Gottes Weisheit in allem

Röm 11,33-35

O Tiefe des Reichtums, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Entscheidungen, wie unerforschlich seine Wege!  Denn wer hat die Gedanken des Herrn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber gewesen?  Wer hat ihm etwas gegeben, sodaß Gott ihm etwas zurückgeben müßte?  Denn aus ihm und durch ihn und auf ihn hin ist die ganze Schöpfung. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.

Dieser Ausruf kommt aus dem Herzen und dem Geist des Heiligen Paulus, welcher die wunderbaren Führungen Gottes erkennt, trotz der Widerstände des Volkes Israel. Ihm ist eine große Erkenntnis Gottes geschenkt, und aus seinen eigenen Worten wissen wir, daß Gott ihm sogar ein bestimmtes Leiden gelassen hat, damit er sich wegen seiner hohen Erkenntnisse nicht überhebe (vgl. 2 Kor 12,7).

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Die Schule der Demut

Mt 23,1-12

In jener Zeit wandte sich Jesus an das Volk und an seine Jünger und sagte: Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf den Stuhl Mose gesetzt. Tut und befolgt also alles, was sie euch sagen, aber richtet euch nicht nach dem, was sie tun; denn sie reden nur, tun selbst aber nicht, was sie sagen. Sie schnüren schwere Lasten zusammen und legen sie den Menschen auf die Schultern, wollen selber aber keinen Finger rühren, um die Lasten zu tragen. Alles, was sie tun, tun sie nur, damit die Menschen es sehen: Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Gewändern lang, bei jedem Festmahl möchten sie den Ehrenplatz und in der Synagoge die vordersten Sitze haben, und auf den Straßen und Plätzen lassen sie sich gern grüßen und von den Leuten Rabbi nennen. Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn nur einer ist euer Meister, ihr alle aber seid Brüder. Auch sollt ihr niemand auf Erden euren Vater nennen; denn nur einer ist euer Vater, der im Himmel. Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn nur einer ist euer Lehrer, Christus. Der Größte von euch soll euer Diener sein. Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden.

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Die Hierarchie der Gebote

Mt 22,34-40

In jener Zeit, als die Pharisäer hörten, daß Jesus die Sadduzäer zum Schweigen gebracht hatte, kamen sie (bei ihm) zusammen. Einer von ihnen, ein Gesetzeslehrer, wollte ihn auf die Probe stellen und fragte ihn: Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste? Er antwortete ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken. Das ist das wichtigste und erste Gebot. Ebenso wichtig ist das zweite: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. An diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz samt den Propheten.

Es ist wichtig, um die Hierarchie der Gebote Gottes zu wissen und daraus Konsequenzen zu ziehen. Das erste und vornehmliche Gebot ist die Gottesliebe. Sie ist das Entscheidende, ob der Mensch ganz in die Grundordnung des Seins einkehrt oder nicht.

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Das Hochzeitskleid

Mt 22,1-14

Jesus erzählte ihnen noch ein anderes Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem König, der die Hochzeit seines Sohnes vorbereitete. Er schickte seine Diener, um die eingeladenen Gäste zur Hochzeit rufen zu lassen. Sie aber wollten nicht kommen. Da schickte er noch einmal Diener und trug ihnen auf: Sagt den Eingeladenen: Mein Mahl ist fertig, die Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet, alles ist bereit. Kommt zur Hochzeit!  Sie aber kümmerten sich nicht darum, sondern der eine ging auf seinen Acker, der andere in seinen Laden, wieder andere fielen über seine Diener her, mißhandelten sie und brachten sie um. Da wurde der König zornig; er schickte sein Heer, ließ die Mörder töten und ihre Stadt in Schutt und Asche legen. Dann sagte er zu seinen Dienern: Das Hochzeitsmahl ist vorbereitet, aber die Gäste waren es nicht wert, eingeladen zu werden. Geht also hinaus auf die Straßen und ladet alle, die ihr trefft, zur Hochzeit ein. Die Diener gingen auf die Straßen hinaus und holten alle zusammen, die sie trafen, Böse und Gute, und der Festsaal füllte sich mit Gästen. Als sie sich gesetzt hatten und der König eintrat, um sich die Gäste anzusehen, bemerkte er unter ihnen einen Mann, der kein Hochzeitsgewand anhatte. Er sagte zu ihm: Mein Freund, wie konntest du hier ohne Hochzeitsgewand erscheinen? Darauf wußte der Mann nichts zu sagen. Da befahl der König seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis! Dort wird er heulen und mit den Zähnen knirschen. Denn viele sind gerufen, aber nur wenige auserwählt.

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Die Verantwortung der Hirten

Ez 34,1-11

Das Wort des Herrn erging an mich: Menschensohn, sprich als Prophet gegen die Hirten Israels, sprich als Prophet, und sag zu ihnen: So spricht Gott, der Herr: Weh den Hirten Israels, die nur sich selbst weiden. Müssen die Hirten nicht die Herde weiden? Ihr trinkt die Milch, nehmt die Wolle für eure Kleidung und schlachtet die fetten Tiere; aber die Herde führt ihr nicht auf die Weide. Die schwachen Tiere stärkt ihr nicht, die kranken heilt ihr nicht, die verletzten verbindet ihr nicht, die verscheuchten holt ihr nicht zurück, die verirrten sucht ihr nicht, und die starken mißhandelt ihr. Und weil sie keinen Hirten hatten, zerstreuten sich meine Schafe und wurden eine Beute der wilden Tiere. Meine Herde irrte auf allen Bergen und Höhen umher und war über das ganze Land verstreut. Doch keiner kümmerte sich um sie; niemand suchte sie.

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“Augusta Flavia Julia Helena” Gedenktag der Heiligen Helena          

Die Betrachtung des heutigen Tages wollen wir der Heiligen Helena widmen, denn der 18. August gilt als ihr Todestag und entsprechend wird in der katholischen Kirche meist ihr Gedenken an diesem Tag gefeiert.

Als biblische Lesung nehmen wir nur einen kurzen Auszug aus dem Magnifikat:

“Er (der Herr) stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.” (Lk 1,52)

Helena, die große Kaiserin, die sich um die Ausbreitung des Christentums so verdient gemacht hat, wurde in der Mitte des dritten Jahrhunderts in Bithynien in Kleinasien als Kind armer Eltern geboren. Als junge Frau diente sie als Magd in einem Gasthaus. Dort begegnete sie dem kaiserlichen Offizier Konstantin Chlorus, der sie – trotz aller Standesunterschiede – zu seiner Gattin machte. Helena blieb in ihrer hohen Stellung bescheiden. Im Jahre 284 hat sie ihm einen Sohn geschenkt, den wir als Konstantin den Großen kennen.

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Die Heilige Radegund von Thüringen (518 bis 587)

Es gibt eine reiche Auswahl an Heiligen, über die man berichten kann, und jedes Mal ist es ein Erlebnis, wahrzunehmen, wie Gottes Gnade einen Menschen erreichen und ihn über sich hinausführen kann.

Die Heiligen zeigen uns, was möglich wird, wenn man den Ruf Gottes hört und ihm folgt. Wir müssen nicht glauben, daß dies nicht auch mit Kämpfen verbunden war, in denen diese Menschen ihre Schwachheit wahrgenommen haben. Doch sie hielten an Gott fest und so konnte der Herr sie führen und sich an ihnen verherrlichen. Es ist bewegend, wenn ein Mensch mit einer hohen gesellschaftlichen Stellung so sehr vom heiligen Glauben angezogen wird, daß er sich nicht scheut, die einfachsten und oft so schwierigen Dienste am Nächsten zu tun. Die Heilige Radegund ist einen solchen Weg gegangen und wurde zum Vorbild für viele andere Adlige, den Weg der Nachfolge Christi zu gehen und ihr Leben zu schenken.

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