PALMSONNTAG: Der Tag, an dem Jesus geehrt wurde

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Hosanna! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn! Gesegnet sei das Reich unseres Vaters David, das nun kommt. Hosanna in der Höhe! (Mk 11,9-10)

Das Volk ist auf den Beinen, und für kurze Zeit geschieht das, was der Wirklichkeit des Kommens des Gottessohnes entspricht: Er wird mit Jubel und Freude empfangen, das Volk empfängt seinen wahren König, seinen lange verheißenen Messias.

“Sagt der Tochter Zion: Siehe, dein König kommt zu dir. Er ist friedfertig, und reitet auf einer Eselin und auf einem Fohlen, dem Jungen eines Lasttieres.”  (Mt 21,5)

Wie anders kommt der Herr des Himmels und der Erde! Er bedarf nicht der äußeren Prachtentfaltung, obwohl ihm alles zustehen würde. Er bezeugt die Liebe seines Vaters und kommt in seinem Auftrag, um Gott zu verherrlichen und die Menschen zu erlösen.

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39. Tag:  »Auf dem Weg in die Heilige Woche«

Heute machen wir den letzten Schritt auf unserem Fastenpfad, bevor wir in die Heilige Woche eintreten. Ich lade herzlich ein, uns weiter zu folgen. Wir werden die Texte der Heiligen Woche von 2024 übernehmen. Einzelne Passagen werden mehr auf meditative Weise betrachtet. Gerne kann man sie auch per Video auf YouTube verfolgen[1].

Am Anfang des heutigen Evangeliums (Joh 12,10–36) begegnen wir bereits dem Einzug Jesu in Jerusalem, den wir morgen, am Palmsonntag, noch einmal tiefer betrachten werden. Weiterlesen

38. Tag: »Der Komplott gegen Jesus«      

Auf unserem Pfad kommen wir der Heiligen Woche schon sehr nahe. Entsprechend hören wir im heutigen Evangelium (Joh 11,47–54), daß die Feinde des Herrn beschlossen, den Herrn zu töten:

“Da beriefen die Hohenpriester und die Pharisäer eine Versammlung des Hohen Rates ein. Sie sagten: Was sollen wir tun? Dieser Mensch tut viele Zeichen. Wenn wir ihn gewähren lassen, werden alle an ihn glauben. Dann werden die Römer kommen und uns die heilige Stätte und das Volk nehmen.(Joh 11,47–48)

Hier sehen wir die vorgeschobenen Begründungen, denn Jesus bedrohte die Römer nicht mit seiner Verkündigung und mit seinen Taten. Sie, die religiösen Führer, fühlten sich in ihrem Einfluß auf das Volk bedroht.

Die Auferweckung des Lazarus, ein eindeutiges Zeugnis für die göttliche Vollmacht Jesu, war für die religiösen Autoritäten der damaligen Zeit unerträglich. Da sie dem Herrn nichts entgegenzusetzen hatten, ihn also nicht der Sünde und damit der Übertretung des Gesetzes überführen konnten, waren sie entschlossen, ihn zu töten.

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37. Tag: »Wir folgen Dir jetzt von ganzem Herzen«

Nach der Freude über die Berufung der seligen Jungfrau Maria, die wir gestern gefeiert haben, begegnen wir heute auf unserem Fastenweg dem ergreifenden Gebet Azarias. Er ist einer der drei Jünglinge, die durch Gottes Eingreifen im Feuerofen unversehrt geblieben sind. (Dan 3,25.34–45)

Zunächst hören wir die ergreifende Klage Azarias’, der mit seinem Volk in babylonischer Gefangenschaft lebt, daß sie all dessen entbehren, was ihr Leben sonst ausgemacht hat. Gleichzeitig gesteht er die Schuld seines Volkes ein: “Ach, Herr, wir sind geringer geworden als alle Völker. In aller Welt sind wir heute wegen unserer Sünden erniedrigt. Wir haben in dieser Zeit weder Vorsteher noch Propheten und keinen, der uns anführt, weder Brandopfer noch Schlachtopfer, weder Speiseopfer noch Räucherwerk, noch einen Ort, um Dir die Erstlingsgaben darzubringen und um Erbarmen zu finden bei Dir (Dan 3,37–38)

Wie wichtig ist eine solch tiefe Erkenntnis der Wirklichkeit! Israel spürt die Folgen seiner Abkehr von Gott und realisiert, daß sie es sich selbst zugezogen haben. In diesem Gebet wird niemand anders für das Leid und Unglück verantwortlich gemacht, sondern in einer schlichten und aufrichtigen Weise wird die Schuld bekannt.

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36. Tag: »Das »Ja« Mariens«      

Inmitten der Fastenzeit erstrahlt das große Hochfest der Verkündigung. Jener Tag, an dem unsere Erlösung begann, als Maria ihr »Ja« gegeben hat. Auch wenn wir die entsprechende Bibelstelle zweifellos gut kennen, werden wir nie müde, die erste Verkündigung der Frohen Botschaft zu hören.

Lk 1,26-38

Im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt in Galiläa namens Nazareth zu einer Jungfrau gesandt. Sie war mit einem Mann namens Josef verlobt, der aus dem Haus David stammte. Der Name der Jungfrau war Maria. Der Engel trat bei ihr ein und sagte: Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir. Sie erschrak über die Anrede und überlegte, was dieser Gruß zu bedeuten habe. Da sagte der Engel zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria; denn du hast bei Gott Gnade gefunden. Du wirst ein Kind empfangen, einen Sohn wirst du gebären: dem sollst du den Namen Jesus geben. Er wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Gott, der Herr, wird ihm den Thron seines Vaters David geben. Er wird über das Haus Jakob in Ewigkeit herrschen und seine Herrschaft wird kein Ende haben. Maria sagte zu dem Engel: Wie soll das geschehen, da ich keinen Mann erkenne? Der Engel antwortete ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden. Auch Elisabeth, deine Verwandte, hat noch in ihrem Alter einen Sohn empfangen; obwohl sie als unfruchtbar galt, ist sie jetzt schon im sechsten Monat. Denn für Gott ist nichts unmöglich. Da sagte Maria: Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast. Danach verließ sie der Engel.

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35. Tag: »Daniel und die Löwen – und eine Gebetsbitte«

Wie kann man mehrere Tage überleben, wenn man in eine Löwengrube geworfen wurde, um Opfer von sieben hungrigen Löwen zu werden? Daniel gibt uns in der heutigen Lesung eine Antwort darauf (Dan 14,27–42).

Warum wollten die Babylonier Daniel töten? In der Lesung heißt es, daß sie zum Perserkönig Kyrus gingen und verlangten: “Liefere uns Daniel aus! Sonst töten wir dich und deine Familie. Da sich der König aufs Äußerste bedroht sah, lieferte er ihnen Daniel notgedrungen aus(V. 29–30). Weiterlesen

34. Tag: »Wahre Propheten im Dienst Jesu«

Heute schenkt uns die Lesung auf unserem Pfad eine große Freude (Jon 3,1–10). Eine ganze Stadt mit ihrem König nimmt die Warnung von Jona ernst, die er Ninive zukommen läßt. Es gibt es also doch, daß Menschen von ihren falschen Pfaden umkehren! Tatsächlich taten alle in Sack und Asche Buße, als der König verkünden ließ:

“Befehl des Königs und seiner Großen: Alle Menschen und Tiere, Rinder, Schafe und Ziegen, sollen nichts essen, nicht weiden und kein Wasser trinken. Sie sollen sich in Bußgewänder hüllen, Menschen und Tiere. Sie sollen laut zu Gott rufen und jeder soll umkehren und sich von seinen bösen Taten abwenden und von dem Unrecht, das an seinen Händen klebt. Wer weiß, vielleicht reut es Gott wieder und er läßt ab von seinem glühenden Zorn, sodaß wir nicht zugrunde gehen. Und Gott sah ihr Verhalten; er sah, daß sie umkehrten und sich von ihren bösen Taten abwandten. Da reute Gott das Unheil, das er ihnen angedroht hatte, und er führte die Drohung nicht aus. (Jon 3,7–10)

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