GOTTES FORMENDE LIEBE

“Wen ich liebe, den weise ich zurecht und nehme ihn in Zucht.” (Apk 3,19)

Das Wort lehrt uns, daß unser Vater mit allem, was er tut oder zuläßt, immer das hohe Ziel vor Augen hat, wohin er uns führen möchte: in die Ewigkeit, die wir mit ihm und bei ihm in unendlichem Glück verbringen sollen. Das weist weit über unsere irdischen Ziele hinaus und wir sollten das verstehen lernen. Unsere Sicht ist meist von einer kurzen Glückserfüllung eingenommen, und danach streben wir – bewußt oder unbewußt. Deshalb mag ein solches Wort für uns gar bedrohlich klingen. Das haben wir jedoch unserem Unverstand und unseren Gefühlen zu verdanken, die allzuoft noch zu stark an die irdische Dimension des Lebens gebunden sind.

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ALLES HAT BEDEUTUNG

“Alles, mein Sohn, hat Bedeutung. Jedes Wort, jede Geste, jede Tat.” (Inneres Wort)

Es ist es ein Weg zur Reifung, wenn uns dies bewußt wird. Es ist ein letztes Erwachen in die Realität Gottes. Damit ist sicherlich kein ängstliches Sorgen gemeint, ob man etwas falsch macht, denn dadurch würde man sich innerlich verkrampfen. Das hätte unser himmlischer Vater bestimmt nicht gewollt und es würde seiner sorgenden Liebe für uns gar entgegenlaufen.

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AUCH EIN ELIJA WAR SCHWACH!

“Auch ein Elija war schwach und brauchte meine Kraft, um seinen Dienst weiterhin zu tun!” (Inneres Wort)

Wer erinnert sich nicht an den großen Propheten Elija, der sein Volk durch große Wunderzeichen wieder zu Gott führte? War es nicht er, der dem König Ahab ins Gesicht widerstand, wenn dieser Dinge tat, die nicht mit Gott vereinbar waren? War es nicht er, der sich den Haß der Königin Isabel zuzog, die den Baalen huldigte und ihn verfolgte, als er ihre Baalspriester töten ließ, nicht ohne zuvor nachzuweisen, daß er im Auftrag des Höchsten handelte?

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DIE LIEBE LENKT ALLE SCHRITTE UND HANDLUNGEN  

“Meine Liebe soll so in dir zuhause sein, daß sie all deine Schritte lenkt und deine Handlungen bestimmt.” (Inneres Wort)

Dies wäre die herrliche Frucht einer innigen Beziehung mit unserem Vater, in der wir ihm nichts mehr vorenthalten. Die Liebe – das ist die Gegenwart des Heiligen Geistes – hat schon die Haupthindernisse auf diesem Weg überwunden und arbeitet nun immer feiner an der Selbstverständlichkeit unseres Liebesaktes gegenüber Gott und den Menschen. Das geschieht durch die Einwohnung Gottes in uns.

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