DIE WERKE GOTTES TUN

“Warte noch eine Weile und tue Deine Werke. Ich bin Dein Lohn!” (Inneres Wort)

Unser Leben währt kurz, und es für Zeit und Ewigkeit zu nutzen, ist höchste Weisheit. Im Grunde sehnen sich wohl viele Menschen danach, ihre Aufgabe auf der Erde zu erfüllen. Wenn sie Gott noch nicht wirklich begegnet sind, dann sind es die Standespflichten, die ihnen helfen, sich in einer für sie vorgesehenen natürlichen Ordnung sinnvoll zu bewegen.

Doch ändert sich der Blickwinkel bei der Begegnung mit Gott. Man begreift, daß auch die natürlichen Ordnungen von Gott stammen und daß es ihm wohlgefällt und ihn ehrt, wenn man sie sorgfältig erfüllt. Der Blick öffnet sich jedoch noch weiter, denn mit dieser Erkenntnis beginnt man, seinen Dienst im täglichen Leben als einen Beitrag zum Aufbau des Reiches Gottes auf der Erde zu verstehen. In der Folge vollbringt man alles immer bewußter zur Ehre Gottes.

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GOTT KOMMT SEHR NAHE

“Wenn ihr bereit seid, mich aufzunehmen, werde ich euch sehr nahekommen.” (Aus der Botschaft von Gottvater an M. Eugenia Ravasio)

Es ist eine Verheißung unseres himmlischen Vaters, deren Erfüllung von uns abhängt. Wir wissen, was Gott meint. Es gilt, Gott in unser Herz einzulassen und ihm Wohnung zu geben, sodaß unser himmlischer Vater immer darin einkehren kann. Wenn unser Vater sein Zelt in uns aufgeschlagen hat, wenn wir uns nie von ihm abwenden und diese heilige Liebe pflegen, dann wird der Herr uns sehr nahekommen.

Was bedeutet das?

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DIE VERPFLICHTUNG DURCH DEN GLAUBEN

 

“Wer immer den Glauben empfängt, ist auch gehalten, ihn mitzuteilen. Das Licht des Herrn, das in unsere Finsternis hineinleuchtet, ist das Licht für die Welt. Wir schulden es allen unseren Mitmenschen.” (Heiliger Papst Johannes Paul II.)

Mit diesen Worten rief Papst Johannes Paul II. dazu auf, allen Menschen das Evangelium zu verkünden. Damit hat er seinem Auftrag als Papst entsprochen.

Nichts liegt unserem himmlischen Vater mehr am Herzen! Dazu hat er seinen Sohn gesandt.

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DAS ABENTEUER DER SELBSTLOSEN LIEBE

“Die Leute sind unvernünftig, unlogisch und selbstbezogen. Liebe sie trotzdem! Wenn du Gutes tust, werden sie dir egoistische Motive und Hintergedanken vorwerfen. Tue trotzdem Gutes! Wenn du erfolgreich bist, gewinnst du falsche Freunde und echte Feinde. Sei trotzdem erfolgreich! Das Gute, das du tust, wird morgen vergessen sein. Tue trotzdem Gutes! Was du in jahrelanger Arbeit aufgebaut hast, kann über Nacht zerstört werden – baue trotzdem! Deine Hilfe wird wirklich gebraucht, aber die Leute greifen dich vielleicht an, wenn du ihnen hilfst. Hilf ihnen trotzdem!” (Mutter Teresa von Kalkutta)

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GOTT BEWAHRT UNS VOR DER SCHLINGE  

“Der Herr wird deine Zuversicht sein, er bewahrt deinen Fuß vor der Schlinge.” (Spr 3,26)

Ohne Zweifel gibt es auf unserem Weg der Nachfolge Christi auch gefährliche Schlingen. Und es sind gar nicht wenige, die der Herr zuläßt, um uns zu erproben. Die immer wiederkehrende Mahnung zur Wachsamkeit wird nicht ohne Grund ausgesprochen, denn es gibt vielfältige Versuche, uns vom geraden Weg abzubringen.

Wachsamkeit ist jedoch nicht mit Mißtrauen zu verwechseln. Die Wachsamkeit weiß um das Böse und lehrt, mit ihm umzugehen, während Mißtrauen überall das Böse sieht und sich ständig bedroht fühlt. Die Wachsamkeit verträgt sich auch nicht mit einer gewissen Naivität, welche die umgebende Situation nicht richtig einschätzen kann und sich mehr gefühlsmäßig sicher fühlt, weil sie bedrohliche Gefahren gar nicht realisiert.

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UNSEREN PLATZ EINNEHMEN

“Die Menschen sollen in meiner Nähe sein und an meiner Weisheit teilhaben.” (Inneres Wort)

Das ist es, was unser gütiger Vater für uns vorgesehen hat: ein Leben in Vertrautheit, selbstverständlicher Liebe und Geborgenheit. Gleichzeitig ist es auch der Ruf, im Reich Gottes den Platz einzunehmen, den unser Vater für uns vorgesehen hat.

Unter den Umständen dieser von Gott getrennten Welt, unter der Bedrängnis Satans, der den Menschen diese Nähe zu Gott und die damit verbundene Weisheit mißgönnt und sie bekämpft, bedeutet dies auch Kampf. Gott läßt uns diesen Kampf, und wir können ihm auf diesem Weg unsere Liebe und Treue erweisen und so seine Liebe beantworten. In der Vereinigung mit seinem Sohn ist der Sieg gewiß. Doch ist dieser Kampf nur für die Zeit vorgesehen, die wir noch auf der Erde verbringen.

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DAS WAHRE LEITPRINZIP

“Mit ganzem Herzen vertrau auf den Herrn, bau nicht auf eigene Klugheit, such ihn zu erkennen auf all deinen Wegen, dann ebnet er selbst deine Pfade” (Spr 3,5–6)

Noch einmal mahnt uns dieses Zitat aus dem Buch der Sprichwörter, uns nicht in erster Linie auf unsere eigenen Fähigkeiten zu verlassen. Das betrifft auch die Klugheit – jene große natürliche Gabe, die der Herr uns schenkt. Und doch sollte sie nicht etwa zum Leitprinzip unseres Lebens werden. Das wäre in der Tat töricht, denn sie ist eine begrenzte geschöpfliche Gabe, die das übernatürliche Licht Gottes benötigt, um die Dinge in ihrer Tiefe zu erkennen.

Deshalb ergeht vom Herrn die Einladung, mit ganzem Herzen auf ihn zu vertrauen. Er ist der wahre Fels, der nicht wankt, und auf den unser Leben aufgebaut wird. Beherzigen wir dies, dann werden unsere natürlichen Fähigkeiten von Gott in den Dienst genommen und nehmen den ihnen gebührenden Platz ein. So entsteht die rechte Ordnung.

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