, und meine Finsternis so hell wird wie der Mittag.” (Heiliger Augustinus)

Erst im Blick des Vaters auf uns erfassen wir unsere wahre Bestimmung als Menschen. Es ist so, wie es der Heilige Augustinus beschreibt.

Solange wir diesen Blick noch nicht kennen, suchen wir häufig auf verschiedensten Wegen nach unserer Identität und setzen mehr ein Bild von uns zusammen, als daß es sich organisch nach dem Willen Gottes entfalten würde.

Wer sind wir? Was sind wir? Woher kommen wir? Wohin gehen wir?

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DER FINSTERNIS DIE BEUTE ENTREISSEN

“Nun, da ich euch dieses Licht schenke, sollt ihr im Licht bleiben und das Licht zu allen tragen. Dies wird ein sehr wirksames Mittel sein, viele Bekehrungen zu erlangen und auch, wenn möglich, die Pforte zur Hölle zu verschließen.” (Aus der Botschaft von Gottvater an M. Eugenia Ravasio).

Das Licht, von dem unser Vater spricht, ist die Offenbarung an Madre Eugenia. Deshalb sei es allen ans Herz gelegt, immer wieder in diesem Büchlein zu lesen, das einen tiefen Einfluß auf unser Herz zu nehmen weiß, wenn wir die Worte unseres Vaters einlassen.

In den vorhergehenden Betrachtungen haben wir gehört, daß sich der Herr auf diesem Weg mitteilen möchte, um uns seine Liebe zu uns noch tiefer verstehen zu lassen. Sie ist das Licht, in dem wir wandeln sollen. Wenn wir der Einladung Gottes folgen und in einem innigen, vertrauten Verhältnis mit ihm leben – also Tag für Tag im Licht unseres Vaters bleiben –, dann verspricht unser Vater, daß es möglich ist, viele Bekehrungen zu erlangen.

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UNSER VATER WILL UNSERE LIEBE ZU IHM REINIGEN

“Ich komme, um die Liebe, die ihr mir entgegenbringt, die aber durch eure Angst verfälscht ist, zu bereinigen.” (Aus der Botschaft von Gottvater an M. Eugenia Ravasio).

Die Liebe zu unserem himmlischen Vater sollte aus einem freien und vertrauenden Herzen kommen. In der Verkündigung in unserer Kirche wurden früher vielleicht manchmal über das Maß hinaus die Konsequenzen betont, die ein sündiges Leben nach sich zieht. Dadurch kann sich Angst in die Beziehung zu Gott einnisten, die den Zugang zum wahren Bild Gottes erschwert oder dieses Bild gar verfälscht. Die immer wiederkehrenden Hinweise im Vaterbüchlein legen das nahe, gerade auch der obige Satz. Ihm geht im Büchlein unmittelbar voraus, daß der Vater betont, die Missionare würden von Gott sprechen, wie sie ihn selbst zu kennen meinen. Er sagt sehr deutlich: “Ich versichere euch, ihr kennt mich nicht so, wie ich bin.”

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In der Liebe des Ewigen

“Ich bin der Ewige und habe die Zeit in meinen Händen.” (Inneres Wort)

Es ist ein Wort, das uns Ruhe und Gelassenheit schenken möchte. Dies ist besonders wichtig inmitten der unruhigen Zeiten, in denen Welt und Kirche gemeinsam wie ein richtungsloses großes Schiff auf dem großen Ozean treiben. Das Steuer wirkt blockiert. Zudem sind Lecks im Schiff nicht zu übersehen, die das Wasser eindringen lassen. Ein menschlicher Kapitän, der mit dieser Situation umzugehen wüßte, ist weit und breit nicht zu sehen! Weiterlesen