DIE KRAFT, DIE VOM HIMMEL KOMMT

“Der Sieg im Kampf liegt nicht an der Größe des Heeres, sondern an der Kraft, die vom Himmel kommt.”

(1 Makk 3,19)

In der streitenden Kirche sind wir wohl eine kleine Herde, die sich den Angriffen und Übergriffen des Bösen zu erwehren hat. Ein Grund zu resignieren? Nein, denn dem obigen Vers aus dem Buch der Makkabäer geht folgender voraus:

“Es kann leicht sein, daß viele wenigen in die Hände fallen. Für den Himmel macht es keinen Unterschied, ob er durch viele oder durch wenige Rettung bringt.”

Entscheidend ist, daß wir in allem konkret auf den Herrn vertrauen und wissen, daß er uns im Kampf – sowohl dem Kampf in seiner persönlichen Dimension als auch dem in der kleinen Herde – immer zu Hilfe eilt. Das gilt ebenso für den großen Kampf der streitenden Kirche in einer zunehmend gottfeindlichen Umgebung – selbst wenn sie Heeren von Dämonen gegenüberstünde.

Wenn wir dieses Schriftwort verinnerlichen, werden wir weder der Aussichtslosigkeit noch der Entmutigung erliegen.[1]

Der Bericht des königlichen Oberhofmeisters Jean d’Aulon über ein Erlebnis mit Jeanne d’Arc mag uns Mut machen und unseren Glauben stärken.

“Die Franzosen konnten eine Festung wegen der Gegenwehr der Engländer nicht einnehmen und zogen sich daher zurück. Jeanne d’Arc blieb jedoch mit einer kleinen Mannschaft am Ort des Kampfes. Der besorgte Jean ritt zu ihr hin und fragte sie, warum sie sich nicht zurückzog. Er berichtete: Sie nahm ihren Helm vom Kopf und sagte mir: “Ich bin nicht allein. Ich habe in meiner Gefolgschaft noch fünfzigtausend Mann”. Und ich versichere, so der Hofmeister, daß sie in diesem Augenblick nicht mehr als fünf oder sechs Männer bei sich hatte.”

Es waren die Engel, die die Heilige begleiteten! Auch wir werden in all unseren Kämpfen nie allein sein!

[1] Das Thema Entmutigung haben wir vorgestern in der Vaterbetrachtung (am 15.1.26) behandelt.