GRÜNDONNERSTAG: Dienst und Hingabe unseres Herrn

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“Jesus stand vom Mahl auf, legte sein Gewand ab und umgürtete sich mit einem Leinentuch. Dann goß er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war.” (Joh 13,4-5)

Welch große Liebe offenbart sich uns an diesem Tag! Welch außergewöhnlichen Gesten begegnen wir: Der Herr des Himmels und der Erde wäscht seinen Jüngern die Füße und eröffnet ihnen noch tiefer das Verständnis, wie es aussieht, wenn man in seine Nachfolge eintritt. Es geht um das Dienen: Gott in seiner unendlichen Liebe dient dem Menschen und ruft uns in denselben Dienst.

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MITTWOCH DER KARWOCHE: Dreißig Silberlinge

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“Judas Iskariot ging zu den Hohepriestern und sagte: Was wollt ihr mir geben, wenn ich euch Jesus ausliefere? Und sie boten ihm dreißig Silberstücke.” (Mt 26,14-25)

Der Verrat an Gott – um den Preis des ungerechten Mammons…

Wie oft geschieht das! Wie oft verkaufen sich Menschen für den Mammon, für ihre Ehre, für die ungeordnete Lust oder für Macht!

Dreißig Silberlinge gaben sie Judas. Und sie wußten, daß an diesem Geld Blut klebte. Es war aber nicht nur das Blut eines Menschen, was schon schlimm genug ist! Nein, es war das Blut des Gottessohnes – jenes Blut, das sie erretten sollte. Es war das Blut des Lammes, welches für die Welt dahingegeben wurde. Das war der Preis, den die Hohenpriester dem Verräter bezahlten.

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DIENSTAG DER KARWOCHE: Einer von euch wird mich verraten

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“Amen, amen, das sage ich euch: Einer von euch wird mich verraten.” (Joh 13,21b)

Der Verrat! Welch furchtbarer Abgrund tut sich da im Menschen auf: Den Freund verraten! Den Meister und Herrn verraten! Die Liebe verraten!

Es wagte wohl niemand, Jesus zu fragen: “Wer ist es? – außer dem Jünger Johannes, der mit dem Herrn besonders vertraut war und “Simon Petrus nickte ihm zu, er solle fragen, von wem Jesus spreche” (Joh 13,24). Das Herz des Johannes war rein und dem Herrn auf ungeteilte Weise zugetan. Einer, der liebt und dessen Herz rein geworden ist, kann auch dem Schatten ins Gesicht blicken und braucht sich vor ihm nicht zu verbergen. So lehnte sich Johannes an die Brust Jesu und fragte: “Herr, wer ist es?” (Joh 13,25). Diese Geste der Liebe und Vertrautheit war rein und echt, ganz anders als der Kuß des Verräters, der das Zeichen der Liebe in den Dienst der Bosheit gestellt hat.

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MONTAG DER KARWOCHE: Eine Geste der Liebe

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“Maria nahm ein Pfund echtes, kostbares Nardenöl, salbte Jesus die Füße und trocknete sie mit ihrem Haar.” (Joh 12,3)

Welch zärtliche Geste von Maria wird uns hier im Evangelium gezeigt! Eine Zärtlichkeit, die sehr der Frau entspricht und auch etwas von ihrer Schönheit und Hingabefähigkeit erzählt. Sie hat ihr Herz ganz Jesus geschenkt. Welcher Trost wird es für ihn gewesen sein, diese liebende Seele wahrzunehmen – inmitten der Feindschaft, die ihn umgab! Ähnlich war es auf seinem Weg zur Kreuzigung, als er der Heiligen Veronika begegnete.

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PALMSONNTAG: Der Tag, an dem Jesus geehrt wurde

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Hosanna! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn! Gesegnet sei das Reich unseres Vaters David, das nun kommt. Hosanna in der Höhe! (Mk 11,9-10)

Das Volk ist auf den Beinen, und für kurze Zeit geschieht das, was der Wirklichkeit des Kommens des Gottessohnes entspricht: Er wird mit Jubel und Freude empfangen, das Volk empfängt seinen wahren König, seinen lange verheißenen Messias.

“Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist friedfertig, und reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttieres.”  (Mt 21,5)

Wie anders kommt der Herr des Himmels und der Erde! Er bedarf nicht der äußeren Prachtentfaltung, obwohl ihm alles zustehen würde. Er bezeugt die Liebe seines Vaters und kommt in seinem Auftrag, um Gott zu verherrlichen und die Menschen zu erlösen.

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39. Tag:  »Auf dem Weg in die Heilige Woche«

Heute machen wir den letzten Schritt auf unserem Fastenpfad, bevor wir in die Heilige Woche eintreten. Ich lade herzlich ein, uns weiter zu folgen. Wir werden die Texte der Heiligen Woche von 2024 übernehmen. Einzelne Passagen werden mehr auf meditative Weise betrachtet. Gerne kann man sie auch per Video auf YouTube verfolgen[1].

Am Anfang des heutigen Evangeliums (Joh 12,10–36) begegnen wir bereits dem Einzug Jesu in Jerusalem, den wir morgen, am Palmsonntag, noch einmal tiefer betrachten werden. Weiterlesen

38. Tag: »Der Komplott gegen Jesus«      

Auf unserem Pfad kommen wir der Heiligen Woche schon sehr nahe. Entsprechend hören wir im heutigen Evangelium (Joh 11,47–54), daß die Feinde des Herrn beschlossen, den Herrn zu töten:

“Da beriefen die Hohenpriester und die Pharisäer eine Versammlung des Hohen Rates ein. Sie sagten: Was sollen wir tun? Dieser Mensch tut viele Zeichen. Wenn wir ihn gewähren lassen, werden alle an ihn glauben. Dann werden die Römer kommen und uns die heilige Stätte und das Volk nehmen.(Joh 11,47–48)

Hier sehen wir die vorgeschobenen Begründungen, denn Jesus bedrohte die Römer nicht mit seiner Verkündigung und mit seinen Taten. Sie, die religiösen Führer, fühlten sich in ihrem Einfluß auf das Volk bedroht.

Die Auferweckung des Lazarus, ein eindeutiges Zeugnis für die göttliche Vollmacht Jesu, war für die religiösen Autoritäten der damaligen Zeit unerträglich. Da sie dem Herrn nichts entgegenzusetzen hatten, ihn also nicht der Sünde und damit der Übertretung des Gesetzes überführen konnten, waren sie entschlossen, ihn zu töten.

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