“Kehrt um, bevor es zu spät ist! Verschmäht meine Liebe nicht! Sie hält meinen Zorn zurück.” (Inneres Wort)
Wenn wir auch in der Betrachtung der Liebe unseres Vaters seine Barmherzigkeit so sehr zu erkennen vermögen, daß wir uns kaum vorstellen können, daß Menschen sich nicht mit dem Netz der Liebe fangen lassen, das der Sohn Gottes auf der Erde ausgeworfen hat, so darf dies im Umgang mit Gott doch nicht zu einem ungesunden Leichtsinn führen.
Immer erklingt der Ruf zur Umkehr: sei es von einem sündigen Leben zur Heimkehr zu Gott, wie beim verlorenen Sohn (Lk 15,11–32), sei es zur vertieften Umkehr auf dem Weg der Heiligkeit. “Die Liebe hört niemals auf” (1 Kor 13,8), wie es uns der Apostel Paulus so trefflich vor Augen stellt. Und was ist der Ruf zur Umkehr anderes, als sich der Liebe Gottes zuzuwenden, die Wege des Unheils oder auch der Lauheit zu verlassen und in der Liebe zu wachsen?
