DIE BEGEGNUNG MIT DEM WAHREN KÖNIG

Geliebter Vater, es gibt so viele Anliegen, die wir zu Dir tragen. Doch dieses heute ist mir ein besonderes, und es ist sehr konkret.

In der heutigen Ansprache ist davon die Rede, daß Dein Sohn König ist und daß sich seine Königsherrschaft auf alle Menschen ausbreiten soll. Gewiß, es ist keine Herrschaft, die mit weltlichen Mitteln erzwungen werden kann. Es ist eine Königsherrschaft der Liebe, es ist die Herrschaft des Messias, des Erlösers aller Menschen. Und doch, wenn alle sich dieser Herrschaft liebend unterordnen und Jesus folgen, entsteht Gemeinschaft mit Dir und untereinander.

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26. Tag: »Die Königsherrschaft Christi«      

Auf unserem Fastenweg haben wir die Hälfte der Zeit schon überschritten und kommen der Heiligen Woche immer näher. Der heutige, vierte Fastensonntag ist der Sonntag der Freude (lat. Laetare). Der Priester kann heute Rosa als Farbe tragen, um den Charakter dieses Freudensonntags zu unterstreichen.

Das heutige Evangelium (Joh 6,1–15) führt uns zu der uns so vertrauten Erzählung über das Wunder der Brotvermehrung. Die Menschen hatten den Predigten Jesu zugehört, und der Herr wollte sie die Fürsorge und Herrlichkeit Gottes durch ein Zeichen erkennen lassen und sie speisen. Dies geschah, und es wurden nicht nur alle satt, sondern es blieben sogar noch zwölf Körbe mit Brot übrig. Die Schrift berichtet, daß es fünftausend Männer waren, die sich auf dem Berg versammelt hatten (Joh 6,10).

Das Wunder wurde für die Menschen zum Anlaß, Jesus als den Propheten zu preisen: “Dieser ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt kommen soll!(Joh 6,14). Doch sie zogen einen falschen Schluß aus dieser Erkenntnis, wie es die Schrift bezeugt: “Jesus aber erkannte, daß sie kommen und ihn mit Gewalt fortführen wollten, um ihn zum König zu machen. Er zog sich daher abermals auf den Berg zurück, um allein zu sein.(Joh 6,15).

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