WIRF ALL DEINE KETTEN AB!

“Wirf all deine Ketten ab – sie sind schon lange gelöst – und gehe in mir voran.”  (Inneres Wort)

Was hindert uns daran, auf dem Weg der Nachfolge des Herrn voranzugehen? Oft wirkt es so, als würden uns noch unsichtbare Ketten binden. Vielleicht sind es Dinge, die wir schon längst zu Gott getragen haben, die aber immer noch nachwirken und uns hemmen wollen. Vielleicht sind es auch nur irrige Gedanken und Befürchtungen, die unseren Weg beschweren.

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GOTTES BEDÜRFNIS, UNS ZU LIEBEN

“Meine Liebe als Vater und Schöpfer läßt mich dieses Bedürfnis spüren, den Menschen zu lieben.” (Aus der Botschaft von Gottvater an M. Eugenia Ravasio)

Wenn wir uns fragen, was denn genauer der Beweggrund Gottes ist, daß er uns Menschen so sehr liebt, bekommen wir mit diesem Satz aus dem Vaterbüchlein eine erste wunderbare Antwort. Da Gottes in seiner Vollkommenheit nicht auf unsere Liebe angewiesen ist, entspringt diese Liebe allein seinem Vater- und Schöpfersein. Sie ist unserem Vater, wie er es selbst sagt, ein Bedürfnis. Wenn Gott uns also anschaut, dann will er uns immer lieben, sich uns mitteilen, uns verstehen lassen, daß er uns zugeneigt ist.

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IMMER WIEDER BARMHERZIGKEIT

“Alles, was zu meiner Verherrlichung getan wird: Gebete, Fasten, Wachen und andere Werke geistiger Zucht, sehe ich mit gütigen Augen an. Aber dennoch – auch wenn es Kleingläubigen nicht so scheint – bin ich mit größerer Zuneigung bei meinen Auserwählten, die in ihrer menschlichen Schwäche und Gebrechlichkeit vertrauensvoll zu meiner Barmherzigkeit Zuflucht suchen.” (Worte des Herrn zur heiligen Gertrud von Helfta)

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IN DEN SCHWACHEN STUNDEN VERTRAUEN

“Bleibe mir einfach treu, und in den schwachen Stunden verliere nicht die Zuversicht. Auch diese nehme ich in den Dienst.”  (Inneres Wort)

Es fällt uns vielleicht nicht so leicht, dieses Wort zu verstehen. Wie gerne wären wir stark und würden alle Herausforderungen des Lebens meistern. Bei Menschen, in denen die Kampfeslust stärker ausgeprägt ist, mag dies besonders der Fall sein. Doch dann tauchen unsere Schwächen auf, die uns nachhaltig an die Begrenztheit unserer Geschöpflichkeit erinnern. Wir bleiben hinter dem zurück, was wir uns vorgenommen haben, und sind von uns selbst enttäuscht.

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HONIG EWIGER SÜSSE  

“Wenn ich aber den Menschen meine Gnade eingieße und sie wieder von ihnen zurückempfange, so bereite ich in meinem göttlichen Herzen den Honig ewiger Süße.” (Worte Jesu an die heilige Mechthild von Hackeborn)

Immer wieder kann sich eine liebende Seele fragen, wie sie ihrem Herrn für all das, was er ihr in seiner verschwenderischen Güte gewährt, etwas zurückerstatten kann. Und doch bleibt es wahr: “Wie könnte ich nur genug danken für all Deine Güte?” Immer werden wir hinter dem zurückbleiben, was Gott uns schenkt. Und das ist auch gut so, denn er schenkt auf göttliche Weise und wir werden uns daran erinnern, daß er die Quelle ist, aus der die Liebe strömt.

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GOTT ZWINGT NIEMANDEN  

“Gott zwingt niemanden. Er nimmt an, was man ihm gibt, doch ganz gibt er sich nur dem, der sich ganz ihm gibt.”  (Teresa von Ávila)

Wenn wir – wie von der heiligen Teresa von Ávila richtig beschrieben – auf unserem Weg der Nachfolge nicht von Gott genötigt werden, dann gilt es, das tief zu verinnerlichen. Die Heilige spricht hier von der großen Achtung, die unser Vater vor der Freiheit des Menschen hat. Er selbst hat sie uns als großes Geschenk der Liebe gegeben, was uns im Vergleich zur unvernünftigen Natur besonders auszeichnet.

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GOTTES MITGEFÜHL

“Gottes Mitgefühl für dich ist größer als deine Sorgen.” (Jean Baptiste de la Salle)

Sehr oft werden wir in der Heiligen Schrift gemahnt, uns nicht den Sorgen zu überlassen. Und in der Tat: Übermäßige Sorgen führen uns geistlich gesehen in eine große Unwirklichkeit. Sie besteht darin, daß wir keinen Ausweg sehen, die Sorgen uns ständig begleiten, unsere Lebenskraft schwächen und sogar unser Aussehen mitbestimmen, sodaß wir in gewisser Weise »vergrämt« in die Welt schauen. Wer kennt sie nicht, die von Sorgen zerfurchten Gesichter, die unser Mitleid erwecken?

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