In der Schule der Wüstenväter: Teil III – DAS SEHEN

Betrachten wir noch einmal das Wort des Heiligen Antonius:

“Wer in der Wüste sitzt und die Herzensruhe pflegt, wird drei Kämpfen entrissen: dem Hören, dem Reden und dem Sehen. Er hat nur noch einen Kampf zu führen: den gegen die Unreinheit.”

In den letzten beiden Tagen haben wir über den Kampf nachgedacht, den uns das richtige Hören und Reden kostet. Heute wenden wir uns dem Kampf zu, den unser Auge uns bereitet.

Wenn wir die Versuchungen betrachten wollen, die uns über die Augen erreichen, dann ist der Begriff »Augenlust« sehr treffend.

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In der Schule der Wüstenväter: Teil II – DAS REDEN

Der heutige Text ist eine Fortsetzung des Themas vom gestrigen Gedenktag des heiligen Wüstenvaters Antonius. Hören wir noch einmal das Wort des Wüstenvaters, das den Kampf beschreibt, zu dem wir als Christen gerufen sind.

“Wer in der Wüste sitzt und die Herzensruhe pflegt, wird drei Kämpfen entrissen: dem Hören, dem Reden, dem Sehen. Er hat nur noch einen Kampf zu führen: den gegen die Unreinheit.”

Nachdem wir gestern über das Hören nachgedacht haben, betrachten wir heute den Kampf mit dem Reden.

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In der Schule der Wüstenväter: Teil I – DAS HÖREN

Eph 6,10-13.18 (Lesung am Gedenktag des Heiligen Antonius)

Brüder: Werdet stark durch die Kraft und Macht des Herrn! Zieht die Rüstung Gottes an, damit ihr den listigen Anschlägen des Teufels widerstehen könnt. Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs. Darum legt die Rüstung Gottes an, damit ihr am Tag des Unheils standhalten, alles vollbringen und den Kampf bestehen könnt. Hört nicht auf, zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im Geist! Seid wachsam, harrt aus und bittet für alle Heiligen.

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DIE HEILIGEN BERARDUS, PETRUS, ACCURSIUS, ADJUTUS UND OTHO -»Die ersten Franziskanermärtyrer«

Der heilige Franziskus beauftragte sechs seiner Brüder, das Evangelium den Moslems zu verkünden. Zuvor hatte er selbst versucht, den Sultan von Ägypten zu bekehren, was ihm jedoch nicht gelungen war.

Der Anführer der sechs Missionare wurde jedoch so krank, daß sie schließlich zu fünft nach Spanien reisten. Es waren: Berardus, Petrus, Accursius, Adjutus und Otho. Sie sollten den dort lebenden Moslems freimütig die Botschaft Christi verkünden. Ihre erste Wirkungsstätte war Sevilla, das damals wie der gesamte Süden Spaniens unter der Herrschaft der Mauren stand.

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Glauben, Hören und den Willen Gottes tun

Mk 1,40-45 (Tagesevangelium im Novus Ordo)

In jener Zeit kam ein Aussätziger zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Wenn du willst, kannst du machen, daß ich rein werde. Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will es – werde rein! Im gleichen Augenblick verschwand der Aussatz und der Mann war rein. Jesus schickte ihn weg und schärfte ihm ein: Nimm dich in Acht! Erzähl niemand etwas davon, sondern geh, zeig dich dem Priester und bring das Reinigungsopfer dar, das Mose angeordnet hat. Das soll für sie ein Beweis (meiner Gesetzestreue) sein. Der Mann aber ging weg und erzählte bei jeder Gelegenheit, was geschehen war; er verbreitete die ganze Geschichte, so daß sich Jesus in keiner Stadt mehr zeigen konnte; er hielt sich nur noch außerhalb der Städte an einsamen Orten auf. Dennoch kamen die Leute von überallher zu ihm.

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Das Gebet und die »innere Zelle«

Mk 1,29-39

In jener Zeit ging Jesus zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas. Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett. Sie sprachen mit Jesus über sie, und er ging zu ihr, faßte sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr und sie sorgte für sie. Am Abend, als die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken und Besessenen zu Jesus. Die ganze Stadt war vor der Haustür versammelt, und er heilte viele, die an allen möglichen Krankheiten litten, und trieb viele Dämonen aus. Und er verbot den Dämonen zu reden; denn sie wußten, wer er war. In aller Frühe, als es noch dunkel war, stand er auf und ging an einen einsamen Ort, um zu beten. Simon und seine Begleiter eilten ihm nach, und als sie ihn fanden, sagten sie zu ihm: Alle suchen dich. Er antwortete: Laßt uns anderswohin gehen, in die benachbarten Dörfer, damit ich auch dort predige; denn dazu bin ich gekommen. Und er zog durch ganz Galiläa, predigte in den Synagogen und trieb die Dämonen aus.

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Die Vollmacht Jesu

Mk 1,21-28

In Kafarnaum ging Jesus am Sabbat in die Synagoge und lehrte. Und die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der (göttliche) Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten. In ihrer Synagoge saß ein Mann, der von einem unreinen Geist besessen war. Der begann zu schreien: Was haben wir mit dir zu tun, Jesus von Nazareth? Bist du gekommen, um uns ins Verderben zu stürzen? Ich weiß, wer du bist: der Heilige Gottes. Da befahl ihm Jesus: Schweig und verlaß ihn! Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei. Da erschraken alle und einer fragte den andern: Was hat das zu bedeuten? Hier wird mit Vollmacht eine ganz neue Lehre verkündet. Sogar die unreinen Geister gehorchen seinem Befehl. Und sein Ruf verbreitete sich rasch im ganzen Gebiet von Galiläa.

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