FREITAG DER OSTEROKTAV: »Die Beauftragung durch den Auferstandenen«    

“Mir ist alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden. Gehet also hin und lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie alles halten, was ich euch geboten habe. Und seht, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt.

Das sind die Worte welche Du als auferstandener Herr den elf Jüngern auf dem Berg in Galiläa gegeben hast. Sie bleiben für immer wahr.

Es sind jene heiligen Worte, welche die Missionare bewegt haben, bis ans Ende der Welt zu gehen und unter größten Mühen und Leiden freudig Deinem heiligen Auftrag zu dienen.

Es sind jene Worte, an die der Heilige Geist uns immer erinnert, damit sie nie verlorengehen und die Deinen ihren Auftrag nicht vergessen!

Wer kann nur an diesen Worten zweifeln, geliebter Herr?

Wie sollte es denn anders sein! Denn Du bist aus dem Grab erstanden und hast Deine Jünger zu dieser Aufgabe hingeführt. Treu haben sie diese Aufgabe erfüllt und die Kirche hat sich als Deine geliebte Braut erwiesen, um den Völkern die Speise des heiligen Wortes zu reichen und sie am Tisch der Gnade zu ernähren.

Unzählige wurden aus der Taufe gehoben und so konnte das neue Leben aus Dir in sie eingepflanzt werden. Immer und unter allen Umständen hat die Kirche diese von Dir gestellte Aufgabe erfüllt und stand stolz und dankbar in Deinem Dienst! So wurde sie für die Menschen eine Stadt auf dem Berg und Licht der Welt.

Aber heute, lieber Herr, ist es anders geworden, und das sei Dir von Herzen geklagt!

Heute, geliebter Herr, der Du den Jüngern erschienen und vor ihren Augen zum Himmel aufgestiegen bist, ist es für die Nachfolger Deiner Apostel oft nicht mehr selbstverständlich, die von Dir anvertraute Mission so zu erfüllen, wie Du es gesagt hast.

Sind Deine Worte in Vergessenheit geraten? Glaubt man nicht mehr an sie? Hat sich etwa der Heilige Geist, der uns an all das erinnert, was Du gesagt und getan hast, von der Kirche zurückgezogen? Glauben wir nicht mehr an Deine Königsherrschaft, die Du sogar vor Pilatus bezeugt hast?!

Was ist denn geschehen? Welche Irrtümer sind in Deine Kirche eingezogen? Wie konnte sich der Feind einschleichen, um Dein Werk zu vernichten und es seiner Kraft zu berauben?!

Wie, lieber Herr, können wir auch heute noch, genauso wie Deine Missionare früher, unerschrocken und voller Überzeugung allen Völkern helfen, den Glauben an Dich, den Auferstandenen, zu finden, wenn viele Hirten das jetzt gar nicht mehr so verkünden?

Ohne zu zögern gilt es, trotzdem weiter an Dir und Deinem Wort festzuhalten. Denn nicht Du hast Dich geirrt, sondern jene, die lehren, daß andere Wege in gleicher Weise auch zu unserem himmlischen Vater führen. Sie sind blind geworden, wenn sie anderen Völkern nicht mehr die ganze Wahrheit des Glaubens verkünden und ihnen den Weg zur Kirche zeigen.

Du und Dein Wort – das zählt! Deine Apostel haben sich nicht abhalten lassen, als man ihnen verbieten wollte, in Deinem Namen zu lehren, denn Dir ist alle Gewalt im Himmel und auf Erden gegeben. Du bleibst bei uns alle Tage bis ans Ende der Welt und Dein Auftrag bleibt bestehen. Dem wollen wir dienen!

Betrachtungen nach der Leseordnung des Novus Ordo:

zur Tageslesung: https://elijamission.net/die-apostelgeschichte-apg-41-12-in-keinem-anderen-namen-ist-das-heil/#more-17292

zum Tagesevangelium: https://elijamission.net/8770-2/#more-8770

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