TOTENERWECKUNG UND EWIGES LEBEN

Warum, geliebter Vater, haben die Totenerweckungen nicht ausgereicht, um die Pharisäer zum Umdenken zu führen? Ist es nicht genug, wenn ein Wunder solchen Ausmaßes geschieht, um deutlich zu machen, daß Du am Werk bist? Was müßte denn noch geschehen?

Aber Deine Antwort können wir voraussehen, denn Du hast sie uns schon durch das Zeugnis der Schrift gegeben, und auch im Leben der Heiligen war es nicht selten so, daß selbst die größten Wunder die Tyrannen nicht zur Umkehr führten.

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GEISTLICHE WACHSAMKEIT  

“Laß mich dich immer wach vorfinden, damit ich immer mit dir rechnen und auf dich zählen kann! (Inneres Wort)

»Wachsamkeit« ist ein Schlüsselbegriff für unser geistliches Leben. Sie gilt für sehr viele Bereiche und wird in der Heiligen Schrift unzählige Male thematisiert. Die ganz große und übergeordnete Perspektive für die Wachsamkeit ist die Wiederkunft des Herrn am Ende der Zeiten, auf die wir zuleben, was jedoch von uns Christen oft gar nicht wirklich realisiert wird. Dennoch ist diese Perspektive entscheidend für die Haltung, mit der wir unsere Aufgaben in der Welt angehen.

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DIE HEIMKEHR DER JUDEN STEHT NOCH AUS

Geliebter Vater, wie lange wartest Du schon auf die Umkehr Deiner »ersten Liebe«! In unerschütterlicher Treue rufst Du sie bis heute, Deinen Sohn zu erkennen und ihm zu folgen. Noch ist es nicht geschehen, aber bis zum Ende der Zeiten wirst Du nicht aufhören, es zu tun, weil Du Deine Liebe nie verrätst.

Du hast Dein Werk mit dem heiligen Rest weitergeführt und die Apostel Deines Sohnes bis an die Enden der Erde gesandt (vgl. Mt 28,19), um Dir ein Volk aus allen Nationen zu schaffen und es in der Kirche zu sammeln. Hier sind wir nun und sollen allen Völkern Deine Liebe bezeugen. Vielleicht können wir ja auch Deine »erste Liebe« erreichen, denn nichts Besseres könnten wir für sie tun, als ihnen den zu bezeugen, den Du als ihren Erlöser und den der Welt geschickt hast.

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DIE LIEBE DURCH DIE LIEBE BEGREIFEN

Lieber Vater, wie können wir Deine Liebe noch besser begreifen?

Als die Israeliten Dich mit ihrem Tanz um das Goldene Kalb beleidigt haben (Ex 32,8), hast Du das Flehen Deines Dieners Mose angenommen und es ihnen nicht angerechnet. Immer wieder stoßen wir auf Deine Vergebungsbereitschaft, die auch die gräßlichsten Sünden vergeben will – und es gibt so viele davon!

Staunend stehen wir dieser Liebe gegenüber. Gewiß, wir kennen sie! Sie wird uns Tag für Tag durch den Heiligen Geist bezeugt und wir vermögen sie immer besser kennenzulernen. Es gibt so viele Beispiele in der Heiligen Schrift, und auch im Leben der Heiligen begegnen wir nicht selten der unfaßbaren Güte, die sich in ihrem Leben zeigt und durch die Du Dich kundtust.

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DER DIENST DER FÜRBITTE

Wie weh hat es dem Heiligen Abraham aus Edessa getan, als er hören mußte, daß seine Nichte Maria, die er tief in ein gottbezogenes Büßerleben eingeführt hatte, verführt wurde und vom Weg des Heils abkam! Wie viele Tränen hat er vergossen und welche Werke der Buße getan, bis er sie wieder auf den Weg der Heiligkeit zurückführen konnte!

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DIE BEGEGNUNG MIT DEM WAHREN KÖNIG

Geliebter Vater, es gibt so viele Anliegen, die wir zu Dir tragen. Doch dieses heute ist mir ein besonderes, und es ist sehr konkret.

In der heutigen Ansprache ist davon die Rede, daß Dein Sohn König ist und daß sich seine Königsherrschaft auf alle Menschen ausbreiten soll. Gewiß, es ist keine Herrschaft, die mit weltlichen Mitteln erzwungen werden kann. Es ist eine Königsherrschaft der Liebe, es ist die Herrschaft des Messias, des Erlösers aller Menschen. Und doch, wenn alle sich dieser Herrschaft liebend unterordnen und Jesus folgen, entsteht Gemeinschaft mit Dir und untereinander.

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