BEKEHRUNG DES HERZENS

Geliebter Vater, der Ausgang der Geschichte um die Söhne Jakobs zeigt, wie Du das Böse, was Menschen denken und tun, in Deinen Plan der Liebe hineinnimmst. Das, lieber Vater, zeigt Deine Allmacht und nährt auch unsere Hoffnung, wenn wir das Unrecht auf der Erde sehen. Wer könnte es sonst tun? Nur Du!

So können wir leben und mitten in der Entfaltung der Bosheit um uns herum an Dir festhalten. Deswegen brauchen wir nicht etwa das Böse nicht böse zu nennen, aber wir entziehen der Kraft der Bosheit ihre Allmachtsansprüche und geben nicht auf! Nicht das Böse oder der Böse wird triumphieren, sondern die Macht Deiner Liebe. Das ist gewiß!

Weiterlesen

DAS VERTRAUEN IN DIE LIEBE DES VATERS

Manchmal ist es für uns Menschen gar nicht so leicht, lieber Vater, um Deine Allmacht zu wissen, und dann so viel schreiendes Unrecht auf der Welt zu sehen, daß sich der Eindruck aufdrängt, Du würdest nicht eingreifen.

Wir hätten sicherlich schon oft – wie Deine Jünger im Evangelium – das Feuer vom Himmel herabgerufen, um die zu strafen, die sich Deinem Willen widersetzen, und jene streng zurechtzuweisen, die sich der Annahme des Glaubens verweigern. Schwierig ist es auch, zu sehen, wie viele Menschen Unrecht erleiden müssen – oft durch wenige, die Böses tun.

Weiterlesen

DIE FRIEDENSBLUME

“Woher kommen die Kriege bei euch, woher die Streitigkeiten?”  fragt sich der Heilige Jakobus und gibt selbst die Antwort: “Doch nur vom Kampf der Leidenschaften in eurem Innern. Ihr streitet und führt Krieg” (Jak 4,1–2).

Wege zum wahren Frieden gibt es, und die Worte des Heiligen Jakobus weisen uns den Weg. Wollen wir also dem wahren Frieden dienen, den unser himmlischer Vater uns schenken möchte, dann fangen wir bei uns selbst an, die zerstörerischen Leidenschaften in unserem Inneren zu bändigen.

Weiterlesen

ZUERST DER HERR!

Lieber Vater, als ich heute die Betrachtung über die Geschichte von Elija und der Witwe aus Sarepta niederschrieb – der Du in Deiner Güte ob ihres Hörens auf den Propheten ihre Not gewendet hast –, behielt ich so stark in Erinnerung, daß Du in allem, was wir tun, immer der Erste sein solltest. In den Zeiten des Alten Bundes brachte man Dir die Erstlingsgaben dar, und heute sollte es nicht anders sein! Im Gegenteil: Mit dem Licht des Neuen Testamentes und dem Kommen Deines Sohnes können wir Dich und Deine Liebe noch besser erkennen. Das erste Wort sei Dir am Morgen geweiht, das letzte am Abend. Immer sind wir gerufen, den Blick zu Dir zu erheben, wie es Dein geliebter Sohn getan hat, der Dich in allem verherrlicht hat.

Weiterlesen

NICHT DIE HOFFNUNG VERLIEREN

Eigentlich, lieber Vater, könnte unser Leben so einfach sein, sogar nach dem so schmerzlich verlorenen Paradies, weil Du alles daransetzt, daß wir in der Würde leben, die Du uns geschenkt hast. Eigentlich ist es von einer wunderbaren Einfachheit zu leben: Wir erkennen Dich als den liebenden Vater, hören auf Deine Weisungen und tun mit Deiner Hilfe das, was Du sagst. Wahrer Friede und wahres Glück ziehen in uns ein, auch wenn wir auf dem Weg zu Dir in die Ewigkeit manchen Strauß auf der Erde auszufechten haben. Und selbst wenn Du uns rufst, auch für andere Menschen, die Du als Deine Kinder zu Dir heimführen möchtest und die ferne von Dir leben, am Leid Deines Sohnes teilzuhaben, wie Paulus es uns erklärt – das wahre Glück, das Du bist, bleibt immer da!

Weiterlesen

DIE REINHEIT VERBREITET LICHT

Lieber Vater, heute mahnst Du uns durch Deinen Apostel in der Lesung, alle Unreinheit zu meiden. Es ist in der Tat furchtbar, wie die Unreinheit das Leben verdunkelt und wir dann auch das helle Licht der Reinheit der Engel und der heiligen Jungfrauen, die ihr Leben um der Reinheit willen gaben, wohl gar nicht mehr so richtig erkennen können. Und der strahlende Glanz der reinen Jungfrau! All das würde sich verdunkeln, wenn die geistige Unreinheit des Irrtums weiter in unsere Kirche einziehen würde, vielleicht sogar begleitet noch von anderen Formen der Unreinheit! Weiterlesen

EIN DANKBARES HERZ

Geliebter Vater, wie kann unser Herz ein Garten der Dankbarkeit werden, aus dem zu allen Menschen hin die Freude an Dir strömen kann? Welch ein Licht könnte dies werden, wo so viele Menschen heute oft die wahren Freuden nicht kennen und ihr Glück in den vergänglichen Dingen des Lebens suchen! Dies wäre auch eine starke Waffe gegen jene Kräfte, die unser Leben verdunkeln wollen. Wir würden ihnen sozusagen die Waffen aus der Hand nehmen, mit denen sie die Menschen so gerne plagen. Gegen ein dankbares Herz, in dem die Freude an Dir wohnt, werden sie schwer ankommen.

Weiterlesen