“Der Heilige Geist ist Licht und Stärke. Er ist es, der uns das Wahre vom Falschen und das Gute vom Bösen unterscheiden läßt. Gleich den Ferngläsern, welche die Gegenstände vergrößern, läßt uns der Heilige Geist das Gute und das Böse im Großen sehen. Mit dem Heiligen Geist sieht man alles im Großen: Man sieht die Größe der kleinsten für Gott vollbrachten Handlungen und die Größe der kleinsten Fehler.” (Heiliger Pfarrer von Ars)
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SICH IN VERSUCHUNGEN BEWÄHREN
“Wer den Heiland mit einer starkmütigen Liebe liebt, läßt nicht ab, ihn zu lieben in den Versuchungen und in der Dürre und Trostlosigkeit.” (Heiliger Alfons von Liguori)
Lieber heiliger Alfons, wir glauben dir das und möchten dem Herrn auch so unsere Treue erweisen. Wie also können wir lieben in solchen Situationen, wenn unser Herz kalt ist, wenn wir uns ohne jegliche Kraft und völlig trostlos fühlen oder von schweren Versuchungen zerrissen werden? Da könnte uns eine Liebeserklärung an den Herrn fast wie eine Heuchelei vorkommen, weil sie gar nicht von warmen Empfindungen getragen ist. Vielleicht sind wir sogar in einem dunklen inneren Zustand und haben Widerwillen gegenüber dem Wort Gottes und allen religiösen Handlungen. Lieber Alfons, wir kommen uns da gar nicht starkmütig vor, sondern eher unentschlossen und träge. Was dann?
REIFUNG AUF DEM WEG DER NACHFOLGE
“Je gelassener du im Umgang mit den Widrigkeiten wirst, desto fruchtbarer und ruhiger kann sich der Plan Gottes mit dir entfalten.” (Inneres Wort)
Für jeden Menschen hat unser Vater einen Plan des Heils, der schon existierte, als der Mensch noch in den Gedanken Gottes war und noch nicht in diese Welt eingetreten ist. Dieser Plan entspricht der Liebe unseres Vaters und seinem heiligen Willen, dem Menschen all das zu schenken, was er für ihn ersonnen hat.
ZUHAUSE IN DER GÖTTLICHEN FAMILIE
Ich will, daß du bei mir zu Hause bist wie in einer Familie, die dich sehr liebt und in der du immer bejaht bist. (Inneres Wort)
Wenn die Menschen das wüßten, könnte sich in ihrem Leben viel verwandeln. Selbst wenn man die Gnade hatte, in einer guten Familie aufzuwachsen, sprengt dies noch einmal den Blick auf und man wird sagen können: „Wenn ich schon das Glück hatte, in einer guten Familie aufzuwachsen, wie gut muß dann erst die himmlische Familie sein, von der ja alles Gute kommt, das mir begegnet ist.“ Mit einer solchen Einsicht kann man sogar einem Ruf folgen und die geliebte natürliche Familie verlassen, wenn der König nach der Schönheit des Menschen ruft (vgl. Ps 45,12).
ALLES LIEGT IN DER HAND GOTTES
“Was ist ein Löwe, wenn ich ihn zähme? Nichts tut er ohne meinen Willen. Alles liegt doch in meiner Hand. Du brauchst nur auf mich zu schauen!” (Inneres Wort)
Die Heilige Schrift spricht in Bezug auf den Teufel von einem brüllenden Löwen, der sucht, wen er verschlingen kann, und mahnt uns zur Wachsamkeit (1 Petr 5,8).
WEDER ÜBERMUT NOCH VERZAGTHEIT
“Zuweilen ist dem Menschen Schmerz dienlicher als Gesundheit, Anspannung nützlicher als Entspannung, Zurechtweisung förderlicher als Nachsicht. So wollen wir in guten Tagen nicht übermütig werden und im Unglück nicht verzagen und zusammenbrechen.” (Heiliger Gregor von Nazianz)
ICH GEBE NUR, WAS DU MIR GEGEBEN HAST
“Ich habe nichts zu geben als das, was Du mir selbst gegeben hast.” (Heilige Katharina von Siena)
Wenn wir dieses Wort der heiligen Katharina von Siena tief in uns aufnehmen, dann erwachen wir zur freudigen Realität unseres Lebens, denn es führt uns in die liebende Demut. Alles hat uns der himmlische Vater gegeben und anvertraut. Es ist sein Weinberg, in den wir gerufen sind, und er gibt uns alles, was wir brauchen, um gute Arbeiter zu sein. Alles Aufgeblasene, Selbstbezogene, Eitle und Stolze wirkt dabei wie eine Maskerade, die das Eigentliche unserer Existenz oft genug parodiert.
