“Herr, fünf Talente hast du mir gegeben; sieh her, ich habe noch fünf dazugewonnen.” – “Sehr gut, du guter und treuer Diener. Weil du über Weniges treu gewesen bist, will ich dich über Vieles setzen.” (Mt 25,20b–21) Weiterlesen
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KINDLICHE OFFENHEIT
“Laßt die Kinder und hindert sie nicht, zu mir zu kommen, denn Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich.” (Mt 19,14)
Wer kennt sie nicht, die Offenheit eines unverdorbenen Kindes? Wer kann sich ihrem Liebreiz entziehen? Nicht nur die Eltern erfreuen sich daran, sondern alle, deren Herz nicht vollkommen verhärtet ist. Und wie viel mehr erst unser himmlischer Vater! Welch ein Entzücken wird es bei ihm hervorrufen, wenn er ein solches Kind sieht! Es ist ja sein Kind, das er den Menschen anvertraut hat.
DIE WAHRE RUHE
“Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin gütig und von Herzen demütig. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.” (Mt 11,29)
ER IST WIEDERGEFUNDEN
“Es geziemt sich, dich zu freuen, Sohn; denn dieser, dein Bruder, war tot und lebt wieder; er war verloren und ist wiedergefunden worden.” (Lk 15,32)
DIE FREUDE DES HIMMELS
“Der Vater aber sagte zu seinen Knechten: Holt schnell das beste Gewand und zieht es ihm an, steckt einen Ring an seine Hand und gebt ihm Sandalen an die Füße!” (Lk 15,22)
WAHRE UMKEHR
“ (Da ging der verlorene Sohn in sich und sagte:) Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Brot im Überfluß, ich aber komme hier vor Hunger um. Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner!” (Lk 15,17–19)
DAS WAHRE LEBEN
“Wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es finden.” (Mt 16,25)
Noch einmal, wie es bereits in der gestrigen Betrachtung angeklungen ist, geht es heute um das wahre Leben. Von Gott aus gesehen ist das wahre Leben jenes, das mit ihm vereint ist und sich nach seinem Willen entfaltet. Erst hier schließt sich das Leben in seiner übergeordneten Bedeutung auf, in der auch alle natürlichen Verpflichtungen ihren gottgewiesenen Platz einnehmen. Findet aber die Begegnung mit Gott nicht wirklich statt, dann beschränkt sich das Leben auf die natürliche Ebene und erwacht nicht wirklich. Dies ist jedoch nicht genug, um den tieferen Sinn des Daseins zu erfassen.
