Grundlagen Des Geistlichen Lebens (Teil 4)

Gestern haben wir über die Tugend der Tapferkeit nachgedacht, die so wichtig ist, um dem Herrn standhaft und beharrlich folgen zu können. Heute wollen wir uns mit einer weiteren Kardinaltugend beschäftigen: der Mäßigung.

  • Die Tugend der Mäßigkeit – »Temperantia«

“Wenn ihr nach dem Fleisch lebt, müßt ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die sündigen Taten des Leibes tötet, werdet ihr leben.” (Röm 8,13) Weiterlesen

Grundlagen Des Geistlichen Lebens (Teil 3)

Um im geistlichen Leben Fortschritte zu machen, ist es wesentlich, auf den Heiligen Geist zu hören. Er ist unser innerer Lehrer und Führer. Wenn wir mit ihm vertrauter werden, lernen wir diese »innere Stimme« immer besser verstehen, und wenn wir ihr folgen, wird unser Weg geschmeidig und behende.

Nachdem der Heilige Geist uns zur ersten Bekehrung geführt hat, wird er weiter in uns wirken. Mit der ersten Bekehrung meine ich diesen entscheidenden Moment, in dem eine klare Entscheidung getroffen wird, Jesus nachzufolgen und ihm nichts vorzuziehen. Eine vage und unentschiedene Haltung Gott gegenüber kann also nach der ersten Bekehrung nicht mehr bestehen. Zur Vertiefung kann man meinen Vortrag in YouTube anhören: »Die erste Bekehrung und die Schritte danach«

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Grundlagen Des Geistlichen Lebens (Teil 2)

Die gestrige Betrachtung haben wir mit den Worten des Herrn abgeschlossen: “Seid vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist!” (Mt 5,48)

Um den Weg der inneren Umwandlung durch Gott besser zu verstehen, schauen wir zunächst noch einmal weit zurück und betrachten den Zustand des paradiesischen Menschen und die Folgen des Sündenfalls für Geist und Seele des Menschen.

Wir hören durch das Zeugnis der Heiligen Schrift, daß der Mensch im Paradies in einem innigen und ungestörten Verhältnis mit Gott gelebt hat. Nach dem Sündenfall jedoch erfuhr er einen tiefen Einbruch als Abbild Gottes. Lebte er zuvor in Unversehrtheit, sowohl in der natürlichen als auch übernatürlichen Dimension des Seins, verlor er als Folge der Sünde das übernatürliche Licht, mit dem er Gott zuvor schauen konnte.

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Grundlagen Des Geistlichen Lebens, Teil 1

Da wir bis zum Ende des Jahres noch eine größere Mission in verschiedenen Teilen Amerikas vor uns haben, weichen wir etwas von der gewohnten Form dieser täglichen Ansprachen ab. Das soll aber nicht zum Nachteil sein, denn ich werde mich mit geistlichen Themen befassen, die für die Entfaltung einer gesunden Spiritualität wichtig sind. Auch wenn es sich um Wiederholungen handelt, sind diese nützlich, denn wir leben von der Wiederholung, die nach einem guten Sprichwort »die Mutter der Weisheit« ist. Weiterlesen

Das Gnadenjahr Des Herrn

Jes 61,1-3 (Lesung am Gedenktag des Heiligen Martin von Tours)

Der Geist Gottes, des Herrn, ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine frohe Botschaft bringe und alle heile, deren Herz zerbrochen ist, damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Gefesselten die Befreiung, damit ich ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe, einen Tag der Vergeltung unseres Gottes, damit ich alle Trauernden tröste, die Trauernden Zions erfreue, ihnen Schmuck bringe anstelle von Schmutz, Freudenöl statt Trauergewand, Jubel statt der Verzweiflung. Weiterlesen

Gehorsam gegenüber den Propheten

1 Kön 17,10-16

In jenen Tagen machte sich der Prophet Elija auf und ging nach Sarepta. Als er an das Stadttor kam, traf er dort eine Witwe, die Holz auflas. Er bat sie: Bring mir in einem Gefäß ein wenig Wasser zum Trinken! Als sie wegging, um es zu holen, rief er ihr nach: Bring mir auch einen Bissen Brot mit! Doch sie sagte: So wahr der Herr, dein Gott, lebt: Ich habe nichts mehr vorrätig als eine Handvoll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug. Ich lese hier ein paar Stücke Holz auf und gehe dann heim, um für mich und meinen Sohn etwas zuzubereiten. Das wollen wir noch essen und dann sterben. Weiterlesen

Der Tempel Gottes

Joh 2,13-22 (Evangelium am Fest des Weihetags der Lateranbasilika)

Das Paschafest der Juden war nahe, und Jesus zog nach Jerusalem hinauf. Im Tempel fand er die Verkäufer von Rindern, Schafen und Tauben und die Geldwechsler, die dort saßen. Er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus, dazu die Schafe und Rinder; das Geld der Wechsler stieß er um. Zu den Taubenhändlern sagte er: Schafft das hier weg, macht das Haus meines Vaters nicht zu einer Markthalle! Weiterlesen