Die Konsequenzen der Sünde

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2 Kön 11,1-4.9-18.20

In jenen Tagen als Atalja, die Mutter Ahasjas, sah, daß ihr Sohn tot war, ging sie daran, die ganze Nachkommenschaft der königlichen Familie auszurotten. Doch Joscheba, die Tochter des Königs Joram und Schwester Ahasjas, nahm Joasch, den Sohn Ahasjas, aus dem Kreis der Königssöhne, die ermordet werden sollten, weg und brachte ihn heimlich mit seiner Amme in die Bettenkammer. Weiterlesen

VOR DEM LIEBENDEN VATER KEINE ANGST HABEN

Es ist wichtig zu realisieren, daß unser Vater sich durch seine Liebe zu uns verletzlich macht. Nicht zuletzt sehen wir das im Leiden seines Sohnes. Ein sehr empfindlicher Punkt für das Herz Gottes ist ein falscher Respekt, der von der Angst vor Gott bestimmt ist, was sich dann auch leicht in der Beziehung zu seinen kirchlichen Stellvertretern widerspiegelt. So wichtig die Ehrfurcht und auch der gebührende Respekt vor Gott sind, so falsch ist es, vor einem liebenden Vater Angst zu haben. Im Vaterbüchlein äußert sich Gott Vater folgendermaßen dazu:

“Wenn ihr mich mit der vertrauensvollen Liebe eines Kindes liebt, dann gewährt ihr auch meiner Kirche und meinen Stellvertretern Gehorsam und Respekt. Und es wird nicht jene Art von Respekt sein, den ihr jetzt empfindet, und der euch von mir entfernt, weil es euch Angst macht; diese falsche Art von Respekt, die ihr jetzt vor mir habt, ist eine Ungerechtigkeit gegenüber der Gerechtigkeit, eine Wunde am empfindlichsten Teil meines Herzens, eine Vergeßlichkeit, eine Mißachtung meiner väterlichen Liebe zu euch.”

Können wir das nicht nachvollziehen? Nehmen wir an, wir lieben einen Menschen von ganzem Herzen, dieser Mensch aber hätte Angst vor uns und würde uns mißtrauen. Es würde uns sicherlich verletzen. So ist es auch in der Beziehung zu unserem Vater. Unser Vertrauen ehrt ihn und erfüllt sein Herz mit Freude. Der falsche Respekt hingegen trennt uns von ihm und richtet Barrieren auf. Der Teufel nimmt das in seinen dunklen Dienst. Hören wir nochmals die Stimme des Vaters:

“An meinem Volk Israel und der heutigen Menschheit betrübt mich noch immer der falsch verstandene Respekt vor mir. Der Feind der Menschen hat sich seiner bedient, um die Menschen zum Götzendienst zu treiben und die Kirche zu spalten. Und noch immer benützt er diesen falschen Respekt und wird ihn immer wieder gegen euch einsetzten, um euch von der Wahrheit, von meiner Kirche und von mir zu entfernen. Oh, laßt euch nicht mehr vom Feind verführen! Glaubt an die Wahrheit, die sich euch offenbart, und wandelt im Lichte dieser Wahrheit!“

Wie sind gerufen, den liebenden Gott zu verkünden und zu bezeugen, damit die Menschen alle falschen Eindrücke und Bilder von Gott überwinden können. Es ist dem Herrn ein großes Anliegen, daß die Menschen Ihn erkennen, ehren und lieben, wie er wirklich ist. Nur dann kann sich jene wunderbare Liebe Gottes zu uns ganz entfalten und unser Herz bis in die Tiefe beglücken. Aus dieser Quelle entspringt dann ein lebendiges Wasser, welches die Seelen durstiger Menschen erreichen und tränken wird.

DAS WAHRE BILD GOTTES

Viele falsche Vorstellungen halten uns Menschen ab, vertrauensvoll zu unserem himmlischen Vater heimzukehren. Schon im Paradies vermittelte der Teufel dem Menschen, Gott würde ihm nicht die Erkenntnis von Gut und Böse gönnen. An diesen Lügen über Gott hat die Finsternis immer weitergearbeitet, so daß sich nicht selten ein ungerechtes und verletzendes Mißtrauen gegenüber unserem himmlischen Vater gebildet hat. Das spricht der Herr im Vaterbüchlein an:

“Die meisten Ungläubigen, Gottlosen und verschiedene Gemeinschaften bleiben bei ihrer Bosheit und Ungläubigkeit, weil sie glauben, daß ich Unmögliches von ihnen verlange und sie müßten sich wie Sklaven unter einem tyrannischen Herrn meinen Befehlen beugen. Sie meinen, ich sei wie ein Herrscher, der sich in seine Macht hüllt und hochmütig zu seinen Untertanen ist, um sie zu Respekt und Ergebenheit zu zwingen. Nein, meine Kinder! Ich kann mich tausendmal kleiner machen, als ihr es euch vorstellen könnt.“

Umso wichtiger ist es, das wahre Bild unseres Vaters zu vermitteln, so wie er wirklich ist, damit die Menschen durch die Liebe gewonnen werden. Es ist jedoch keineswegs das Bild eines Gottes, der es zuläßt, daß der Mensch selbst bestimmt, was Gut und Böse ist, und so eine Verfälschung des Lebens erleidet.

Die Liebe unseres Vaters läßt uns verstehen, daß sich nur dann der tiefere Sinn unseres Daseins aufschließt, wenn wir uns in seinen Geboten bewegen. Hierzu noch einen Auszug aus dem Büchlein:

“Dennoch gibt es etwas, was ich von euch fordere: Die treue Befolgung der Gebote, die ich meiner Kirche hinterlassen habe, denn ihr sollt euch wie vernunftbegabte Geschöpfe benehmen und in eurer Disziplinlosigkeit und euren schlechten Neigungen nicht den Tieren gleichen; nur so könnt ihr schließlich den Schatz eurer Seele bewahren, wie ich sie euch geschenkt und mit vollkommener göttlicher Schönheit bekleidet habe!”

Wir sollen die Schönheit nicht verlieren, die Gott uns gegeben hat. Das ist die große Sorge unseres Vaters um uns! Er möchte, daß wir all das aufnehmen und empfangen, was er für uns bereitet hat, und nicht verlorengehen.