Das Opfer des Apostels

Phil 2,12-18

Demnach, meine Geliebten! (wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid), lasset es nicht bewenden bei dem, was in meiner Anwesenheit geschehen, sondern wirket noch viel mehr jetzt, bei meiner Abwesenheit, mit Furcht und Zittern euer Heil. Denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen wie das Vollbringen wirkt nach seinem Wohlgefallen. Tut alles ohne Murren und Zaudern, damit ihr tadellos und lautere Kinder Gottes seid, unsträflich inmitten eines verderbten und verkehrten Geschlechtes, unter denen ihr leuchtet wie Gestirne in der Welt, indem ihr am Worte des Lebens festhaltet, mir zum Ruhme auf den Tag Christi, dass ich nicht vergeblich gelaufen bin und nicht vergeblich gearbeitet habe. Aber wenn ich auch hingeopfert werde zu der Opfergabe und dem Dienste eures Glaubens, so freue ich mich und frohlocke mit euch allen. Über eben dies freuet auch ihr euch und frohlocket mit mir.

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Jesus nachahmen

Phil 2,1–11

Wenn es also irgendeinen Zuspruch in Christus gibt, wenn irgendeinen Trost der Liebe, wenn irgendwelche Gemeinschaft des Geistes, wenn irgend herzliches Erbarmen, so machet meine Freude voll, daß ihr gleichgesinnt seiet, indem ihr gleiche Liebe habet, einmütig, eines Sinnes, daß ihr nichts aus Streitsucht noch aus eitler Ehrsucht tuet, sondern in Demut einer den andern für höher achtend als sich selbst, daß nicht jeder auf das Seinige sehe, sondern auf das, was der andern ist. Denn so sollt ihr gesinnt sein, wie auch Christus Jesus gesinnt war, welcher, da er in Gottes Gestalt war, es nicht für einen Raub hielt, Gott gleich zu sein; sondern sich selbst entäußerte, indem er Knechtsgestalt annahm, den Menschen gleich geworden und im Äußeren als ein Mensch erfunden ward. Er erniedrigte sich selbst, indem er gehorsam ward bis zum Tode, ja, zum Tode am Kreuze. Darum hat ihn auch Gott hoch erhoben, und ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist, auf daß in dem Namen Jesu sich jedes Knie beuge aller Wesen im Himmel, auf Erden und unter der Erde,  und jede Zunge bekenne, daß Jesus Christus der Herr zum Preise Gottes, des Vaters ist.

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Alles für das Evangelium

 Phil 1,21–30

 Für mich ist Christus das Leben, und das Sterben Gewinn. Wenn aber das Leben im Fleische dazu dient, mein Wirken fruchtbar zu machen, so weiß ich nicht, was ich wählen soll. Ich werde vielmehr von beiden Seiten gedrängt: da ich das Verlangen habe, abzuscheiden und mit Christus zu sein, denn dies ist um vieles besser; im Fleische aber zu bleiben ist notwendig um euretwillen. Und dies weiß ich zuversichtlich, daß ich bleiben und bei euch allen verbleiben werde zu eurer Förderung und Freude im Glauben, damit euer Frohlocken in Christo Jesu durch mich um so reicher werde durch meine abermalige Hinkunft zu euch. Nur wandelt würdig des Evangeliums Christi, damit ich, sei es, daß ich komme und euch sehe, sei es, daß ich fern bin, von euch höre, daß ihr feststehet in einem Geiste, eines Sinnes, zusammen kämpfend für den Glauben an das Evangelium, und daß ihr euch in Nichts schrecken lasset von den Widersachern; denn dies ist für sie eine Ursache des Verderbens, für euch aber des Heiles, und das von Gott; denn euch ist die Gnade zu Teil geworden für Christus, nicht nur an ihn zu glauben, sondern auch für ihn zu leiden, indem ihr denselben Kampf habt, wie ihr ihn an mir gesehen und jetzt von mir höret.  Weiterlesen

Die Priorität des Apostels

Phil 1,12-18

Ich will aber, daß ihr wisset, Brüder, daß meine Lage vielmehr zur Förderung des Evangeliums ausgeschlagen ist, so daß meine Bande in Christus kundgeworden sind bei der ganzen Leibwache und bei allen übrigen und die Mehrzahl der Brüder im Herrn, ermutigt durch meine Bande, es mehr und mehr wagen, ohne Furcht das Wort Gottes zu verkündigen. Einige freilich verkündigen Christus aus Neid und Streitsucht, aber auch andere aus guter Gesinnung, die einen aus Liebe, weil sie wissen, daß ich zur Verteidigung des Evangeliums bestimmt bin; die anderen aber verkündigen Christus aus Streitsucht, nicht aus reiner Absicht, weil sie wähnen, meinen Banden Trübsal zu erwecken. Doch was liegt daran? Wenn nur auf alle Weise Christus verkündigt wird, sei es zum Vorwande, sei es in Wahrheit; darüber freue ich mich, ja, werde ich mich auch ferner freuen.

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Der Philipperbrief: Einleitung (I)

Nach der Serie über die heilige Jeanne d’Arc, gefolgt von zwei Texten aus unserem Archiv der Schriftauslegungen, möchte ich mich gerne der Betrachtung eines weiteren Briefes aus dem Neuen Testament zuwenden. Es handelt sich um den Brief an die Gemeinde in Philippi. Er stammt vom heiligen Paulus, dem geliebten Apostel, dem wir, was die Ausbreitung des Evangeliums betrifft, so viel zu verdanken haben. Er war ein unermüdlicher Arbeiter im Weinberg seines Herrn und hat sogar mehr gearbeitet als die anderen Apostel, wie er selbst bezeugt (1 Kor 15,10).

Seit meiner Bekehrung hege ich eine große Zuneigung zu diesem heiligen Apostel. Es kommen viele Elemente zusammen, die mich an ihm tief beeindrucken und große Dankbarkeit erwecken. Zunächst ist es seine ungewöhnliche Bekehrung von einem Verfolger Christi zu einem Verkünder der Heilsbotschaft (Apg 9,1–9). Mich bewegt die Art und Weise, wie er sein Leben ganz unter den Gehorsam Christi stellte. Weiterhin ist er durch die Ausdauer, die er bei der Verkündigung des Evangeliums und im Aufbau der Gemeinden zeigt, ein großes Vorbild. Wir wissen aus seinem eigenen Mund, welche schweren Lasten er zu tragen hatte (2 Kor 11,23–27), und sind berührt, wie groß seine Liebe zum Herrn war, all dies zu ertragen und nicht aufzugeben.

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Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu: “Die Liebe Jesu”

Mt 11,25-30

In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du all das den Weisen und Klugen verborgen, den Unmündigen aber offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen. Mir ist von meinem Vater alles gegeben worden; niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will. Kommt alle zu mir, die ihr euch plagt und schwere Lasten zu tragen habt. Ich werde euch Ruhe verschaffen. Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir, denn ich bin gütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seele. Denn mein Joch drückt nicht und meine Last ist leicht.

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Fest des Heiligen Apostels Barnabas: “Dem Herrn treu bleiben”            

Apg 11, 21b–26; 13, 1–3

In jenen Tagen wurden viele gläubig und bekehrten sich zum Herrn. Die Nachricht davon kam der Gemeinde von Jerusalem zu Ohren und sie schickten Bárnabas nach Antióchia. Als er ankam und die Gnade Gottes sah, freute er sich und ermahnte alle, dem Herrn treu zu bleiben, wie sie es sich im Herzen vorgenommen hatten. Denn er war ein trefflicher Mann, erfüllt vom Heiligen Geist und von Glauben. So wurde für den Herrn viel Volk hinzugewonnen. Bárnabas aber zog nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen. Er fand ihn und nahm ihn nach Antióchia mit. Dort wirkten sie miteinander ein volles Jahr in der Gemeinde und lehrten eine große Zahl von Menschen. In Antióchia nannte man die Jünger zum ersten Mal Christen. In der Gemeinde von Antióchia gab es Propheten und Lehrer: Bárnabas und Símeon, genannt Niger, Lúcius von Kyréne, Mánaën, ein Jugendgefährte des Tetrárchen Heródes, und Saulus. Als sie zu Ehren des Herrn Gottesdienst feierten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Wählt mir Bárnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe! Da fasteten und beteten sie, legten ihnen die Hände auf und ließen sie ziehen.

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