Fest des Heiligen Apostels Barnabas: “Dem Herrn treu bleiben”            

Apg 11, 21b–26; 13, 1–3

In jenen Tagen wurden viele gläubig und bekehrten sich zum Herrn. Die Nachricht davon kam der Gemeinde von Jerusalem zu Ohren und sie schickten Bárnabas nach Antióchia. Als er ankam und die Gnade Gottes sah, freute er sich und ermahnte alle, dem Herrn treu zu bleiben, wie sie es sich im Herzen vorgenommen hatten. Denn er war ein trefflicher Mann, erfüllt vom Heiligen Geist und von Glauben. So wurde für den Herrn viel Volk hinzugewonnen. Bárnabas aber zog nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen. Er fand ihn und nahm ihn nach Antióchia mit. Dort wirkten sie miteinander ein volles Jahr in der Gemeinde und lehrten eine große Zahl von Menschen. In Antióchia nannte man die Jünger zum ersten Mal Christen. In der Gemeinde von Antióchia gab es Propheten und Lehrer: Bárnabas und Símeon, genannt Niger, Lúcius von Kyréne, Mánaën, ein Jugendgefährte des Tetrárchen Heródes, und Saulus. Als sie zu Ehren des Herrn Gottesdienst feierten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Wählt mir Bárnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe! Da fasteten und beteten sie, legten ihnen die Hände auf und ließen sie ziehen.

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ZU EHREN DER HEILIGEN JEANNE D’ARC: »Abschließende Betrachtung« (XII)  

Ich freue mich für und mit jedem, der den zwölf Betrachtungen über die heilige Jungfrau von Orléans gefolgt ist. Es ist nicht das erste Mal, daß ich darüber schreibe, und es wird – so Gott will – auch nicht das letzte Mal sein. Und in der Tat: Jedes Mal, wenn ich über sie schreibe, ist es wie neu. Das hängt damit zusammen, daß es sich bei der Jungfrau von Orléans um eine Gläubige handelt, die eine Mission Gottes durchführte. Diese kann man nie genug verstehen. Ich lade jeden ein, je nach Neigung, frühere Publikationen von mir anzuhören, beispielsweise den Vortrag: »Jeanne d’Arc und die heutige Situation«:  https://www.youtube.com/watch?v=MomWp9xSRow oder das Hörspiel, das zu ihrer Ehre entstanden ist: https://www.youtube.com/watch?v=62OMBIyvqRg

Aus der Überschrift dieser Serie »Zu Ehren der Heiligen Jeanne d’Arc« geht hervor, um was es mir ging. Ich wollte die »Pucelle« ehren, die den schrecklichen Tod der öffentlichen Verbrennung für ihre Mission erlitt. Leider wird das in der Darstellung ihrer Person oft wenig verstanden, und noch weniger, daß zuerst Gott die Ehre gebührt, der durch sie in die Geschichte Frankreichs eingriff und dieses Werk mit ihrer Hilfe vollbrachte. Wenn wir dies vergessen oder es zu sehr in den Hintergrund tritt, dann haben wir das Wesentliche nicht verstanden und wir bleiben in der Betrachtung der Ereignisse um Jeanne d’Arc im Menschlichen befangen.

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ZU EHREN DER HEILIGEN JEANNE D’ARC: »Jeannes größter Sieg« (XI)  

Was war geschehen mit der heldenhaften Jeanne d’Arc, die so viele Prüfungen bestanden und nie an ihrer Sendung gezweifelt hatte?

Denken wir an den heiligen Petrus. Hat dieser nicht immer wieder Jesus seine Liebe gezeigt? Hatte er nicht alles verlassen, um ihm nachzufolgen? Hatte er nicht gesagt, daß er für Jesus sterben wolle? Und was geschah dann? Wir wissen es. In der Stunde der Gefahr verleugnete er Jesus und bereute es dann bitterlich.

Wie war es bei Jeanne?

Einige Tage nach ihrem Widerruf kam Bischof Cauchon mit einigen Begleitern zu ihr ins Gefängnis.  Er fragte sie, ob sie seit Donnerstag, dem Tag ihres Widerrufs, ihre Stimmen gehört habe.

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ZU EHREN DER HEILIGEN JEANNE D’ARC: »Jeannes Widerruf« (X)  

Jeanne hatte den furchtbaren Strapazen der Befragungen, den entehrenden Belästigungen durch die englischen Wächter, den harten Haftbedingungen sowie den Versuchen der Richter, sie der Ketzerei zu überführen, standgehalten. Selbst die Androhung der Folter hatte sie nicht schwach werden lassen. Unterstützt von ihren Heiligen war sie unbeugsam und sagte zu jenen, die ihr mit Folter drohten: “Wahrhaftig, selbst wenn Ihr mir die Glieder brechen und die Seele vom Leib trennen würdet, ich könnte euch nichts anderes sagen. Und würdet ihr mich zum Reden zwingen, ich würde immer sagen, daß ihr mich durch Gewalt zum Reden gebracht habt.

Als sie immer mehr bedrängt wurde, all die gegen sie gerichteten Anklagepunkte hörte und man immer wieder von ihr verlangte, sie solle sich dem Urteil der Kirche unterwerfen, berief sie sich in allem auf Gott und sagte, man solle sie zum Papst führen.

Jeanne bezeugte: “Ich habe meine Stimmen um Rat gefragt, um zu wissen, ob ich mich der Kirche unterwerfen soll, denn die Geistlichen drangen heftig in mich und sie haben mir geantwortet, wenn ich wolle, daß unser Herr mir helfe, solle ich mich ihm in allem anvertrauen.

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ZU EHREN DER HEILIGEN JEANNE D’ARC: »Der Prozeß der Schande« (IX)  

In Rouen verschärften sich die Haftbedingungen für die Jungfrau. Obwohl sie eigentlich in ein kirchliches Gefängnis hätte kommen müssen, in dem sie unter der Aufsicht von Frauen gestanden hätte, waren es nun englische Soldaten, die sie bewachten.

Der Priester Jean Massieu aus Rouen schilderte ihre Haftbedingungen wie folgt:

“Jeanne war im Schloß von Rouen in einem Raum im mittleren Stockwerk des Turms eingesperrt, wohin man über acht Treppen gelangte. Es war da ein Bett, wo sie schlief, und ein großer Holzklotz, woran eine Eisenkette angebracht war, die dazu diente, sie anzuketten. Ihre Füße waren gefesselt. Man schnallte sie mit einem Schloß an, das auf dem Holzklotz lag. Es waren fünf nichtswürdige Engländer da, um sie zu bewachen. Sie wünschten unbedingt Jeannes Tod und spotteten ihrer unablässig.”

Während des Prozesses klagte Jeanne immer wieder darüber und machte Bischof Cauchon dafür verantwortlich. Zudem mußte sie sich oft – insbesondere in der Nacht – gegen Übergriffe ihrer Wächter wehren.

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ZU EHREN DER HEILIGEN JEANNE D’ARC: »Jeanne wir nach Rouen gebracht« (VIII)  

Mit der Gefangennahme von Jeanne d’Arc wurde sehr bald klar, was die Engländer mit ihr vorhatten. Sie war nicht einfach nur eine prominente Gefangene, sondern wegen ihr hatte die kriegerische Dominanz der Engländer in Frankreich ein Ende gefunden. Daher wußten sie sehr genau, was die Ursachen ihrer Niederlagen waren. Ihre Interpretation hieß, sie sei eine Hexe und damit eine vom Teufel beeinflußte Frau, die diese Wende zu ihren Ungunsten herbeigeführt hatte.

Mit der Niederlage von Jeanne in Paris – so wurde dies allenthalben interpretiert – war für die Gegner der Jungfrau der Nimbus ihrer Unbesiegbarkeit verloren. Ihre Gefangennahme vor Compiègne bestätigte dies noch mehr. Gegen einen beträchtlichen Geldbetrag wurde Jeanne von den Burgundern an den englischen König ausgeliefert. Es trat nun ein, was Jeanne befürchtet hatte. Sie geriet in die Hände ihrer Feinde.

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ZU EHREN DER HEILIGEN JEANNE D’ARC (VII): »Jeanne wird gefangengenommen«  

Nach der Krönung Karls VII. in Reims begannen Gespräche zwischen dem König und den Burgundern. Jeanne selbst hatte noch am Tag der Krönung dem Herzog von Burgund, Philipp dem Guten, geschrieben, und im Namen Gottes gebeten, “daß der König von Frankreich und Ihr einen guten und festen Frieden schließt, der lange dauern soll. Vergebt einander mit aufrichtigem Herzen vollständig als gläubige Christen.

Ein wahrer Friede war ihr Ernst, wenngleich sie den Herzog auch warnte, mit Waffengewalt gegen den König vorzugehen. Sie wollte eine christliche Versöhnung herbeiführen und dabei helfen, die Franzosen zu einen. Denn nach der verheerenden Niederlage der Franzosen in der Schlacht von Azincourt (1415) kam es zwischen den Burgundern und den Engländern zum anglo-burgundischen Bündnis (1420).

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