KINDLICHE OFFENHEIT

“Laßt die Kinder und hindert sie nicht, zu mir zu kommen, denn Menschen wie ihnen gehört das Himmelreich.” (Mt 19,14)

Wer kennt sie nicht, die Offenheit eines unverdorbenen Kindes? Wer kann sich ihrem Liebreiz entziehen? Nicht nur die Eltern erfreuen sich daran, sondern alle, deren Herz nicht vollkommen verhärtet ist. Und wie viel mehr erst unser himmlischer Vater! Welch ein Entzücken wird es bei ihm hervorrufen, wenn er ein solches Kind sieht! Es ist ja sein Kind, das er den Menschen anvertraut hat.

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WAHRE UMKEHR

“ (Da ging der verlorene Sohn in sich und sagte:) Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Brot im Überfluß, ich aber komme hier vor Hunger um. Ich will aufbrechen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe mich gegen den Himmel und gegen dich versündigt. Ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu sein; mach mich zu einem deiner Tagelöhner!” (Lk 15,17–19)

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DAS WAHRE LEBEN

“Wer sein Leben retten will, der wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es finden.” (Mt 16,25)

Noch einmal, wie es bereits in der gestrigen Betrachtung angeklungen ist, geht es heute um das wahre Leben. Von Gott aus gesehen ist das wahre Leben jenes, das mit ihm vereint ist und sich nach seinem Willen entfaltet. Erst hier schließt sich das Leben in seiner übergeordneten Bedeutung auf, in der auch alle natürlichen Verpflichtungen ihren gottgewiesenen Platz einnehmen. Findet aber die Begegnung mit Gott nicht wirklich statt, dann beschränkt sich das Leben auf die natürliche Ebene und erwacht nicht wirklich. Dies ist jedoch nicht genug, um den tieferen Sinn des Daseins zu erfassen.

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VERTRAUENDE NACHFOLGE

“Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach.” (Mk 8,34)

Die Nachfolge Christi bedeutet, den Plan Gottes im eigenen Leben zu verwirklichen. Dieser Plan kommt aus dem Herzen eines liebenden Vaters. Vielleicht verbindet man mit einem solchen Wort sofort Vorstellungen von Verzicht auf Leben und daß man keine freie Wahl mehr hätte, das zu tun, was man meint, für ein erfülltes Leben zu benötigen. Hier liegt jedoch ein falsches Gottesbild zugrunde.

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