“Mein Gott und Vater!
Laß mich Dich erkennen und bewirken, daß Du erkannt wirst.
Laß mich Dich lieben und bewirken, daß Du geliebt wirst.
Laß mich Dir dienen und bewirken, daß Dir gedient wird.” (Heiliger Antonio María Claret)
“Mein Gott und Vater!
Laß mich Dich erkennen und bewirken, daß Du erkannt wirst.
Laß mich Dich lieben und bewirken, daß Du geliebt wirst.
Laß mich Dir dienen und bewirken, daß Dir gedient wird.” (Heiliger Antonio María Claret)
“Liebt die Tugenden eurer Schwestern und denkt nicht an ihre Fehler.” (Heilige Teresa von Ávila)
Warum wird man Einsiedler? Weshalb verläßt man alles um Christi willen – sogar die Gemeinschaft von Brüdern –, um in der Stille bei Gott zu verweilen?
Das wird nur mit den Augen des Glaubens verständlich. In den Augen der Menschen, die sich von Gott abgewandt haben, mag ein solches Leben sogar egoistisch wirken. Von der Kirche und den Gläubigen wurde aber ein solches Leben über die Jahrhunderte hinweg hochgeschätzt.
Warum?
Wenn auch bei einem Einsiedler der Wunsch nach Einsamkeit und Intimität mit Gott stark vorhanden ist und er sich am liebsten an den nur denkbar einsamsten Ort zurückziehen möchte, kann es doch anders kommen, als er es sich wünscht. Gott bleibt der Herr einer jeden Berufung, und seinen Wegen zu folgen ist mehr als die Verwirklichung selbst des innigsten Wunsches.
Nach dem neuen liturgischen Kalender im Novus Ordo, wird der Gedenktag des heiligen Jean de Brebeuf am 19. Oktober gefeiert. Ich berichte also über sein heldenhaftes Leben einen Tag später.
Welche Kraft bewegt einen Menschen, um des Heiles anderer willen furchtbare Strapazen und Leiden auf sich zu nehmen, damit sie die Botschaft Christi erfahren? Es ist jene unfaßbare Liebe, die Gott selbst bewegt hat, auf diese Erde zu kommen, sich in seinem Sohn dem Leiden auszusetzen, um den Mächten der Finsternis ihren Raub zu entreißen und die Menschen in sein Reich zu führen.
“So will ich denn, mein Gott und Heiland, aus Deiner Hand den Kelch entgegennehmen und Deinen Namen anrufen: Jesus, Jesus, Jesus!” (Heiliger Jean de Brébeuf)
“Macht es wie der Fisch! Wenn ihr spürt, daß sich ein Tumult erhebt, vertieft euch sogleich in die Betrachtung, und bergt euch in den Armen Christi, und ihr werdet gegen jede Anfechtung der Welt und der dunklen Kräfte geschützt sein.” (Heiliger Petrus von Alcántara)
Petrus Garavito wurde im Jahre 1499 in Alcántara in Spanien geboren und trat im Alter von sechzehn Jahren in den Franziskanerorden ein. Er führte dort ein Leben sehr strenger Buße in Bezug auf Nahrung und Schlaf, das für uns heute kaum vorstellbar ist. So kommt es, daß wir die Heiligen hinsichtlich der Askese mehr bewundern als nachahmen. Das ist zwar verständlich, kann aber leider auch nachhaltige negative Aspekte mit sich bringen. Die Askese ist aus unserem heutigen Leben der Nachfolge Christi oft völlig verschwunden, sodaß das Fasten allgemein kaum noch praktiziert wird. Man ist in Gefahr, sich gar nicht mehr vorstellen zu können, sich um des Herrn willen auch in den leiblichen Bequemlichkeiten zu zügeln.
Eigentlich müßte man nur einmal bei Sportlern nachfragen, was sie tun, um gute Leistungen zu erbringen. Sie werden antworten: “Trainieren und entsprechend Disziplin üben”.