Mit Recht, geliebter Vater, hat sich Dein Sohn erzürnt, daß im Tempel Geschäfte gemacht wurden, und somit nicht der eigentlichen Schönheit und Würde des Tempels entsprochen wurde. Dein Sohn hat sogar von einer »Räuberhöhle« gesprochen und hat die Händler und Geldwechsler vertrieben (Joh 2,14–21).
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Tag 7: »Im Heiligen Geist dem Bösen widerstehen«
Heute ist der siebte Tag auf unserem Weg zum heiligen Osterfest. In der Tageslesung des Vetus Ordo ergeht der Ruf des Herrn zur Umkehr an uns:
“Sucht den Herrn, solange er sich finden läßt, ruft ihn an, solange er nahe ist. Der Ruchlose soll seinen Weg verlassen, der Frevler seine Pläne. Er kehre um zum Herrn, damit er Erbarmen hat mit ihm, und zu unserem Gott; denn er ist groß im Verzeihen.” (Jes 55,6–7)
Auch wenn wir hoffen, daß unsere Gedanken und Handlungen niemals ruchlos oder frevlerisch werden – Gott bewahre! –, so besteht doch immer der Ruf, tiefer zu Gott umzukehren und alles zu verlassen, was uns von seiner Liebe trennen kann. Auch wenn wir mit dem Erbarmen und der Geduld Gottes rechnen dürfen, richtet sich der bleibende Ruf des Herrn zur Umkehr an unseren freien Willen, den er uns selbst geschenkt hat. Der Herr möchte unsere Antwort, damit er seine Wege mit uns gehen kann, die oft anders sind als die unsrigen, wie wir es im Text des Propheten Jesaja hören:
