Der Kreuzweg: 1. Station: Jesus wird zum Tode verurteilt



  1. Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi,

Wir beten Dich an, Herr Jesus Christus und preisen Dich.

  1. quia per Crucem tuam redemisti mundum

Denn durch Dein heiliges Kreuz hast Du die Welt erlöst.

Jesus, der Sündenlose, steht vor Pilatus. Ein irdischer römischer Richter soll ihn, den Sohn Gottes, richten!

Die Verantwortungsträger seines eigenen Volkes haben ihn angeklagt. Es sind jene, die das Volk führen und es auf die Ankunft des Messias vorbereiten sollten. Aber sie haben ihn nicht erkannt, weil sie den Vater nicht kennen. Das hat ihnen Jesus vor Augen gestellt.

Die schwerste Anschuldigung, die gegen Jesus vorgebracht wird, ist, daß er Gott gelästert habe. Er, der kam und Kunde vom Vater gebracht hat. Er, der am Herzen des Vaters ruht (Joh 1,18). Er, der den Willen des himmlischen Vaters und seine Zeichen und Wunder hinterlassen hat: Er wird dieses schlimmen Vergehens beschuldigt! Sie haben ihn nicht erkannt, weil sie den Vater nicht kennen (Joh 16,3).

Jesus wird kein Ausweg gelassen. Seine Ankläger wollen ihn tot sehen. Lieber wollen sie einen Räuber frei sehen als ihn. Pilatus will ihn vor seinen Anklägern retten. Doch seine Ankläger sind unbarmherzig. Pilatus gibt ihnen nach. Er will die Gunst des Kaisers nicht verlieren.

In Getsemani hatte Jesus sich schon durch die Angst vor diesem Leid, das auf ihn zukam, durchgerungen und Ja zum Willen des Vaters gesagt. Er hat den Kelch des Leidens in Getsemani angenommen, den ihm der Vater gereicht hat.

Jetzt ist er bereit, den bitteren Kelch zu trinken.

Jesus nimmt alle Schuld der Menschen auf sich. Er, der unschuldig zum Tode verurteilt wird, nimmt die Schuld derer auf sich, die vor Gott und den Menschen schuldig geworden sind.

Es gibt nicht mehr viel zu sagen, die Ohren sind vor Jesus verschlossen, die Herzen verhärtet.

Auf dem Weg zum Kreuz schweigt er.

Schlußgebet: Herr, verleihe uns gnädig Heil und Frieden, auf daß Deine Kirche nach Überwindung aller Hindernisse und Irrtümer in ungestörter Freiheit Dir diene, durch ihn unseren Herrn Jesus Christus, Deinen Sohn, der mit Dir lebt und herrscht in der Einheit des Heiligen Geistes, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.

Paternoster, Avemaria, Gloria Patri

Download PDF