EIN REINES HERZ FÜR DAS HEER DES LAMMES

Mit einem gereinigten Herzen, lieber Vater, können wir es noch mehr wagen, das Große anzugehen, ohne dabei das Kleine zu vernachlässigen. Hat nicht der Heilige Paulus vor den Großen dieser Welt das gute Zeugnis abgelegt (vgl. Apg 26)? Haben nicht Elija und Johannes der Täufer vor den Königen unerschrocken das Unrecht beim Namen genannt (1 Kön 18,18 und Mt 14,3–4)? Haben nicht die Apostel Deines geliebten Sohnes freimütig vor dem Hohen Rat Zeugnis abgelegt (Apg 4,1–20)? Wer hat sie dazu befähigt, wenn nicht Du! Du hast ihnen den Geist der Stärke geschenkt. Und diesen Geist, geliebter Vater, brauchen wir, um den Machenschaften der bösen Geister zu widerstehen und auch jenen, die mit diesen Geistern wissend oder unwissend zusammenwirken! Weiterlesen

DEIN SIEGEL AUF MEINEM HERZEN

Geliebter Vater, wir machen uns auf den Weg zu einem reinen Herzen, das Du uns schenken willst, um das aber auch wir uns zu bemühen haben. Nichts anderes wünschen wir, als daß wir im Heiligen Geist versiegelt sind, denn durch Deinen Sohn haben wir das Wort der Wahrheit, das Evangelium von unserer Rettung gehört. Durch ihn haben wir das Siegel des verheißenen Heiligen Geistes empfangen, als wir den Glauben annahmen (vgl. Eph 1,13)

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EIN REINES HERZ

Heute, lieber Vater, denken wir über ein reines Herz nach.

Es muß zu einem Herzen werden, das ganz Dir gehört und das keine andere Erfüllung mehr sucht, als bei Dir zu sein und Dir zu dienen. Ein Herz, wie das der seligen Jungfrau Maria. Ein Herz, das in der Tiefe glücklich ist, weil es sein Zuhause gefunden hat. Es sucht nichts mehr für sich selbst, es läßt sich nicht betören von den Dingen dieser Welt, von falschen Hoffnungen und Illusionen. Ein Herz, in dem Du wohnst und Dein Zelt aufgeschlagen hast. Ein solches Herz ist unendlich kostbar in Deinen Augen. Nie wirst Du es wieder verlassen!

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BEKEHRUNG DES HERZENS

Geliebter Vater, der Ausgang der Geschichte um die Söhne Jakobs zeigt, wie Du das Böse, was Menschen denken und tun, in Deinen Plan der Liebe hineinnimmst. Das, lieber Vater, zeigt Deine Allmacht und nährt auch unsere Hoffnung, wenn wir das Unrecht auf der Erde sehen. Wer könnte es sonst tun? Nur Du!

So können wir leben und mitten in der Entfaltung der Bosheit um uns herum an Dir festhalten. Deswegen brauchen wir nicht etwa das Böse nicht böse zu nennen, aber wir entziehen der Kraft der Bosheit ihre Allmachtsansprüche und geben nicht auf! Nicht das Böse oder der Böse wird triumphieren, sondern die Macht Deiner Liebe. Das ist gewiß!

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DAS VERTRAUEN IN DIE LIEBE DES VATERS

Manchmal ist es für uns Menschen gar nicht so leicht, lieber Vater, um Deine Allmacht zu wissen, und dann so viel schreiendes Unrecht auf der Welt zu sehen, daß sich der Eindruck aufdrängt, Du würdest nicht eingreifen.

Wir hätten sicherlich schon oft – wie Deine Jünger im Evangelium – das Feuer vom Himmel herabgerufen, um die zu strafen, die sich Deinem Willen widersetzen, und jene streng zurechtzuweisen, die sich der Annahme des Glaubens verweigern. Schwierig ist es auch, zu sehen, wie viele Menschen Unrecht erleiden müssen – oft durch wenige, die Böses tun.

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DIE FRIEDENSBLUME

“Woher kommen die Kriege bei euch, woher die Streitigkeiten?”  fragt sich der Heilige Jakobus und gibt selbst die Antwort: “Doch nur vom Kampf der Leidenschaften in eurem Innern. Ihr streitet und führt Krieg” (Jak 4,1–2).

Wege zum wahren Frieden gibt es, und die Worte des Heiligen Jakobus weisen uns den Weg. Wollen wir also dem wahren Frieden dienen, den unser himmlischer Vater uns schenken möchte, dann fangen wir bei uns selbst an, die zerstörerischen Leidenschaften in unserem Inneren zu bändigen.

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ZUERST DER HERR!

Lieber Vater, als ich heute die Betrachtung über die Geschichte von Elija und der Witwe aus Sarepta niederschrieb – der Du in Deiner Güte ob ihres Hörens auf den Propheten ihre Not gewendet hast –, behielt ich so stark in Erinnerung, daß Du in allem, was wir tun, immer der Erste sein solltest. In den Zeiten des Alten Bundes brachte man Dir die Erstlingsgaben dar, und heute sollte es nicht anders sein! Im Gegenteil: Mit dem Licht des Neuen Testamentes und dem Kommen Deines Sohnes können wir Dich und Deine Liebe noch besser erkennen. Das erste Wort sei Dir am Morgen geweiht, das letzte am Abend. Immer sind wir gerufen, den Blick zu Dir zu erheben, wie es Dein geliebter Sohn getan hat, der Dich in allem verherrlicht hat.

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