“Er wird den Tod auf ewig vernichten, und Gott, der Herr, wird die Tränen von jedem Antlitz abwischen.” (Jes 25,8)
Lieber Vater, der Tag, an dem Du uns durch die Liturgie Deiner Kirche an das große Werk erinnerst, das Du durch Deinen Sohn vollbracht hast, kommt nun näher. Dort auf Golgotha hast Du den Tod für immer vernichtet. Die Tränen werden abgewischt, denn jeder Mensch kann zum ewigen Leben gelangen, wenn er an Deinen Sohn glaubt und Deine Liebe erkennt.
Die Stunde kommt, die unendlich heilige Stunde, in der Dein Sohn alles vollbracht hat (vgl. Joh 12,23). Die Stunde, in die er gekommen ist, um die Menschheit zu erlösen, und in der er seinen Gehorsam bis in den Tod bewiesen hat (vgl. Phil 2,8).
Welch schmerzliche Stunde, zu sehen, wie die Menschen ihn ablehnen und die Mächte des Bösen ihren Haß zeigen! Und doch: Welch große Stunde der Gnade hast Du daraus entstehen lassen! Sein Tod brachte uns das Leben! Wer kann diese Liebe wirklich bis in alle Tiefen verstehen? Aber wir können sie anbeten und sie im Glauben in unser Herz einziehen lassen.
Im Vaterbüchlein beschreibst Du uns Deine Liebe: “In meinem Sohn werden sie mich mißhandeln, trotz all des Guten, das er ihnen geben wird. Ja, in meinem Sohn werden sie mich verleumden und schließlich kreuzigen, um mich sterben zu sehen. Werde ich deshalb aufgeben?”
Nein, Vater, Du hast nicht aufgegeben und wirst nie aufhören, Deine Kinder nach Hause zu führen. Dein Sohn ist zum Weg geworden (vgl. Joh 14,6). Das ist unsere Hoffnung! Und Du suchst nach allen, die noch in der Ferne sind, und Du lädst uns ein, mit Dir gemeinsam nach ihnen zu suchen.
Ein Hinweis: Morgen beginnt die Fastenzeit. Während der vierzig Tage biete ich in meinen täglichen Schriftbetrachtungen eine Art Exerzitien an. Die »Drei Minuten für Gott Vater« werden weitergeführt und sollen als meditative Ergänzung zum jeweiligen Thema dienen.
