“Zuweilen ist dem Menschen Schmerz dienlicher als Gesundheit, Anspannung nützlicher als Entspannung, Zurechtweisung förderlicher als Nachsicht. So wollen wir in guten Tagen nicht übermütig werden und im Unglück nicht verzagen und zusammenbrechen.” (Heiliger Gregor von Nazianz)
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ICH GEBE NUR, WAS DU MIR GEGEBEN HAST
“Ich habe nichts zu geben als das, was Du mir selbst gegeben hast.” (Heilige Katharina von Siena)
Wenn wir dieses Wort der heiligen Katharina von Siena tief in uns aufnehmen, dann erwachen wir zur freudigen Realität unseres Lebens, denn es führt uns in die liebende Demut. Alles hat uns der himmlische Vater gegeben und anvertraut. Es ist sein Weinberg, in den wir gerufen sind, und er gibt uns alles, was wir brauchen, um gute Arbeiter zu sein. Alles Aufgeblasene, Selbstbezogene, Eitle und Stolze wirkt dabei wie eine Maskerade, die das Eigentliche unserer Existenz oft genug parodiert.
NICHTS IST LIEBLICHER ALS MARIA
“Nichts ist gering, was Gott befiehlt. […] Darum empfehle ich euch die Verehrung der Muttergottes am wärmsten. Nichts ist mächtiger, nichts lieblicher, nichts stärker als sie!” (Heiliger Stanislaus Kostka)
Dies spricht der Heilige aus tiefster eigener Erfahrung und legt uns allen den großen Schatz ans Herz, den Gott uns geschenkt hat: die Tochter des Vaters, die Mutter des Sohnes und die Braut des Heiligen Geistes.
DIE HIERARCHIE DES LEBENS
“Antonius (der Wüstenvater) pflegte zu sagen, es sei die Pflicht eines Menschen, seine ganze Zeit der Seele zu widmen statt dem Körper, dem Körper jedoch einen kurzen Raum für seine Bedürfnisse einzuräumen. Umso eifriger aber solle er den ganzen Rest der Seele überlassen und deren Wohl suchen, damit sie nicht von den Freuden des Körpers hinabgezogen werde, sondern im Gegenteil der Körper der Seele unterworfen sei.” (Heiliger Athanasius)
Der heilige Bischof Athanasius wurde wegen seiner Glaubenstreue verfolgt. Er verteidigte die Gottheit Christi gegen die arianische Irrlehre und suchte bei den Einsiedlern in der Wüste Zuflucht.
DER HERR WACHT
“Nein, der Hüter Israels schläft und schlummert nicht.” (Ps 121,4)
So ist es, lieber Vater: Immer wachst Du über uns. Dieses Wachen entspringt Deiner Liebe zu uns und ist frei von jedem Mißtrauen, das wir Menschen leider nicht selten in uns tragen.
DURCHHALTEN AUF DEM WEG DER NACHFOLGE
“Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten.” (Heilige Katharina von Siena)
Es ist gut, daß wir durch das Wort der heiligen Katharina daran erinnert werden, daß ein kurzfristiges Sich-Aufschwingen des Herzens – manchmal verbunden mit der fühlbaren Gnade Gottes und entsprechenden Vorsätzen – sich auf dem langen Weg bewähren muß. Dazu bedarf es einer geistlichen Schulung, um bewußt daran zu arbeiten, die Mühen zu tragen, die zur Verwirklichung des guten Beginnens notwendig sind.
MIT DEN HEILIGEN BETEN
“Wie junge Nachtigallen von den alten singen lernen, so werden auch wir durch den Umgang mit den Heiligen das Lob Gottes schöner beten und singen lernen: »Ich werde im Angesicht der Engel singen«, sagt David (Ps 137,1).” (Heiliger Franz von Sales)
