DAS WASSER DES HEILS

Lieber Vater, wie zart hat Dein Sohn die Frau am Jakobsbrunnen zur Erkenntnis der Wahrheit geführt, sodaß sie ihn als den Messias erkannte und zur Zeugin für viele andere Samariter wurde (Joh 4,6–42).

So machst Du es oft: Einer öffnet das Herz, erkennt Dich in dem Licht, das Du schenkst, und gibt es an andere Menschen weiter. Auch sie sollen wissen: Da ist der, auf den jene Menschen warten, die in der Wahrheit leben wollen.

Weiterlesen

23. Tag: »Die Teufel nicht reden lassen«      

Heute ist der dreiundzwanzigste Tag unseres Fastenwegs. Werfen wir zunächst zur Erinnerung unseren Blick auf die »Blumen« des 12. bis 22. Tages.

  1. Tag: Mit der Gabe der Sexualität so umgehen, wie Gott es vorgegeben hat, und jede Form von Unzucht meiden.
  2. Tag: Eine »Sühneblume« – den Weg der Heiligung besonders als Sühne für die unzähligen Sünden und Beleidigungen Gottes, für den Unglauben und für das Unrecht an Menschen zu gehen.
  3. Tag: Gott immer und in allen Situationen vertrauen, und ihn den ersten Platz in unserem Leben einnehmen lassen. Der wahren Lehre der Kirche treu bleiben und entsprechend leben. Die Versuchungen zum Stolz überwinden, im Dienst für Gott und den Nächsten.
  4. Tag: Eine »Friedensblume«.
  5. Tag: Gott möge uns ein vertrauendes neues Herz schenken, das ihm gehört!
  6. Tag: Die Bitte an Gott um ein neues Herz.
  7. Tag: Erbitten wir die Bereitschaft, ohne Angst und Verdrängung den eigenen Schatten wahrzunehmen, das Böse also, das von innen kommt, zu erkennen und sich zuzugeben.

Weiterlesen

22. Tag: »Die Gottesfurcht«      

Heute sind wir am 22. Tag unseres Fastenpfads angekommen. Vielleicht hat der ein oder andere die »geistigen Blumen« gesammelt, die ich nach jeder Betrachtung benannt habe. Es ist inzwischen schon ein recht großer Strauß daraus geworden, der uns dabei helfen soll, den roten Faden durch diese Fastenzeit zu finden. Ich möchte noch einmal daran erinnern, daß ich die uns begleitenden Texte aus den Lesungen des Alten Ritus verwendet habe. Die meisten von Euch werden den Neuen Ritus gewohnt sein. Deshalb geben wir die biblischen Stellen an, damit Ihr die Texte, die ich meist nur auszugsweise zitiere, als Ganzes lesen könnt.

Eine kurze »Blumenschau« wird uns helfen, uns an die Vorsätze zu erinnern, die wir in dieser ersten Hälfte der Fastenzeit gefaßt haben. Heute werden wir die Blumen der ersten elf Tage aufzählen und morgen mit denen der nächsten elf Tage fortfahren.

Weiterlesen

DIE GOTTESFURCHT ALS EIN GROSSES GLÜCK

Wenn die Gottesfurcht, lieber himmlischer Vater, in und unter den Menschen leben würde, dann sähe es auf dieser Erde anders aus! Jeder würde zuerst darüber nachdenken, ob das, was er tut, mit dem übereinstimmt, was Du von ihm möchtest. Allein das wäre schon wunderbar! Er würde sich auch hüten, seinem Nächsten Schaden zuzufügen, der wie er dazu berufen ist, als Kind Gottes sein Leben zu führen. Alle Deine Gebote wären ihm gegenwärtig ebenso wie die Worte, die uns der Herr und seine Apostel und im weiteren Verlauf die Kirche als Lehrerin der Völker überliefert haben. Es wäre wirklich anders auf der Erde und das Reich Gottes könnte sich ausbreiten. Die Mächtigen und Verantwortlichen wären besonders wachsam. Sie würden immer Deinen Rat suchen und den Rat jener, die Dich fürchten und lieben.

Weiterlesen

DER HERR VERGIBT GERNE

Wie sehr, lieber Vater, nimmst Du durch die Vergebung in Deinem Sohn, Lasten von den Schultern der Völker oder auch von jedem einzelnen Menschen, wenn er nur zu Dir kommt!

Wie schwer beladen sind manche Menschen! Sie können sich kaum frei bewegen. Wie tief dringt unvergebene Schuld in das Sein des Menschen ein und beugt ihn, ja will ihn für immer versklaven! Selbst wenn er es nicht merkt oder es nicht wahrhaben will, ist dennoch sein Blick nicht mehr frei. Er verbirgt sich vor Dir, wie die ersten Menschen sich vor Dir verbargen, nachdem sie gesündigt hatten (vgl. Gen 3,8).

Weiterlesen

21. Tag: »Vergebungsbereitschaft«      

Nach dem kleinen Exkurs über einen Weg zur tieferen Herzensbekehrung, kehre ich wieder zu den Texten im Alten Ritus zurück, die uns auf diesem Fastenweg begleiten. Zuvor möchte ich noch ein Herzensanliegen mit Euch teilen. Es ist ein Gebet, welches ich geschrieben habe, um der Bemühung um den wahren Frieden noch einen äußeren Ausdruck zu geben. Ich wäre dankbar, wenn viele Menschen, die meine Ansprachen hören, sich dem Gebet anschließen und es mit uns beten würden.

Geliebter Vater, wir bitten um den Frieden,
der aus Deinem Herzen kommt,
die Herzen der Menschen berührt und verwandelt,
sodaß sich Dein Reich auf der ganzen Erde ausbreite.
Das erbitten wir durch Christus, unseren Herrn! Amen.

Weiterlesen