“Dein Reich komme” (Mt 6,10)
Das Reich unseres Vaters ist voll von Gerechtigkeit, Frieden und Freude im Heiligen Geist (vgl. Röm 14,17). Das gilt auch schon für das Leben hier auf der Erde, denn Gottes Reich, so sagt es uns die Bitte im Paternoster, soll ja “wie im Himmel so auf der Erde” (Mt 6,10b) sein.
Wenn Gott seine Herrschaft auszuüben vermag, dann geschieht, was im Buch Jesaja beschrieben wird: “Gott wird Recht schaffen zwischen den Nationen und viele Völker zurechtweisen. Dann werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Lanzen zu Winzermessern. Sie erheben nicht das Schwert, Nation gegen Nation, und sie erlernen nicht mehr den Krieg” (Jes 2,4)
Erinnern wir uns, daß Jesus im Verhör mit Pilatus zu verstehen gab:
“Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wenn mein Reich von dieser Welt wäre, hätten meine Diener gekämpft, daß ich den Juden nicht ausgeliefert worden wäre. Nun aber ist mein Reich nicht von hier” (Joh 18,36).
Das Reich Gottes ist also anders, und wenn wir darum beten, meinen wir dieses Reich, das so unerreichbar scheint, wenn wir die gegenwärtige Situation in der Welt betrachten. Doch unser Vater gibt uns im Vaterbüchlein einen deutlichen Hinweis, wie sein Reich des Friedens zu uns kommen kann:
“Wenn mich die gesamte Menschheit anruft und ehrt, werde ich ihr den Geist des Friedens senden, der sich wie ein erquickender Tau auf sie niederlassen wird. Wenn alle Nationen mich anrufen und ehren, wird es keine Zwietracht mehr geben und auch keine Kriege, denn ich bin der Gott des Friedens und dort, wo ich bin, wird es keinen Krieg geben”.
Es ist also nicht unmöglich, daß sich das Reich Gottes auf der Erde ausbreitet. Es gibt einen konkreten Weg, den uns der Vater in seinem Sohn offenbart hat. Deshalb werden wir die Hoffnung nicht verlieren!