Lieber Vater, Du führst uns auf vielfältige Weise auf unserem Weg der Nachfolge Jesu. Heilsame Mahnungen gehören zu den wertvollen Geschenken, die Du uns machst. Sie können einen ernsten Unterton haben, der ihre Bedeutung unterstreicht und uns aufwecken soll. Immer aber entspringen sie Deinem liebenden Herzen, das Milde in sie hineinlegt. Sie unterscheiden sich von aufrüttelnden oder erschreckenden Warnungen und dienen eher als Erinnerungen. Erinnerungen an das, was wir vielleicht aus den Augen verlieren könnten.
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IN DER VERANTWORTUNG VOR DEM HERRN
“Wer nach meinen Geboten wandelt und meine Rechte beobachtet, indem er nach der Wahrheit handelt, der ist gerecht, der soll leben.” (Ez 18,9)
Lieber Vater, wir sprechen gerne von Deiner Liebe und Güte, von Deiner Geduld und Barmherzigkeit. So ist es ja auch, und wir leben davon. Wer könnte wahrhaft leben und seinen Weg bis zum Ende gehen, wenn Du ihn nicht tragen und bei seinen vielfältigen Schwächen und Stürzen immer wieder aufrichten würdest?
WEISER ALS SALOMO
“Die Königin des Südens […] kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo.” (Mt 12,42)
MEIN HAUS SOLL EIN GEBETSHAUS SEIN
Mit Recht, geliebter Vater, hat sich Dein Sohn erzürnt, daß im Tempel Geschäfte gemacht wurden, und somit nicht der eigentlichen Schönheit und Würde des Tempels entsprochen wurde. Dein Sohn hat sogar von einer »Räuberhöhle« gesprochen und hat die Händler und Geldwechsler vertrieben (Joh 2,14–21).
WENN DIE MENSCHEN DOCH AUF DICH HÖRTEN!
“Ich werde sie weiden, wie es recht ist!, spricht Gott der Herr.” (Ez 34,16)
Diese wunderbaren Worte hast Du, geliebter Vater, zu Deinem Volk Israel gesprochen und darin Deine tiefe Liebe zu Deinem Erstgeborenen zum Ausdruck gebracht. Du warst Deinem Volk gegenüber immer treu, obwohl es so oft vom Weg abgekommen ist. Manchmal mußtest Du es mit strenger Hand wieder zurückführen und es an den Bund erinnern, den Du mit ihm geschlossen hattest. Doch immer warst Du bereit zu vergeben, ihrer Sünden nicht mehr zu gedenken, wenn sie nur bereit waren, auf Dich zu hören!
DIE VERSUCHUNGEN DES HERRN
Lieber Vater, im heutigen Evangelium (Mt 4,1-11) begegnen wir dem Teufel, der Deinen Sohn auf Abwege bringen will. Welch eine Vermessenheit! In Deinem Sohn gibt es nichts, was er als Vorteil für sich nutzen könnte! Niemand wird Dir jemals treuer sein als er, Dein geliebter Sohn! Danke, Vater, daß Jesus diese Versuchungen für uns zurückgewiesen hat.
DAS WAHRE FASTEN
“Das Fasten mindert in uns die Selbstsucht und öffnet das Herz für die Armen.” (Aus der Präfation der Fastenzeit)
