GERNE, GANZ UND GLEICH

379. Kleine Vaterbetrachtung

“Tue den Willen des himmlischen Vaters gerne, ganz und gleich!” (inneres Wort)

Welch grandiose Einfachheit zieht in das Leben ein, wenn ein solches Wort zunehmend verwirklicht wird! Welche Freude für den himmlischen Vater, wenn eine Seele darauf bedacht ist, ihm in dieser Weise zu dienen! Wie viele unnötige Komplikationen, die das Leben oft träge und umständlich machen, werden wegfallen. Wie leicht kann unser himmlischer Vater eine solche Seele führen und seinen Willen mitteilen.

Gerne, ganz und gleich – so handeln die Engel, die Gott treu geblieben sind. Den Willen Gottes in dieser Weise zu erfüllen ist für sie ein großes Verlangen und eine unermeßliche Freude.

Sicher: sie tragen nicht die Erdenschwere mit sich; sie stehen unumstößlich und für immer fest in ihrer Liebesbindung an unseren Vater; sie sind keinerlei Versuchungen mehr ausgesetzt und sind zudem noch sehr vollkommene Wesen.

Gewiß! Und dennoch: Auch wir unvollkommene Menschen können uns durch die Gnade Gottes und mit Hilfe des Beistands der Engel auf den Weg machen, alles gerne, ganz und gleich zu tun, und mit ihnen eifern, den Willen Gottes zu tun. Die durch unser Menschsein erschwerten Umstände mag uns der himmlische Vater sogar noch als Verdienst anrechnen.

Den erkannten Willen Gottes gerne tun: Es ist der Geist der Frömmigkeit, der uns dazu antreibt, zu unseres Vaters Freude zu leben.

Den erkannten Willen Gottes ganz tun: Es ist die Treue zu unserem Vater – gestärkt durch seinen Geist – die seinen Willen bis zum Ende durchführt und nicht vorzeitig abbricht. Die englische Sprache kennt dazu ein treffliches Wort: to the very end.

Dem erkannten Willen Gottes gleich tun: Kein Zaudern, kein Zögern! Wohl kann man Umstände klug miteinbeziehen, aber nicht aus Furcht vor ihnen oder aus Unfreiheit. Sobald der Wille des Herrn erkannt ist, setzt man sich – zumindest geistig – umgehend in Bewegung: dem Vater zur Ehre.