“Wie junge Nachtigallen von den alten singen lernen, so werden auch wir durch den Umgang mit den Heiligen das Lob Gottes schöner beten und singen lernen: »Ich werde im Angesicht der Engel singen«, sagt David (Ps 137,1).” (Heiliger Franz von Sales)
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DIE GEBOTE SIND LEBEN
“Sieh her, wie ich deine Satzungen liebe, Herr; in Deiner Huld belebe mich.” (Ps 119,159)
Die heiligen Gebote Gottes sind Leben. In ihnen sich zu bewegen, bedeutet, in der Huld unseres Vaters zu leben. Sie sind Weisungen, die Gott in seiner Güte gegeben hat, damit wir nicht in den Wirren dieser Welt untergehen und dem Bösen zum Opfer fallen. Wir brauchen sie nur im Einzelnen zu betrachten, um zu erkennen, daß sie uns in großer Weisheit gegeben wurden. Wenn unser Vater uns als erstes Gebot “Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken” (Mt 22,37) gibt, dann ist uns damit bereits das Wesentlichste gesagt.
DER THRON DER WAHRHEIT
“Niemand auf der ganzen Welt vermag die Wahrheit zu verändern. Wir können nur eines: sie suchen, sie finden und ihr dienen.” (Heiliger Maximilian Kolbe)
Dieser so wahre Satz des heiligen Maximilian Kolbe will uns zu einer Haltung der demütigen Selbstverständlichkeit führen. Er zeigt uns den Weg, wie wir unser Leben fruchtbar und in Einheit mit Gott verbringen können. Dazu sind wir geschaffen, und dazu hat uns der Vater auch die Suche nach der Wahrheit ins Herz gelegt.
DER HERR MÖCHTE TRÖSTEN
“Ich, ich selbst bin es, der dich tröstet.” (Jes 51,12a)
Wie sehr wünscht sich unser Vater, daß wir das verstehen! Wer sonst könnte uns Trost schenken, der in jene Tiefe reicht, die weder wir selbst ausloten können noch ein anderer Mensch?
GROSSE FRUCHT BRINGEN
“Je mehr Du in meinem Herzen lebst und ich in Deinem, desto größer wird die Frucht sein.” (Inneres Wort)
Soll unser irdisches Leben große Frucht bringen, die uns in die Ewigkeit folgt? Hier wird uns ein Weg gewiesen, denn der himmlische Vater bietet uns sein Herz dafür an. Es ist kein schwerer Weg, der unendliche Anstrengungen von uns verlangen würde. Nein, es ist ein einfacher Weg der Liebe, ein vertrautes Zusammensein mit unserem Vater.
STERBEN, AUFERSTEHEN UND LEBEN
“Weggehen von Dir heißt STERBEN. Zurückkehren zu Dir heißt AUFERSTEHEN. Wohnen bei Dir heißt LEBEN.” (Heiliger Augustinus)
Mit diesen wenigen Worten, lieber Vater, trifft der heilige Augustinus es ganz genau. Wenn wir nämlich von Dir weggehen würden – was Du immer verhüten mögest –, könnten wir die Gnade, Deine lebendige Zuwendung zu uns, nicht mehr aufnehmen. Alles in uns würde beginnen abzusterben, alles, was uns den wahren Wert des Daseins erst richtig erschließt.
DER FEINDSCHAFT WIDERSTEHEN
“Alle, die mir nachfolgen wollen, erfahren die Feindschaft der Hölle und auch jener, die auf die Dämonen hören.” (Inneres Wort)
Dies ist unvermeidbar, wenn wir in die Nachfolge Christi eintreten. Der Ausdruck der Feindschaft mag sich zwar unterschiedlich zeigen, doch sie wird nicht ausbleiben. Das hat uns der Vater durch seinen Sohn und durch das Zeugnis derer, die ihm nachfolgten, deutlich gemacht.
